Durch Nutzung dieses Diensts und der damit zusammenhängenden Inhalte stimmen Sie der Verwendung von Cookies für Analysezwecke, personalisierte Inhalte und Werbung zu.
Sie verwenden eine veraltete Browserversion. Bitte verwenden Sie eine unterstütze Versiondamit Sie MSN optimal nutzen können.

Skimming: Kundendaten von über 1000 deutschen Online-Shops ausgespäht

Berliner Zeitung-Logo Berliner Zeitung 11.01.2017 berliner-zeitung
Online-Shopping Symbol: Bei vielen deutsche Online-Shops soll es Datenlecks geben (Symbolbild). © dpa Bei vielen deutsche Online-Shops soll es Datenlecks geben (Symbolbild).

Die Regierung hat Online-Händler zu einem besseren Schutz ihrer Kunden vor Datenmissbrauch aufgefordert. „Verbraucher müssen davon ausgehen können, dass Online-Händler die nötigen Maßnahmen ergreifen, um den Schutz sensibler Kundendaten zu sichern“, sagte Verbraucherschutz-Staatssekretär Gerd Billen am Dienstag.

Er reagierte damit auf eine Warnung des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), Cyberkriminelle könnten bei mindestens 1000 deutschen Online-Shops beim Bestellvorgang Kontodaten von Verbrauchern abgreifen oder persönliche Angaben der Kunden ausspähen.

Code in Shop-Software eingeschleust

Beim sogenannten Online-Skimming (zu deutsch: Abschöpfen) schleusen Kriminelle einen schädlichen Programmcode in veraltete Versionen der Shop-Software ein. Dieser übermittle dann die Zahlungsinformationen der Kunden an die Täter. Für den Verbraucher sei der „Datenabfluss“ nicht zu erkennen, erklärte das BSI.

Betroffen sind laut Behörde Online-Shops mit der weit verbreiteten Software Magento. Bereits im vergangenen September seien weltweit knapp 6000 betroffene Online-Shops entdeckt worden, darunter auch mehrere hundert Shops deutscher Betreiber. Die Sicherheitslücke sei von vielen Betreibern aber „bis heute nicht entfernt“ worden oder ihre Server seien erneut infiziert worden, erklärte die Behörde.

In Deutschland sei die Zahl der betroffenen Shops deshalb auf mindestens 1000 angestiegen. „Ich erwarte von den betroffenen Unternehmen, dass sie die Sicherheitslücken umgehend schließen“, forderte Billen. (afp)

| Anzeige
| Anzeige

Mehr von Berliner Zeitung

Berliner Zeitung
Berliner Zeitung
| Anzeige
image beaconimage beaconimage beacon