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Legalisierungstrend treibt Marihuana-Branche an - Cannabis-ETFs legen deutlich zu

Finanzen.net-Logo Finanzen.net vor 6 Tagen

Immer mehr US-Bundesstaaten legalisieren den Gebrauch von Cannabis. Der Trend um die Pflanze beflügelt nicht nur die Einzelwerte aus der Branche, die von Fusionen und Übernahmen geprägt ist, sondern auch ETFs, die den Sektor abbilden.

Mario Vedder/Getty Images © Bereitgestellt von Finanzen.net Mario Vedder/Getty Images

• Cannabis-ETFs mit sattem Kursplus

• Legalisierung in USA schreitet voran

• Warnung vor starken Kursbewegungen

Trendthema Cannabis wirkt sich auch auf ETFs aus

Nachdem in der Reddit-Community "WallStreetBets" im Januar geshortete Aktien wie GameStop und AMC auf ungeahnte Kurshöhen katapultiert wurden, hatten die Online-Nutzer Anfang Februar mit zahlreichen Cannabis-Aktien ein neues Ziel anvisiert. Aber auch vor dem Netz-Hype sprangen die Kurse von Werten wie Tilray, Aphria, Canopy Growth und Aurora Cannabis, sodass die Branche zu einem weiteren wichtigen Trendthema an der Börse wurde, wie auch die Deutsche Presse-Agentur berichtet. Der erhöhte Nachfrage nach der Branche macht sich nicht nur an den Einzeltiteln bemerkbar, sondern auch an entsprechenden Investmentfonds. So haben die drei ETFs mit der besten Performance in diesem Jahr alle gemeinsam, dass sie die Cannabis-Industrie abbilden, wie aus einem Bericht von Bloomberg hervorgeht. Laut Analysen der Nachrichteagentur können der Global X Cannabis ETF, der Cannabis ETF (THCX) und der Amplify SeymourCannabis ETF seit Jahresbeginn bereits eine Rendite von mehr als 90 Prozent aufweisen, womit sie deutlich über dem S&P 500 liegen.

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Legalisierung in den USA weit vorangeschritten

Mit starken Kurszuwächsen erhöhe sich auch die Hoffnung auf eine baldige Legalisierung von Cannabis in den USA, wie Bloomberg weiter berichtet. So habe sich Andrew Cuomo, der Gouverneur von New York, kürzlich für die Legalisierung von Marihuana in seinem Bundesstaat ausgesprochen. Die demokratische Mehrheit im Kongress zeige sich ebenfalls optimistisch für eine Zulassung. Laut einer Auswertung von NBC vom November 2020 darf Marihuana in 15 US-Bundesstaaten für den Freizeitgebrauch konsumiert werden. In insgesamt 34 Staaten ist der medizinische Gebrauch erlaubt. Sollten hier weitere Staaten nachziehen, könne dies laut Todd Rosenbluth von CFRA Research die Nachfrage deutlich ankurbeln, wodurch Cannabis-Unternehmen erheblich profitabler werden könnten. Aber auch von steigenden Erwartungen an das das Gewinnwachstum der Unternehmen sowie einer Vielzahl an Fusionen und Übernahmen kann die Branche profitieren, findet auch Bloomberg-Analyst Kenneth Shea.

Tilray und Aphria überzeugen nach Fusionsankündigung mit starken Umsatzzahlen

Das aktuell populärste Beispiel für die Fusionswelle in der Cannabisbranche ist der Zusammenschluss der beiden Branchengrößen Tilray und Aphria. Im Dezember 2020 kündigten die Unternehmen die Fusion an, die voraussichtlich im zweiten Quartal 2021 abgeschlossen sein und beiden einen gemeinsamen Marktanteil von fast 20 Prozent bescheren soll. Auch Tilray und Aphria wurden laut Bloomberg zur Zielscheibe des jüngsten Reddit-Hypes, haben ihre Kursausbrüche aber auch starken Quartalszahlen zu verdanken. Während Aphria bereits im Januar die Bilanz für das Ende November zu Ende gegangene zweite Geschäftsquartal vorlegte und damit die Erwartungen der Analysten übertraf, begeisterte Tilray die Anleger Mitte Februar mit Umsatzzahlen für das vierte Geschäftsquartal 2020, die über den Aussichten der Experten lagen. Beide Unternehmen konnten anschließend von steigenden Aktienkursen profitieren. Sie bilden nicht nur einen großen Anteil im Global X Cannabis ETF, sondern auch im milliardenschweren ETFMG AlternativeHarvest ETF.

Auch Canopy Growth und Aurora Cannabis gefragt

Kurz zuvor legte auch Konkurrent Canopy Growth Zahlen vor. So musste der kanadische Cannabis-Konzern in seinem jüngsten dritten Quartal zwar einen deutlichen Verlust je Aktie einstecken, konnte aber beim Umsatz punkten und übertraf damit sogar die Einschätzungen der Analysten. Bei Aurora Cannabis fiel der Verlust derweil niedriger aus erwartet, beim Umsatz blieb der Mitbewerber aber hinter den Expertenerwartungen zurück. Beide Unternehmen sind ebenfalls im Global X Cannabis ETF enthalten.

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Branche von hoher Volatilität geprägt

Zwar können Cannabis-ETFS seit Jahresbeginn einen deutlichen Kurssprung verzeichnen, deren Entwicklung ist allerdings alles andere als stabil, wie Bloomberg zusammenfasst. So seien die Fonds 2018 zwar gestiegen, nachdem sich die rechtliche Lage in Kanada und den USA teilweise auflockerte, die Cannabishersteller haben aber anschließend mit niedrigen Renditen zu kämpfen gehabt, die als Folge von schwachen Quartalsberichten, einem langsamen Legalisierungsprozess sowie Schwierigkeiten bei der Zusammenstellung der Produktportfolios gesehen werden. "Es scheint, als ob der Cannabisbereich ein Wirbelwind ist: Man kann einige großartige Renditeperioden haben und andere, die schwieriger sind", glaubt auch UBS-Stratege für ETFs David Perlman. "Es ist ein Bereich, in dem man mit Volatilität rechnen muss, und man muss wirklich auf den ETF schauen, um sicherzustellen, dass man die Namen bekommt, die man will."Redaktion finanzen.net

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