Sie verwenden eine veraltete Browserversion. Bitte verwenden Sie eine unterstütze Versiondamit Sie MSN optimal nutzen können.

Abnehmen: So unterschiedlich reagieren Männer und Frauen auf Diäten

FIT FOR FUN-Logo FIT FOR FUN 12.08.2018 Judith Kerstgens
Frau und Mann in Sportklamotten © istockphoto Frau und Mann in Sportklamotten

Wie Forscher jetzt in einer multinationalen Studie herausfanden, reagieren Männer und Frauen anders auf Ernährungsumstellungen. Lies hier, was die Geschlechter in puncto Diät unterscheidet.

2.224 Menschen mit Übergewicht oder Adipositas (medianer BMI über 34,7) aus acht verschiedenen Längern hat ein internationales Forscherteam in einer aktuellen Studie auf Diät gesetzt – und den Effekt über einen Zeitraum von acht Wochen untersucht. Die Wissenschaftler haben zwar das übergeordnete Ziel, innerhalb von drei Jahren zwei verschiedene Diäten (hoher Proteinanteil versus niedriger Proteinanteil) und zwei Sportprogramme (hohe versus niedrige Intensität) zu vergleichen, beobachteten nach den ersten Untersuchungen jedoch zunächst etwas ganz anderes: wie unterschiedlich Männer und Frauen auf die Diät reagiert haben.

Männer verlieren mehr Gewicht

Den zufolge, die im Fachmagazin 'Diabetes, Obesity & Metabolism' veröffentlicht wurden, verloren männliche Studienteilnehmer unter der speziellen Reduktionsdiät (810 kcal täglich) mehr Gewicht als weibliche. Wie Pia Christensen von der Universität Kopenhagen berichtet, nahmen die Männer in den ersten 8 Wochen durchschnittlich 11,8 Kilo ab, die Frauen hingegen nur 10,2. Der Unterschied ist mit 16 Prozent deutlich.

Die Männer bauten zudem an anderen Stellen Fett ab und ihr Herz- und Kreislaufsystem reagierte anders auf die Umstellung, vermelden die Wissenschaftler. Die Männer verloren 2,2 Kilogramm mehr Fett und 1,3 Kilogramm weniger fettfreie Masse als die Frauen. Bei den Männern kam es zudem zu einer größeren Reduktion der Insulinproduktion (Indikator: C-Peptid) und einer stärkeren Abnahme der . Auch der Z-Score des Metabolischen Syndroms (bewertet die Risikofaktoren Hüftumfang, Blutdruck und Cholesterin) verbesserte sich.

Bei den Frauen kam es hingegen zu einem deutlicheren Rückgang von Hüftumfang und Puls­druck, was die Forscher positiv bewerten. Gleichzeitig kam es aber auch zu einem stärkeren Abfall des HDL (High-Density-Lipoprotein)-Cholesterins und der Knochenmasse, was zusammen mit der Abnahme der fettfreien Masse ein ungünstiges Zeichen sei.

Worauf die Unterschiede beruhen, ist den Wissenschaftlern zufolge bisher unklar.

Beim Diabetesrisiko gab es keine Unterschiede

Bei all den Unterschieden war eine Sache bei beiden Geschlechtern jedoch auch gleich: die Auswirkungen auf die Insulinresistenz, dem wichtigsten Risikofaktor für . Da bei allen Studienteilnehmern ein erhöhter Nüchternblutzucker oder eine gestörte Glukosetoleranz einen drohenden Typ-2-Diabetes anzeigten, konnten die Wissenschafter die Auswirkungen der Ernährungsumstellung auf das Diabetesrisiko genau untersuchen.

Das Ergebnis: Bei beiden Geschlechtern kam es zu einer deutlichen Verbesserung des Blutzuckers, wodurch bei einem Drittel bereits nach 8 Wochen kein Prädiabetes mehr festgestellt werden konnte. Ob dies die Entwicklung eines Typ-2-Diabetes auch langfristig verhindert, wird sich bald zeigen: Die Studie erstreckt sich insgesamt über einen Zeitraum von drei Jahren – und soll Ende 2018 abgeschlossen sein.

| Anzeige
| Anzeige

Mehr von FIT FOR FUN

| Anzeige
image beaconimage beaconimage beacon