Sie verwenden eine veraltete Browserversion. Bitte verwenden Sie eine unterstütze Versiondamit Sie MSN optimal nutzen können.

US-Großbank: JP-Morgan-CEO Dimon will künftig kürzer treten

Handelsblatt-Logo Handelsblatt 12.09.2018 Oenning, Lisa
Der Chef von JP Morgan Chase will mehr Verantwortung abgeben. © Reuters Der Chef von JP Morgan Chase will mehr Verantwortung abgeben.

Anstatt der Quarterback will Jamie Dimon bei JP Morgan künftig stärker der Coach sein: Der Bankenchef will mehr Verantwortung im täglichen Geschäft abgeben.

In fünf Jahren läuft der Vertrag von JP-Morgan-Chase-CEO Jamie Dimon aus. Nun gibt es erste Anzeichen, dass der 62-Jährige diesen nicht verlängern und dann von seinem Amt zurücktreten wird: Der Manager hat laut der „Financial Times“ („FT“) nun verkündet, dass er künftig mehr Aufgaben des alltäglichen Geschäfts an zwei ranghohe Manager übertragen will.

Das könnte Sie auch interessieren: Deutsche Banken warnen vor Finanzmarkt-Chaos bei hartem Brexit

Ende Januar ernannte die größte Bank der USA Dave Pinto und Gordon Smith zu Co-Präsidenten und verkündete, den Vertrag ihres Spitzenmannes Dimon um fünf weitere Jahre zu verlängern. Wegen einer Krebserkrankung war dessen berufliche Karriere zeitweise unklar gewesen.

Smith und Pinto teilen sich seit Jahresanfang den Posten des für das Tagesgeschäft zuständigen Vorstands – künftig werden die beiden Manager wohl noch mehr Verantwortung bekommen. Welche beiden Vorstände mehr Aufgaben übernehmen werden, sagte Dimon zwar nicht.

Auf die Frage der „FT“, ob es sich bei den zwei Managern um Pinto und Smith handele, antwortete der dienstälteste Banken-CEO der Wall Street mit einer Metapher zu einem der erfolgreichsten American-Football-Spieler in den USA. „Wenn Sie auf dem Feld Tom Bradys haben, dann lassen Sie diese Quarterbacks sein, sodass Sie selbst der Trainer sein können.“ In vielen Fällen sei auch er nun immer öfter der Trainer. „Das ist vollkommen angemessen.“

Sowohl der 60-jährige Smith als auch der fünf Jahre jüngere Pinto werden in der Branche als mögliche Nachfolger Dimons gehandelt. Aber auch die 49-jährige Finanzdirektorin Marianne Lake hat laut Insidern gute Chancen auf den Chefposten bei JP-Morgan Chase – wegen ihres vergleichsweise noch jungen Alters, aber auch wegen ihres guten Ansehens bei Investoren.

Mehr auf MSN

NÄCHSTES
NÄCHSTES

| Anzeige
| Anzeige

Mehr von Handelsblatt

| Anzeige
image beaconimage beaconimage beacon