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S. Oliver-Chef Lahrs krempelt Unternehmen grundlegend um & entlässt Produktvorständin Szasz

Business Insider Deutschland-Logo Business Insider Deutschland 06.03.2021 Business Insider Deutschland

Es soll der letzte Streich von Claus-Dietrich Lahrs werden. Der Manager will den Umsatz des Mode-Konzerns S.Oliver verdoppeln - bis 2024 auf 2,5 Milliarden Euro. Sein Vertrag läuft dann beim Moderiesen aus. Für dieses Vorhaben hat der frühere Chef von Hugo Boss 2019 den Luxusschneider Bottega Veneta verlassen. Das berichtet das „Manager Magazin“.

Den Personalstamm im Konzern will Lahrs dabei deutlich verkleinern. Im Vorjahr mussten 400 Mitarbeiter gehen, weiterer Stellenabbau ist Stand heute nicht ausgeschlossen.

Es sind aber nicht nur die „einfachen Mitarbeiter“. Der S.Oliver-Chef streicht auch den Vorstand zusammen. Künftig soll der Vorstand drei Manager umfassen. Ende 2019 mussten Finanzchefin Susanne Heckelsberger, Personaler Michael Picard und der Onlineexperte Dirk Schneider gehen, im Vorjahr folgte Vertriebsvorstand Mathias Eckert. Nun muss mit Produktchefin Kristina Szasz auch noch die letzte Topmanagerin aus der Ära des Inhabers abdanken, berichtet das „Manager Magazin“.

Vorstand besteht künftig aus drei Männern

Szasz’ Nachfolgerin, die frühere Boss-Managerin Katja Konradi, wird keinen Platz auf der Führungsetage erhalten. Die Geschäftsführung des Modeherstellers wird künftig aus drei Männern bestehen: Claus-Dietrich Lahrs, Finanzvorstand Volker Christ und Operationsvorstand Oliver Hein.

Lahrs soll sich laut „Manager Magazin“ bei diesem Umbau den französischen Modekonzern LVMH als Vorbild nehmen, bei dem er lange gearbeitet hat. „Straff und zentralistisch“ soll S.Oliver künftig geführt werden. Dazu gehört auch, dass die Tochterunternehmen Liebeskind und Comma näher an den Mutterkonzern rücken und stärker zusammenarbeiten müssen. Auch dort setzt Lahrs den Rotstift an: Comma-Chefin Sonja Balodis musste jüngst gehen, auch Vertriebschef Niko Papadopoulus musste seinen Hut nehmen.

Die Corona-Maßnahmen und die geschlossenen Filialen sind Lahrs ein Dorn im Auge, sie behindern ihn in der Erreichung seines ehrgeizigen Ziels, berichtet das „Manager Magazin“. Im Vorjahr ist der Umsatz um 20 Prozent gesunken. Auch aus diesem Grund gerät Lahrs gerade zu einem der prominentesten Lobbyisten seiner Branche, die von der Bundesregierung rasche Öffnungen des Einzelhandels fordern.

Bilanzpressekonferenz Hugo Boss AG © dpa Bilanzpressekonferenz Hugo Boss AG

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