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Knapp 1,5 Millionen Arbeitskräfte in Deutschland gesucht

RP ONLINE-Logo RP ONLINE 19.02.2019 RP ONLINE
 Ein Handwerker in seiner Werkstatt (Symbolfoto) © Christoph Schmidt Ein Handwerker in seiner Werkstatt (Symbolfoto)

Berlin. Trotz der Konjunkturschwäche zum Jahresende ist die Zahl offener Stellen in Deutschland auf ein Rekordhoch von 1,46 Millionen gestiegen. Das geht aus der Stellenerhebung des IAB-Forschungsinstituts der Bundesagentur für Arbeit für das Schlussquartal 2018 hervor.

"Die Personalnachfrage ist deutlich gestiegen", sagte IAB-Arbeitsmarktforscher Alexander Kubis. Im Vergleich zum dritten Quartal habe das Stellenangebot um 221.000 zugelegt, im Jahresvergleich um 275.000. Auf 100 sozialabgabenpflichtig Beschäftigte kämen nun 3,5 offene Stellen.

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"Auch der Arbeitsmarktausblick ist weiter positiv", sagte Kubis der Nachrichtenagentur Reuters. "Bei einem saisonbereinigten Rückgang der Arbeitslosigkeit steigt die Anspannung am Arbeitsmarkt aus betrieblicher Sicht dadurch weiter an. Erstmals kommen auf 150 Arbeitslose rund 100 offene Stellen." Ein Jahr davor gab es noch gut doppelt so viele Arbeitslose wie unbesetzte Arbeitsplätze.

Deutschland war in der zweiten Hälfte 2018 nur knapp einer Rezession entgangen. Volkswirte sprechen davon nach zwei Quartalen auf wirtschaftlichem Schrumpfkurs. Im Schlussquartal hatte das Wirtschaftswachstum stagniert, nach einem Rückgang um 0,2 Prozent im Quartal davor.

Der Arbeitsmarkt reagiert aber robuster auf konjunkturelle Schwankungen als in früheren Zeiten. "Statt von der Konjunktur wird der Aufwärtstrend der Beschäftigung vor allem von Faktoren wie dem Wachstum des Dienstleistungsbereichs - etwa bei Pflege, Erziehung und Unternehmensdienstleistern - sowie der hohen Zuwanderung gestützt", sagte IAB-Experte Enzo Weber jüngst an anderer Stelle. Die Verknappung von Arbeitskräften führe auch dazu, dass sich Betriebe Beschäftigte auch unabhängig von der jeweiligen konjunkturellen Lage sicherten.

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