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Neue CO2-Steuer: So viel müssen Autofahrer bald mehr bezahlen

männersache-Logo männersache 15.07.2019 maennersache
Autobetankung © Bereitgestellt von Bauer XCEL Media Deutschland KG Autobetankung

Wenn der Verkehrsminister einen Gesetzesantrag nach dem anderen aus der Hüfte schießt, möchte die Umweltministerin nicht untätig bleiben und stattdessen etwas entgegensetzen.

Neue CO2-Steuer steht in den Startlöchern

Im einen Ministerium werden Maut und Strafen für Falschparker verhandelt, im anderen die Erfindung einer ganz neuen Steuer. Svenja Schulze, die Bundesumweltministerin plant, eine CO2-Steuer einzuführen.

Betroffen wäre davon alle, die entweder Benzin, Diesel, Erdgas oder Heizöl verbrauchen. Also nahezu alle. Die Regierung diskutiert bereits fleißig über die Feinheiten, erste Pläne wurden jetzt vorgestellt.

Über allem steht das Erreichen der Klimaziele der Bundesregierung. Und das soll so funktionieren:

Wer herkömmliche Brennstoffe verfeuert wird entsprechend der CO2-Steuer zur Kasse gebeten. Das betrifft alle, die Auto fahren, oder ihre Wohnung bei kaltem Wetter beheizen.

Lösung: Neue Heizung und Elektroauto

Umgehen kann man die Steuer, indem man sich eine neue Heizanlage ins Haus baut oder, im Falle der Autofahrer, auf ein elektrisch betriebenes Vehikel umsattelt. So kann man am Ende sogar noch einen Schnitt machen und Geld sparen.

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Berechnet wird das alles an einem willkürlich festgelegten Preis. Er bezieht sich auf eine Tonne Kohlendioxid und soll nach ersten Informationen 35 Euro kosten.

Allerdings steigt der Preis für diese Tonne CO2 mit der Zeit permanent an. Im Jahre 2030 sollen es dann schon 180 Euro sein.

Spritpreise steigen kontinuierlich

Auf die aktuellen Durchschnittstankpreise umgelegt bedeutet das: Noch zahlen Diesel-Fahrer 1,30 Euro pro Liter und Benziner 1,50 Euro.

Schon ab 2020 läge durch die CO2-Steuer Diesel dann bei 1,41 Euro, Benzin bei 1,60 Euro. 2030 würden dann für Diesel 1,87 Euro und für Benzin 2,00 Euro fällig.

Das trifft vor allem Berufspendler hart. Für sie könnte das, je nach gependelter Gesamtstrecke, Verbrauch des eigenen PKW und bei 230 angenommenen Arbeitstagen im Jahr schon jetzt bis zu 2.700 Euro bedeuten.

Im Jahr 2025 würde sich diese Summe auf knapp 3.000 Euro und im Jahre 2030 auf über 3.500 Euro erhöhen.

Pendler sind besonders betroffen

Das sind Zahlen, die schon heute nicht mehr von der Pendlerpauschale abgedeckt werden und ihre Anpassung an die gestiegenen Kosten ist – Stand jetzt – nicht geplant.

Im Gegenteil: Es mehren sich die Stimmen, die eine ersatzlose Komplettstreichung der Pauschale fordern.

Und es kommt noch dicker: Was angestellte Pendler einfach nur bezahlen können, werden Selbständige im handwerklichen und Dienstleistungsgewerbe höchstwahrscheinlich 1:1 an ihre Kunden weitergeben.

Al Resultat zahlt Otto Normalfahrer und –heizer am Ende sicherlich ordentlich drauf, auch wenn Ministerin Schulze sagt, dass Bürger mit geringen und mittleren Einkommen, aber auch Pendler und Mieter nicht zusätzlich belastet werden sollen.

Wie diese Rechnung aufgehen soll, bleibt zumindest zum jetzigen Zeitpunkt unklar.

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