Sie verwenden eine veraltete Browserversion. Bitte verwenden Sie eine unterstütze Versiondamit Sie MSN optimal nutzen können.

Luftfahrt: Die größten Pleite-Airlines der Geschichte

Handelsblatt-Logo Handelsblatt 18.02.2019 Sendner, Sarah
Noch sucht die Fluggesellschaft nach einem Investor. © dpa Noch sucht die Fluggesellschaft nach einem Investor.

Mit Germania ist die viertgrößte deutsche Airline in die Insolvenz gegangen. Welche namhaften Fluggesellschaften noch gescheitert sind.

Erst letztes Jahr feierte die Lufthansa das 100. Jubiläum des berühmten Kranich-Logos. Nur wenige Airlines schaffen solche Meilensteine. Mit Germania und Air Berlin sind gleich zwei deutsche Airlines in wenigen Jahren pleite gegangen. Doch in der Vergangenheit gab es auch schon wesentlich gewaltigere Niedergänge von großen Fluggesellschaften.

Mehr auf MSN:

NÄCHSTES
NÄCHSTES

Das könnte Sie auch interessieren:

Insolvente Berliner Fluggesellschaft: Was Germania-Kunden jetzt noch tun können

Von der Leyen bezeichnet US-Einschätzung zu deutschen Autos als "eigenwillig"

1. Germania

34 Germania-Maschinen stehen zurzeit noch an deutschen Flughäfen. Die Charterfluggesellschaft meldete im Februar 2019 die Insolvenz an und stellte über Nacht den Betrieb ein. Zuletzt waren bei Germania etwa 1100 Mitarbeiter beschäftigt. Rund vier Millionen Passgiere buchten den Ferienflieger im letzten Jahr. Noch ist unklar, was mit dem zahlungsunfähigen Unternehmen passieren wird. Etwa 30 Investoren haben ihr Interesse an der Berliner Airline bekundet. So besteht weiter die Chance, dass der Betrieb doch noch wieder aufgenommen werden könnte.

2. Air Berlin

Mit rund 3,79 Milliarden Euro Umsatz im Jahr 2016 war Air Berlin die zweitgrößte deutsche Airline. Nachdem Hauptaktionär Etihad die finanzielle Unterstützung einstellte, stellte Air Berlin einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung. Ziel war es, das Unternehmen zu erhalten – vergeblich. Etwa 8600 Mitarbeiter der Airline verloren ihre Jobs. Viele Slots und Flugzeuge wurden von Lufthansa und dessen Tochter Eurowings übernommen.

3. Transaero

Die Airline entstand 1990 als einer der ersten privaten Airlines in Russland. Doch schon seit Tag eins kämpft die Airline mit großen Schwierigkeiten: Bereits im ersten Halbjahr erzielte das Unternehmen einen Verlust von etwa 113 Millionen Euro. Kurz vor der Insolvenz war der Schuldenberg auf die gigantische Summe vom etwa 2,1 Milliarden Euro gewachsen. Die Airline bediente etwa 10 Millionen Passagiere in ihrem letzten Jahr und beschäftigte 10.000 Mitarbeiter. Nach der Pleite übernahm Aeroflot das Unternehmen für einen symbolischen Preis von umgerechnet 1,3 Cent.

4. BMI (British Midland Airways)

Die britische Fluggesellschaft gehörte einst zur Lufthansa. 2012 erlaubte die EU-Kommission schließlich den Verkauf – BMI hatte das Ergebnis der Lufthansa ins Minus gedrückt. Für 172 Millionen Euro ging die Fluggesellschaft in IAG – dem Mutterkonzern von British Airways und Iberia. Noch im selben Jahr wurde der Betrieb der Airline eingestellt. Etwa 2000 Mitarbeiter hatte die Fluggesellschaft zu dem Zeitpunkt. 10 Millionen Passagiere buchten noch im Jahr 2011.

5. Spanair

Bei einem Unfall im Jahr 2008 starben 154 Passagiere der Spanair bei einem missglückten Start. Ein Unglück, von dem sich die spanische Airline trotz zahlreicher Staatskredite nicht erholte. Kurz vor der Insolvenz betrieb Spanair rund 200 nationale Flüge täglich und bediente etwa 10,2 Millionen Passagiere im Jahr vor ihrer Einstellung: 2011. Die Region Katalonien war der wichtigste Anteilseigner der Airline mit Heimatflughafen Barcelona. Auf Grund der dortigen politischen Krise, war es der Region nicht möglich, die finanzielle Unterstützung der Airlines fortzusetzen.

6. NWA (Northwest Airlines)

2008 fusionierten Northwest Airlines und Delta zur damals größten Fluggesellschaft der Welt. Alleine Northwest bediente im Jahr 2006 noch 56 Millionen Passagiere und fuhr einen Umsatz von etwa 11 Milliarden Euro im Jahr 2007 ein. Am 31. Januar 2010 ging die Airline schließlich vollständig in Delta auf. Northwest Airlines hatte 31.000 Mitarbeiter.

7. LTU

Die Fluggesellschaft mit Basis in Düsseldorf wurde 2007 von Air Berlin übernommen. Zwei Jahre später stellte der neue Besitzer die Marke LTU ein. 2011 löste sich LTU dann schließlich komplett in Air Berlin auf, mit einer Milliarde Euro Umsatz im Jahr 2006 und 5,6 Millionen Passagieren.

8. Aero Lloyd

23 Jahre lange dauerte der Betrieb der Fluggesellschaft aus dem Taunus. 1998 wurde die Bayerische Landesbank Hauptanteilseigner und größter Kreditgeber. Um die Liquidität der Fluggesellschaft zu gewähren, gab die Landesbank einen Kredit von 20 Millionen Euro im Jahr 2001. Nach der Insolvenz wurde eine neue Fluggesellschaft gegründet, Aero Flight, die ebenfalls im Jahr 2005 den Betrieb einstellte.

9. Swiss Air

70 Jahre lang bestand die Schweizer Airline Swiss Air. Nach ihrer Liquidierung im Jahr 2002 wurde zusammen mit der Regionalfluggesellschaft Crossair die neue Schweizer Airline Swiss gegründet, die heute zur Lufthansa gehört. SwissAir hatte kurz vor ihrer Pleite rund 71.000 Mitarbeiter und hatte eine Flotte von 161 Maschinen.

10. TWA (Trans World Airlines)

1925 wurde die Airline als Western Air Express gegründet. 26 Jahre später kaufte American Airlines die Fluggesellschaft, und schluckte diese Komplet. TWA hatte etwa 20.000 Mitarbeiter

11. Pan Am (Pan American World Airways)

Die amerikanische Kultairline mag bis heute die berühmteste Airline-Pleite aller Zeiten sein. Pan Am war die weltweit erste Airline, die interkontinentale Flüge anbot. 1991 meldete der Konzern Insolvenz an und Delta übernahm die Gesellschaft.

Der Airline wurde die Unterstützung durch den Hauptaktionär Etihad entzogen.

Der Airline wurde die Unterstützung durch den Hauptaktionär Etihad entzogen.
© dpa
Am Donnerstag, 21. März, wird die deutschsprachige Wikipedia zeitweise abgeschaltet. Nächste Geschichte

Wikipedia geht am Donnerstag komplett offline

| Anzeige
| Anzeige

Mehr von Handelsblatt

| Anzeige
image beaconimage beaconimage beacon