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Studienergebnis: Trotz Krise sind keine Steuererhöhungen notwendig

Finanzen.net-Logo Finanzen.net 16.01.2021

Die Corona-Krise belastet die Staatskassen seit Monaten mit immensen Sonderausgaben. Doch einer Studie zufolge sind die Zusatzkosten für Deutschland verkraftbar, sodass keine Steuererhöhungen zu erwarten sind.

TANNEN MAURY/AFP/Getty Images © Bereitgestellt von Finanzen.net TANNEN MAURY/AFP/Getty Images

Neuverschuldung auch im nächsten Jahr

"Für die aktuellen Corona-Kosten des Bundes werden auch mittelfristig keine Steuererhöhungen als Gegenfinanzierung benötigt", heißt es in einer Studie des Finanzwissenschaftlichen Forschungsinstituts der Universität Köln, die der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt. "Dass die Corona-Kosten zunächst über Haushaltsdefizite finanziert werden, ist ökonomisch klug und politisch in der kurzen Frist ohne Alternative." Dabei ist die Belastung der Staatskassen immens, denn allein für dieses Jahr summiert sich die Neuverschuldung aufgrund der Corona-Pandemie auf einen Rekordwert von rund 200 Milliarden Euro. Und damit nicht genug, denn laut Reuters plant Finanzminister Scholz anschließend im Haushaltsjahr 2021 mit einer Neuverschuldung von mindestens 80 Milliarden Euro. Scholz selbst brachte gegenüber der Rheinischen Post zuletzt eine mögliche Steuererhöhung zur Sprache: "Angesichts der vielen Aufgaben, die der Staat jetzt schultert, muss klar sein, dass Leute, die ein paar Hunderttausend Euro verdienen, künftig einen höheren Beitrag zur Finanzierung des Gemeinwesens leisten können. Wir brauchen ein leistungsgerechteres Steuersystem."

Corona-Ausnahmesituation schuld an Neuverschuldung

Auch wenn die Neuverschuldung durch die aktuelle Situation immens ist, zeigt eine Studie, dass eine Steuererhöhung dennoch nicht notwendig ist. "Für die aktuellen Corona-Kosten des Bundes werden auch mittelfristig keine Steuererhöhungen als Gegenfinanzierung benötigt", heißt es in einer Studie des Finanzwissenschaftlichen Forschungsinstituts der Universität Köln, über die die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. "Die zusätzlichen Ausgaben sind allein der Corona-Ausnahmesituation geschuldet. Sie müssen zum geeigneten Zeitpunkt wieder zurückgefahren werden und eine Ausnahme bleiben", sagte Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft, die die Studie in Auftrag gegeben hat. Das Ergebnis der Studie besagt, dass eine Steuererhöhung aufgrund der Krise sogar kontraproduktiv sei und diese stattdessen nur verstärken würde, da dadurch die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Firmen leide. Dennoch wird betont, dass eine Neuverschuldung aufgrund der Pandemie kein Dauerzustand werden dürfe. Redaktion finanzen.net

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