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Ministerin schlägt Alarm: Corona-Krise: Werden jetzt bestimmte Lebensmittel knapp?

EXPRESS-Logo EXPRESS vor 6 Tagen express
Ab Mai könnte der Markt für Obst und Gemüse in Deutschland wegen der Corona-Krise leiden, warnt Ernährungsministerin Julia Klöckner. Ob die Auswahl dann noch so groß ist, wie auf diesem Foto aus Sevilla (Spanien)? © dpa (Symbolfoto) Ab Mai könnte der Markt für Obst und Gemüse in Deutschland wegen der Corona-Krise leiden, warnt Ernährungsministerin Julia Klöckner. Ob die Auswahl dann noch so groß ist, wie auf diesem Foto aus Sevilla (Spanien)?

Um die Ausbreitung der Corona-Pandemie in Deutschland zu bremsen, hat das Bundesinnenministerium ein Einreiseverbot für Saisonarbeiter angeordnet. Erntehelfern und anderen Saisonarbeitskräften wird nun die Einreise verweigert, teilte ein Sprecher auf Anfrage mit.

Corona-Krise: Gibt es bald Engpass bei bestimmten Lebensmitteln?

Bereits zuvor hatte Bundesernährungsministerin Julia Klöckner ihre Sorgen in Bezug auf eine stabile Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln geäußert, vor allem mit Obst und Gemüse.

So würde der „Markt ab Mai leiden“, wenn jetzt nicht Gemüse gepflanzt werde, heißt es in einem Brief der CDU-Politikerin an die Fraktionen von Union und SPD, aus dem das digitale Wirtschaftsmagazin „Business Insider“ zitiert.

„Unser Selbstversorgungsgrad liegt bei einigen Grundnahrungsmitteln über 100 Prozent“, so Klöckner. Bei Obst und Gemüse aber nur unter 40 Prozent. Dazu berieten die Agrarminister der 27 EU-Länder jetzt in einer Video-Konferenz.

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Ernährungsministerium warnt: Versorgungsketten bei Lebensmitteln müssen in Takt bleiben

„Die Lebensmittelversorgungsketten müssen wir in Takt halten“, mahnt die Ministerin. „Was nicht gesät, gepflanzt, geerntet, verarbeitet und transportiert wird, fehlt am Ende zur Versorgung unserer Bevölkerung.“

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Neben der Grundversorgung der Bevölkerung drohe ein „massiver Engpass an Arbeitskräften“ mit „enormen Auswirkungen auf unsere Urproduktion“. Im März brauche Deutschland in der Regel 30.000 Saisonarbeitskräfte, im Mai sogar 85.000. Dies sei in der jetzigen Situation unmöglich, schreibt die Ministerin laut „Business Insider“.

Coronavirus: Ministerium schlägt Maßnahmen für Lebensmittelversorgung vor

In dem Brief heißt es weiter: „In der jetzigen Lage hat die Aufrechterhaltung der Lebensmittelversorgung eine hohe Bedeutung.“ Zur Unterstützung der Ernährungswirtschaft schlägt die Ministerin Maßnahmen vor – hier eine Auswahl:

  • Anerkennung der Lebensmittelbranche als „systemrelevante Infrastruktur“. So sollen Betriebsschließungen durch Quarantänemaßnahmen verhindert werden.
  • Saisonarbeitskräfte sollen ab sofort statt 70 nun 115 Tage sozialversicherungsfrei in Deutschland arbeiten dürfen.
  • Wer Kurzarbeitergeld bezieht, darf übergangsweise bis Ende Oktober 2020 Nebeneinkünfte bis zu Höhe des bisherigen Nettolohns ohne Abzüge verdienen.
  • Die Hinzuverdienstgrenze von Vorruheständlern wird in der gesetzlichen Rentenversicherung deutlich angehoben und in der Alterssicherung der Landwirte vollständig aufgehoben.
  • Bauern, die Schwierigkeiten haben, ihre Pacht zu bedienen, darf bis Ende Juni nicht einseitig gekündigt werden. (RND)

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