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Größter Software-IPO: Data-Warehousing-Anbieter Snowflake mit Mega-Debüt

t3n Magazin-Logot3n Magazin 16.09.2020 Kim Rixecker
Snowflake. © Sundry Photography / Shutterstock.com Snowflake.

Snowflake hat das bislang größte US-Börsendebüt des Jahres hingelegt – und zugleich den größten Software-IPO überhaupt. Die Aktien des Data-Warehousing-Anbieters verdoppelten sich zum Handelsstart.

Der Cloud-Data-Spezialist Snowflake hat bei seinem Börsengang 28 Millionen Anteilsscheine zu je 120 US-Dollar verkauft. Damit nimmt das 2012 gegründete Unternehmen insgesamt 3,36 Milliarden Dollar ein. Der Wert liegt deutlich über dem ursprünglich anvisierten Ziel von 75 bis 85 Dollar. Zum Handelsstart sprang der Kurs der Snowflake-Aktien noch einmal um gut 120 Dollar nach oben – auf 245 Dollar, wie CNBC berichtet.

Snowflake legt damit das bislang größte US-Börsendebüt des Jahres hin und übertrifft die bisherigen Spitzenreiter, das Pharmaunternehmen Royalty Pharma und den Musikkonzern Warner Music, deutlich. Außerdem ist es der bisher größte Börsengang eines Softwareunternehmens weltweit. Snowflake wurde bei der letzten Finanzierungsrunde im Februar 2020 auf 12,4 Milliarden Dollar bewertet. Mit dem Börsengang und der Kursverdopplung zum Auftakt stieg die Bewertung auf knapp 68 Milliarden Dollar an – das ist eine Verfünffachung in nur gut einem halben Jahr.

Snowflake: Das steckt hinter dem Anbieter für Data-Warehousing-Dienste

Snowflake wurde 2012 im kalifornischen San Mateo gegründet. Zwei der drei Gründer arbeiteten zuvor bei dem Datenbankspezialisten Oracle. Das Unternehmen hat sich auf cloudbasierte Data-Warehousing-Produkte spezialisiert. Firmen können das Angebot zur Speicherung und Analyse großer Datenmengen nutzen. Außerdem bietet Snowflake einen Marktplatz an, über den Unternehmen ihre Daten anderen zur Verfügung stellen können.

Snowflake konnte zuletzt deutlich wachsen. Der Umsatz des Unternehmens stieg im zweiten Quartal 2020 um 121 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Wie viele Startups hat Snowflake allerdings auch viel Geld ausgeben müssen, um sich Marktanteile zu sichern. Im letzten Fiskaljahr hat das Unternehmen Nettoverluste in Höhe von 348,5 Millionen Dollar angehäuft. Der Umsatz lag bei 264,7 Millionen Dollar.

Buffett setzte schon vor IPO auf Snowflake

Für einen kräftigen Schub bei der Nachfrage dürfte aber auch die Nachricht gesorgt haben, dass sich Finanzguru Warren Buffett über seine Investmentfirma Berkshire Hathaway und der Softwarekonzern Salesforce vor dem Börsengang für je 250 Millionen Dollar Anteile gesichert hatten. Buffett soll darüber weitere 320 Millionen Dollar in ein Aktienpaket von Alteignern von Snowflake-Anteilen gesteckt haben.

(Update des Artikels vom 16. September nachmittags/Mitarbeit: Jörn Brien)

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