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Vernetzung von Robotern: Volkswagen will eigenes 5G-Funknetz aufbauen

Tagesspiegel-Logo Tagesspiegel 18.04.2019

Der Autokonzern will nicht auf die Netzbetreiber warten: 5G könnte Roboter in der Produktion vernetzen und eine „Software-Betankung“ von Neuwagen ermöglichen.

Steuerung bald übers 5G-Netz? Roboter im Volkswagenwerk in Emden. © Foto: Jörg Sarbach/dpa Steuerung bald übers 5G-Netz? Roboter im Volkswagenwerk in Emden.

Der Volkswagen-Konzern will eigene 5G-Netze in seinen Werken installieren. „Ja, wir streben den Erhalt privater 5G-Funklizenzen für die industrielle Nutzung an“, sagte der zuständige VW-Sprecher Jonas Kulawik der Deutschen Presse-Agentur. Die neue Technologie solle für die Marke Volkswagen schrittweise umgesetzt werden. „Wir wollen deshalb zunächst einen Pilotbetrieb etablieren, daraus lernen und dann lokale 5G-Netzwerke in den Fabriken ausrollen.“

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Die Standorte für den Pilotbetrieb steht noch nicht fest, doch gelten Wolfsburg und Zwickau als Favoriten.

Obwohl die Kooperation mit kommerziellen Netzbetreibern zu einem späteren Zeitpunkt nicht ausgeschlossen wird, strebt Volkswagen für die eigenen Standorte den Eigenausbau an. Der Konzern will seine Fertigung so flexibler und effizienter gestalten. Das gilt etwa für die Vernetzung der rund 5000 Roboter im Wolfsburger Volkswagen-Werk, aber auch weitere Maschinen und Anlagen. Da der Software-Anteil in den Fahrzeugen deutlich steigt, wird zudem die Übertragung großer Datenmengen in die Fahrzeuge nötig. Die 5G-Technologie biete eine Art „Software-Betankung“ zu einem flexiblen Zeitpunkt der Produktion.

Bei der Tochter Audi laufen bereits bei Ingolstadt Vorversuche mit einer schon installierten Funkzelle – was fehlt, sind noch 5G-fähige Chips. Auch Porsche strebt an, ab 2020 bereits erste funktionsfähige Infrastrukturen in den Erprobungsbetrieb nehmen zu können. Im Zuge der Vernetzung von Maschinen und Anlagen sind Firmen auf schnelle Datennetze auch im Mobilfunk angewiesen. Die Deutsche Messe in Hannover rüstet sich für den neuen Mobilfunkstandard mit einem eigenen Netz. Derzeit läuft die Auktion der 5G-Frequenzen. (dpa)

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