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Mindestlohn, Steuer, Kassenbons: Was sich ab dem nächsten Jahr für Verbraucher ändert

Kölner Stadt-Anzeiger-Logo Kölner Stadt-Anzeiger 25.11.2019 ksta
Das Jahr 2020 bringt vielen Verbrauchern finanzielle Vorteile. © Jens Wolf/dpa Das Jahr 2020 bringt vielen Verbrauchern finanzielle Vorteile.

Neues Jahr, neue Gesetze: Zum 1. Januar 2020 wird zum Beispiel der Steuer-Grundfreibetrag angehoben und auch in Sachen Wohngeld, Umweltschutz und Arbeitslosengeld gibt es Veränderungen, die viele freuen dürften. Auf diese Dinge können Verbraucher sich für 2020 einstellen: 

Steuern

Bereits Anfang 2019 wurde der Steuer-Grundfreibetrag angehoben, im kommenden Jahr steigt er nochmal: Das jährlich steuerfreie Einkommen steigt damit für alle Steuerzahler 2020 von 9168 Euro auf 9408 Euro. 

Mindestlohn

Im neuen Jahr wird der Mindestlohn ab dem 1. Januar von 9,19 Euro auf 9,35 Euro angehoben. Hierdurch sollen vor allem Beschäftigte in Pflege- und Gesundheitsberufen unterstützt werden. Generell darf jedoch ab 2020 in keiner Branche weniger gezahlt werden, als es der gesetzliche Mindestlohn vorsieht – für wen weiterhin kein Mindestlohn gilt, können Sie hier nachlesen.

Sozialhilfe und Arbeitslosengeld

Auch Empfänger von Sozialhilfe oder Arbeitslosengeld II sollen ab Januar mehr Geld bekommen. Die Sätze werden um 1,88 Prozent angehoben. 

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Wohngeld 

2020 bringt auch Empfänger des Wohngelds eine Leistungserhöhung. Von der Wohngeldreform 2020 sollen circa 660.000 Haushalte profitieren, die erhöhten Beträge orientieren sich an der allgemeinen Entwicklung der Mieten und der Einkommen. Hierbei sollen vor allem Rentner und Familien in teuren Städten entlastet werden.

Kinderzuschlag

Der Kinderzuschlag steigt ab Januar auf 185 Euro im Monat, zudem fallen die oberen Einkommensgrenzen weg. Mit dem Zuschlag sollen einkommensschwache Familien unterstützt werden. 

Auszubildendengehalt

Für Auszubildende wird ab 2020 eine Mindestvergütung für das erste Ausbildungsjahr von 515 Euro angesetzt. Auch in den weiteren Ausbildungsjahren soll die Vergütung steigen.

Bußgeld-Erhöhung und ADAC-Mitgliedschaft

Auf Autofahrer kommen 2020 einige unangenehme Veränderungen zu: Zum einen werden die Bußgelder für Verkehrsverstöße im kommenden Jahr deutlich angehoben. Wer beispielsweise widerrechtlich auf einem Gehweg parkt, zahlte bisher 20 Euro Bußgeld – ab Januar werden dafür jedoch 55 Euro fällig.

Außerdem müssen ADAC-Mitglieder im kommenden Jahr für ihre Beiträge tiefer in die Tasche greifen. Der Basistarif von 49 Euro wird auf 54 Euro pro Jahr angehoben.

CO2-Ausstoß bei Neuwagen

Ab 2020 gilt: Fahrzeuge, die in der Europäischen Union neu zugelassen werden, dürfen den durchschnittlichen Höchstwert von 95 Gramm CO2 pro Kilometer nicht mehr überschreiten.

Dieser durchschnittliche Grenzwert gilt jedoch für die gesamte Produktion eines Autoherstellers – das bedeutet, dass Hersteller auch Modelle verkaufen dürfen, die einen höheren Ausstoß haben – wenn dafür andere Modelle unter dem Grenzwert liegen und den höheren CO2-Wert so wieder ausgleichen.

E-Autos

Der Kauf von E-Autos soll weiterhin gefördert werden, die Kaufprämie wurde bis 2025 verlängert. 

Kassenbons

2020 kommt außerdem eine Änderung auf alle Verbraucher zu, die äußerst umstritten ist: In Deutschland wird die Kassenbon-Pflicht eingeführt. Sie ist Teil der Kassensicherungsverordnung, die Steuerbetrug an der Ladenkasse verhindern soll. Der Einzelhandel muss dadurch mit deutlichen Mehrausgaben rechnen – ursprünglich sollten alle Kassen bis zum Jahresbeginn 2020 die neuen Vorschriften erfüllen, das Finanzministerium räumte nun jedoch Zeit bis Ende September 2020 ein. Warum Kassenbons gesundheitlich bedenklich sind, können Sie hier nachlesen.

Bahntickets

Um den Öffentlichen Fernverkehr attraktiver zu machen, sollen die Preise für Bahntickets im Fernverkehr sinken. Die Bundesregierung hatte dies in ihrem Klimapaket festgehalten, das eine Mehrwertsteuerreform enthielt. Hierdurch reduziert sich der Mehrwertsteuersatz auf Bahntickets von 19 Prozent auf 7 Prozent. Tickets der Deutschen Bahn gibt es dadurch ab 2020 bereits ab 13,40 Euro. Auch Flixtrain und ÖBB wollen den Steuervorteil an ihre Fahrgäste weitergeben.

Hygieneartikel

2020 bringt außerdem eine lang ersehnte Änderung: Hygieneartikel wie Tampons und Co. sollen günstiger werden. Das wird durch eine Senkung der Mehrwertsteuer von 19 auf 7 Prozent erreicht –Befürworter der Steuerermäßigung argumentierten schon länger damit, dass wichtige Güter des täglichen Bedarfs eigentlich mit dem reduzierten Satz von sieben Prozent besteuert werden sollten. (red)

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