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Vegetarische Köttbullar: Erste Ikea-Filiale in Indien eröffnet – das ist alles anders

Berliner Kurier-Logo Berliner Kurier 09.08.2018 Kristin Eckel
Sehr bunt geht es zu in der ersten indischen Filiale. © Ikea Sehr bunt geht es zu in der ersten indischen Filiale.

Das schwedische Möbelhaus Ikea eröffnet seine erste Filiale in Indien, in der Großstadt Hyderabad im Süden des Landes. Obwohl Ikea bereits seit 30 Jahren in dem Land produziert, ist der Konzern in Indien fast völlig unbekannt. Selbst ein Großteil der neuen Mitarbeiter der Filiale hätte vor ihrer Einstellung noch nie etwas von dem Möbelhaus gehört.

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Ikea muss sich außerdem an die kulturellen Bedürfnisse des indischen Marktes anpassen. Neben einigen klassischen Produkten, wie dem Billy-Regal, bietet die erste Filiale in Indien auch ein lokal angepasstes Sortiment an. Ikea-Chef Jasper Brodin erklärte, es sein das Ziel von Ikea in Indien „Qualität zu erschwinglichen Preisen“ anbieten zu können. 

Deshalb sind rund 1000 Produkte speziell für den neuen Markt entwickelt worden. Diese sollen zu einem Preis von unter 200 Rupien verfügbar sein, was umgerechnet etwa 2,50 Euro entspricht.

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Da zum Beispiel die meisten Inder keine Messer zum essen benutzen und hauptsächlich Löffel brauchen, hat Ikea für den indischen Markt die Plastik-Besteck-Sets für Kinder gegen Sets mit vier Löffeln ausgetauscht, die für 15 Rupien (umgerechnet 22 Cent) verkauft werden, berichtet die New York Times.  

Hier lesen: Jetzt macht Ikea sogar Möbel für Hunde und Katzen

Auch das berühmte Selbstmontagekonzept von Ikea ist in Indien eher unüblich. Deshalb werden zusätzliche Dienste wie die Lieferung nach Hause und ein Montageservice angeboten.

Auch das Restaurant, das mit Platz für 1000 Kunden das größte des Möbelhauses weltweit ist, soll seinen Besuchern angepasst werden. Die traditionellen Köttbullar werden mit Huhn oder als vegetarische Variante angeboten, statt mit Schweine- oder Rindfleisch. Zusätzlich sind indische Gerichte wie Biryani erhältlich.

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Aktuell betreibt Ikea Geschäfte in 49 Ländern. Nachdem eine Expansion nach Indien 2006 an behördlichen Auflagen gescheitert war, ist laut New-York-Times bis 2025 die Eröffnung 25 weiterer Filialen geplant, die nächste 2019 in Navi Mumbai im Westen des Landes. 

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