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Windindustrie: Turbinenhersteller Enercon baut bis zu 3000 Jobs ab

Handelsblatt-Logo Handelsblatt 08.11.2019 Witsch, Kathrin
Große Windkonzerne bauen reihenweise Stellen ab.  © dpa Große Windkonzerne bauen reihenweise Stellen ab. 

Enercon ist bereits der zweite deutsche Windkonzern in kurzer Zeit, der massiv Stellen kürzt. 

Nur wenige Tage, nachdem die Windtochter des Münchner Industrieriesen Siemens angekündigt hat, insgesamt 1200 Jobs abzubauen, drohen jetzt auch massive Stellenkürzungen bei dem norddeutschen Turbinenhersteller Enercon. Es soll laut Unternehmenskreisen um mehr als 3000 Jobs gehen.

Am Freitagnachmittag gab es bei zahlreichen Enercon-Töchtern Betriebsversammlungen, auf denen die Mitarbeiter informiert wurden. „Wie auch schon im vergangenen Jahr muss Enercon hier Verantwortung übernehmen. Wir fordern eine vernünftige sozialverträgliche Lösung für alle Beteiligten, an der sich auch die Landespolitik mit an den Tisch setzen muss“, sagt Thomas Gelder von der IG Metall in Leer-Pappenburg.

Das ganze sei „desaströs“ für Ostfriesland. Enercon ist der größte Arbeitgeber in der Region. 

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Für den Windkonzern aus Aurich ist das der zweite große Stellenabbau innerhalb von einem Jahr. Bereits im September 2018 hatte das ostfriesische Unternehmen mehr als 800 Arbeitsplätze gestrichen. Enercon wollte sich dazu eigentlich am späten Nachmittag in einer Pressekonferenz äußern, die ist allerdings abgesagt worden. Stattdessen will der Konzern schriftlich zu der geplanten Neuausrichtung Stellung beziehen.

Die politischen Rahmenbedingungen, der harte Preiskampf auf dem Windmarkt und die Verlagerung der Produktion ins Ausland sollen der Grund für den massiven Stellenabbau sein.

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