Sie verwenden eine veraltete Browserversion. Bitte verwenden Sie eine unterstütze Versiondamit Sie MSN optimal nutzen können.

Umfrage zeigt, was die Deutschen vor der Europawahl als größte Gefahr sehen

Business Insider Deutschland-Logo Business Insider Deutschland 18.05.2019 Business Insider Deutschland
© Bereitgestellt von Business Insider Inc


Im Vorfeld der Europawahl halten sieben von zehn Deutschen sogenannte Fake News, also manipulative Falschmeldungen, für eine große Gefahr — das ergab eine Umfrage der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC).

Von den 1.000 durch PwC befragten Bundesbürgern sagten 440 außerdem, sie seien möglicherweise nicht in der Lage, Fake News zu erkennen, was eine Wahlbeeinflussung möglich mache. Diese Befürchtungen teilt auch die Europäische Union. Darum hat sie ein Schnellwarnsystem eingerichtet, mit dessen Hilfe sich die Mitgliedsstaaten besser über Desinformationskampagnen austauschen können. Die EU erwägt zudem Strafen für Parteien, die im Wahlkampf Fake News verbreiten.    

Das interessiert andere MSN-Leser: 

EU-Kommission: Diese Spitzenkandidaten sollen Präsident werden

Kandidaten-Duell: Weber für EU-Armee - Timmermans skeptisch

Nach Protesten: Tschechischer Kulturminister tritt zurück

Nutzerbeschwerden in sozialen Medien haben selten Erfolg

Die Befragten sehen Politik, Medien und Plattformbetreiber wie Facebook und Twitter in der Verantwortung. Gerade letztere stehen jedoch immer wieder in der Kritik, nicht genug gegen Falschmeldungen in ihren Netzwerken zu tun. Dabei sind sie seit 2018 verpflichtet, „offensichtlich rechtswidrige Inhalte“ innerhalb von 24 Stunden nach deren Meldung zu löschen oder zu sperren. Kommen sie dem nicht nach, drohen Strafzahlungen in Millionenhöhe.

„Die ersten Zwischenbilanzen zeigen, dass Nutzerbeschwerden in einem Großteil der Fälle keinen Erfolg haben“, sagt Werner Ballhaus, Bereichsleiter Technologie, Medien und Telekommunikation bei PwC Deutschland. Die Folge ist, wie die Studie zeigt, ein Vertrauensverlust: Nur 4 von 10 Befragten trauen wenigstens einem sozialen Medium. 

Medienallianzen gegen Fake News

Die Technologiekonzerne haben sich nun auf einen freiwilligen Verhaltenskodex verständigt. Werbung soll klar gekennzeichnet werden, Verbreitern von Fake News sollen die Werbeeinnahmen entzogen werden. Außerdem sieht die Vereinbarung vor, die bestehenden Beschwerdemöglichkeiten auszuweiten. 

Lest auch: Die Antworten auf die 9 wichtigsten Fragen zur Europawahl

Die klassischen Medien haben mit einem vergleichsweise geringen Vertrauensverlust von 30 Prozent zu kämpfen. Fünf deutsche Medienunternehmen haben eine Allianz gegen Falschmeldungen geschlossen. Zudem existiert seit 2016 ein globales Medien-Netzwerk gegen Fake News, zu dem auch deutsche Medien wie die ARD, Zeit Online und die Deutsche Presseagentur (dpa) gehören.

mc

AUCH INTERESSANT: DGB-Chef erklärt Brexit und Europawahl zum „Stresstest für Europa“

 Droht Europa durch Facebook der Trump-Effekt? Erster Tech-Botschafter der Welt warnt

 EU-Kommissarin warnt vor russischer Einflussnahme bei Europawahl

Mehr auf MSN

NÄCHSTES
NÄCHSTES

| Anzeige
| Anzeige

Mehr von Business Insider Deutschland

Business Insider Deutschland
Business Insider Deutschland
| Anzeige
image beaconimage beaconimage beacon