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Vom Ingenieur zum reichsten Europäer: Der beispiellose Werdegang von Monsieur Arnault

Finanzen.net-Logo Finanzen.net 22.03.2019
© Spencer Platt/Getty Images

Der reichste Europäer, Bernard Jean Étienne Arnault, wurde am 5. März 1949 in Roubaix, in der nördlichsten Region Frankreichs, geboren. Arnault besuchte das Gymnasium und veredelte seine akademische Laufbahn mit einem Studium der Ingenieurwissenschaften am École Polytechnique in Paris.

Erste Erfahrungen im Familienbetrieb

Als Arnault im Jahr 1971 sein Studium mit einem Bachelor of Science beendete, begann er zunächst im väterlichen Immobiliengeschäft "Ferret-Savinel" zu arbeiten - dort löste er seinen Vater von 1978 bis 1984 als Präsident ab. In dieser Branche bewies Arnault schon frühzeitig sein besonderes Geschick für gute Geschäfte. Besonders erfolgreich war er beispielsweise mit dem Neubau von Ferienapartments an der Côte d'Azur. Den Eltern Jean Arnault und Marie-Jo Savinel gelang es somit, ihren Sohn schon frühzeitig für das eigene Familienunternehmen zu begeistern. 

Die Flucht vor den Sozialisten

Als im Jahr 1981 der sozialistische Präsident François Mitterand in Frankreich an die Macht kam, verließ Bernard Arnault jedoch das Land und zog in die USA. Seine Zeit in den Vereinigten Staaten von Amerika bremste jedoch keineswegs seinen enormen Unternehmergeist. Unter dem Namen der neu gegründeten Firma Férinel Inc. begann Arnault auch in den USA damit, Ferienhäuser zu errichten.

Die Rückkehr nach Frankreich

Schließlich kehrte Arnault im Jahr 1984 in seine Heimat zurück und übernahm mit seiner zuvor gegründeten "Groupe Arnault", den angeschlagenen Textilriesen Boussac/Saint Fréres. Zu diesem Textilkonzern gehörte unter anderem auch das Modelabel Dior.

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In den darauffolgenden Jahren sanierte Arnault den Konzern und veräußerte schließlich wieder einen großen Teil des Textilunternehmens. Mit einem Teilgewinn dieser Investition kauft er dann im Jahr 1987 das Luxusmodengeschäft Céline. 

So nutzte Arnault die Gunst der Stunde

Als sich ebenfalls im Jahr 1987 der Spirituosen- und Parfum-Hersteller Moet-Hennessy und der Luxuslederwaren-Konzern Louis-Vuitton zur französischen LVMH-Holding zusammenschlossen, begann Arnault damit, auch an diesem Konzern Anteile zu erwerben. Mithilfe der Investmentbank Lazard Fréres und dem britischen Spirituosen-Hersteller Guinness konnte Arnault schließlich sogar die Anteilsmehrheit an LVMH erwerben. Durch diesen Coup gelang es Arnault sogar, gegen den Willen der Louis-Vuitton und Hennessy Familienmitglieder Vorstandsvorsitzender der Holding zu werden.

Von Ledertaschen und Spirituosen zum weltweiten Luxus-Imperium

Als Vorsitzender des Vorstandes und Großaktionär, über seine selbst gegründete Holding "Groupe Arnault", besitzt Bernard Arnault gegenwärtig 46,60 Prozent an LVMH. Aufgrund zahlreicher Übernahmen, die nicht zuletzt von Arnault eingefädelt wurden, entwickelte sich Louis-Vuitton Hennessy Moet zum weltweiten Branchenführer in der Luxusindustrie. Zum Konzern gehören mittlerweile 70 verschiedene Marken und weltweit über 3.940 Geschäftsstellen. Zu den bekanntesten zählen hierbei neben den Klassikern wie Louis-Vuitton, Dior und Céline auch Givenchy, Kenzo, Fendi, Rimowa, TAG Heuer und Hublot.

Der Premiumhersteller glänzt mit Kursfeuerwerk

Der Aktienkurs der Luxus-Holding LVMH steigerte sich allein in den zurückliegenden zehn Jahren von rund 50 Euro auf nun mehr als 320 Euro. Mit einer aktuellen Marktkapitalisierung von 161,55 Milliarden Euro bringt es der 46,60-prozentige Unternehmensanteil von Bernard Arnault gegenwärtig auf einen Wert von rund 75,28 Milliarden Euro.

Pierre Bonnet / finanzen.net

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