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Vermögen der Superreichen schrumpft

SZ.de-Logo SZ.de 08.11.2019 SZ.de/dpa
Ganz schön groß: Eine Dame im Pelz und pinker Handtasche schaut sich auf der größten Wassersport-Messe der Welt an, was es an Neuem gibt. © Marcel Kusch/dpa Ganz schön groß: Eine Dame im Pelz und pinker Handtasche schaut sich auf der größten Wassersport-Messe der Welt an, was es an Neuem gibt.

• Das Vermögen der Milliardäre auf der Welt ist im vergangenen Jahr geschrumpft - auf "nur" noch 8,5 Billionen Dollar.

• Auch in Deutschland sank das Vermögen, zudem verkleinerte sich der Kreis der Superreichen auf 114 Mitglieder.

Die schwächelnde Konjunktur und die internationalen Handelskonflikte machen auch den Reichsten der Reichen zu schaffen: Erstmals seit fünf Jahren schrumpft das Gesamtvermögen der Milliardäre rund um den Globus. Auch die deutsche High Society hat etwas weniger Geld in der Tasche. Das geht aus Berechnungen der Beratungsgesellschaft PwC und der Schweizer Großbank UBS hervor.

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Das weltweite Gesamtvermögen der Milliardäre schrumpfte demnach 2018 um 4,3 Prozent auf 8,5 Billionen Dollar. Im Jahr zuvor war mit 8,9 Billionen Dollar noch eine Rekordsumme erreicht worden. Auch die Zahl der Superreichen fiel von 2158 Männern und Frauen auf nun 2101. Der Grund: Viele Superreiche sind Unternehmer und somit von Aufträgen ihrer Firmen abhängig, die unter der Konjunktureintrübung leiden.

Langfristig betrachtet können sich die Reichsten der Welt aber natürlich kaum beklagen: Über die vergangenen fünf Jahre ist ihr Vermögen um mehr als ein Drittel angewachsen - auch dank des Börsen- und Immobilienbooms. Zum Vergleich: Die für 2018 berechnete Summe von 8,5 Billionen Dollar ist in Euro umgerechnet noch immer mehr als doppelt so hoch wie die gesamte Wirtschaftsleistung Deutschlands in einem ganzen Jahr.

Deutschland hat "nur" noch 114 Milliardäre

In Deutschland - nach den USA und China das Land mit den meisten Milliardären der Welt - verkleinerte sich der Kreis der Superreichen um neun Mitglieder auf nun 114. Auch schrumpfte ihr Gesamtvermögen stärker als im internationalen Vergleich und betrug Ende 2018 etwa 501 Milliarden US-Dollar - vor allem, weil hierzulande ein Großteil der Milliardäre von dem verarbeitenden Gewerbe abhängig ist, das besonders unter dem Handelskonflikt zwischen den USA und China leidet.

In den Club der Milliardäre aufgestiegen sind in Deutschland im vergangenen Jahr nur vier Unternehmer. Der Bericht führt als Gründe dafür eine fehlende Innovationskraft und Risikobereitschaft an.

Auch für das laufende Jahr gibt UBS-Chefanlagestratege Maximilian Kunkel keine allzu optimistische Prognose für Deutschlands Milliardäre ab: "Die Kernelemente, die letztes Jahr zu einem Rückgang geführt haben bei Anzahl und Vermögen der Milliardäre, haben sich teilweise auch dieses Jahr wieder negativ ausgewirkt." Unterstützend hinzugekommen sei 2019 allerdings die Stärke an Börsen, wo die Aktien in den vergangenen Wochen immer höher kletterten - "und das sollte wenigstens einen Teil hiervon aufwiegen".

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