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Einige Tee-Sorten können der Gesundheit schaden - das empfiehlt das BfR

FR-Logo FR 25.01.2023 Kilian Bäuml

Einige Tee-Sorten können der Gesundheit schaden - das empfiehlt das BfR

Tee gilt als gesund und hat bei vielen einen guten Ruf. Doch von manchen Sorten sollte man besser die Finger lassen – sie könnten der Gesundheit sogar schaden.

Kassel – Eine heiße Tasse Tee am Abend, wenn es draußen dunkel und kalt ist, trinken viele Menschen gern. Auch bei Erkältungen tut er häufig gut. Wenn die Rede von Tee ist, gehen Gespräche oft eher um die guten Eigenschaften – gesunder Kräutertee, leckerer Früchtetee und schwarzer Tee als Kaffee-Ersatz. Das Heißgetränk soll sogar dabei helfen, das Risiko für Alzheimer zu senken. Davon, dass Tee sich auch schlecht auf den Körper auswirken kann und der Gesundheit schaden kann, wird kaum gesprochen.

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Ob ein Tee potenziell gefährlich ist und welche Gefahr von ihm ausgeht, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Bei konventionellem Anbau der Pflanzen werden häufig Pestizide verwendet, die sich auch im Endprodukt befinden und zusammen mit dem Getränk konsumiert werden. In einer Untersuchung von Stiftung Warentest 2022 erhielten wegen der hohen Schadstoffbelastung im Tee nur zwei Produkte eine gute Bewertung. Doch nicht nur von den Pestiziden geht eine Gefahr aus, auch der Tee selbst kann belastet sein, das liegt vor allem an einem bestimmten Inhaltsstoff – dem sogenannten Pyrrolizidinalkaloie.

Tee: Oft gesund, aber manchmal schädlich für die Gesundheit – Was sind Pyrrolizidinalkaloie?

Als Pyrrolizidinalkaloide (PA) werden Stoffe bezeichnet, die natürlich von einigen Pflanzen gebildet werden. PA-haltige Pflanzen wachsen häufig als Beipflanzen zwischen den eigentlich angebauten Gewächsen. Das sind vor allem Kräuter oder Salat, aber auch Tee. Den Pflanzen dient der Stoff als Schutz vor Fressfeinden. Bei der Ernte werden die PA-haltigen Beipflanzen oft mit geerntet, besonders beim Einsatz von Maschinen, berichtet die Verbraucherzentrale.

Gelangen die PA in den Körper, entstehen bei ihrem Abbau Stoffe, welche die Leber schädigen. Auch andere Lebensmittel können die Leber angreifen, weshalb man auf sie verzichten sollte. Darüber hinaus wurde in Versuchen mit Tieren beobachtet, dass bestimmte PA das Erbgut verändern. Sogar krebserregendes Potenzial wurde nachgewiesen, berichtet das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) auf seiner Website. Die Fachleute des BfR gehen davon aus, dass sich die Ergebnisse größtenteils auf den Menschen übertragen lassen. Das Risiko ist am höchsten für Personen, die regelmäßig über einen längeren Zeitraum den belasteten Tee konsumieren. In den folgenden Sorten befinden sich laut der Verbraucherzentrale häufig erhöhte PA-Werte:

  • Gewürzkräuter
  • Blütenpollen
  • Rooibostee
  • Kräutertee

Tee als Gefahr für die Gesundheit: Was können Tee-Freunde tun?

Um das Risiko möglichst gering zu halten, wird empfohlen, die Tee-Sorten und Hersteller zu wechseln. Bei starkem Teekonsum sollte man auch zwischendurch auch andere Getränke konsumieren, am besten Wasser. Ob Bio oder konventioneller Anbau macht bei der Belastung durch PA keinen Unterschied.

PA ist besonders für Kinder, sowie Schwangere und Stillende gefährlich, deshalb sind besonders diese Gruppen dazu angehalten vorsichtig zu sein. Eltern sollten beispielsweise ihren Kindern nicht immer den gleichen Tee zu trinken geben, empfiehlt das BfR. Um Produkte sicherer zu machen, gibt es zudem seit Dezember 2020 einen gesetzlichen Höchstgehalt von PA in einigen Lebensmitteln. (kiba)

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