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Käfer-Nachfolger: VW stellt Produktion des Beetle ein

Handelsblatt-Logo Handelsblatt 15.09.2018 Ott, Stephanie
Ein Volkswagen-Mitarbeiter bei der Endabnahme eines VW Beetle. © dpa Ein Volkswagen-Mitarbeiter bei der Endabnahme eines VW Beetle.

Die letzten Nachfolger des legendären VW-Käfers sollen im Juli 2019 vom Band laufen. Ein Comeback des runden Zweitürers ist jedoch nicht ausgeschlossen.

Nach rund 20 Jahren ist Schluss: Volkswagen stellt die Produktion des Beetle ein. Die Produktion im mexikanischen Puebla werde im Juli 2019 eingestellt, teilte die amerikanische Einheit von VW am Donnerstag mit.

Deren Chef Hinrich Woebcken begründete den Schritt damit, dass sich VW Nordamerika „zu einem vollwertigen, familienorientierten Automobilhersteller wandeln“ und die Entwicklung von Elektroautos vorantreiben wolle. Ein Comeback des Beetle schloss er jedoch nicht aus. Zwar gebe es derzeit keine entsprechenden Plänen, so Woebcken – doch er fügte dabei hinzu: „Sag niemals nie“.

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Der „New Beetle“ war Ende der 90er-Jahre entstanden und erinnerte mit seinem Design an den ursprünglichen Käfer. In den ersten Jahren wurde er in den USA zu einem Hit – 1999 wurden dort mehr als 80.000 Stück verkauft. Inzwischen hat der Absatz gelitten, auch weil amerikanische VW-Käufer eher Autos der Größe eines Jetta oder Tiguan bevorzugen. Lieferungen des Beetle in die USA sanken im vergangenen Jahr auf 15.166 Modelle, weniger als ein Siebtel der Verkäufe der Jetta-Limousine.

Der Original-Käfer war einst in Nordamerika so beliebt, dass sich der deutsche Automobilhersteller in den 1960er-Jahren dazu entschloss, sein erstes Werk in Nordamerika zu bauen. Doch auch aufgrund einer abflauenden Nachfrage wurde der Beetle zuletzt nur noch in Mexiko hergestellt.

In Deutschland und anderen Märkten hat VW den Verkauf des Beetle bereits eingestellt. Der Wolfsburger Konzern will damit sein mehr als 300 Modelle umfassendes Produktsortiment schlanker gestalten. Durch die Reduzierung der Produktkomplexität will das Unternehmen gleichzeitig die Kosten senken.

Volkswagens Vorstandschef Herbert Diess ist die treibende Kraft hinter dieser Verschlankung, seit er 2015 die Führung der Hauptmarke VW übernommen hatte. Laut Bloomberg soll Diess auch in Erwägung gezogen haben, den Käfer als vollelektrisches Auto wiederzubeleben.

Zuvor sollen in den USA noch zwei letzte Sondermodelle des Beetle auf den Markt gebracht werden – „Final Edition SE“ und „SEL“. Die Autos sollen als Coupé und Cabriolet erhältlich sein und 23.045 Dollar (19.700 Euro) kosten.

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