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Gesunde Darmflora: Welche Lebensmittel vom Speiseplan gestrichen werden sollten

FR-Logo FR vor 6 Tagen Kilian Bäuml

Gesunde Darmflora: Welche Lebensmittel vom Speiseplan gestrichen werden sollten

„Der Tod sitzt im Darm“: An diesem alten Sprichwort ist wirklich etwas dran. Auf manche Lebensmittel verzichtet man deshalb besser.

Frankfurt – Die Darmflora spielt für die Gesundheit und das Wohlbefinden eine entscheidende Rolle. Sie beeinflusst das Immunsystem und dadurch auch, ob wir gesund sind oder nicht. Eine gesunde Darmflora kann sogar beim Abnehmen helfen. Verantwortlich dafür ist die Zusammensetzung der im Darm ansässigen Bakterien, dem Mikrobiom. Durch gute Ernährung hält man den Darm gesund und kann die Darmflora positiv beeinflussen.

Selbes gilt jedoch auch andersrum: Eine ungesunde Ernährung beeinflusst die Darmflora auf negative Weise und damit auch die Gesundheit im Allgemeinen.

Gesundheit: Diese Lebensmittel können der Darmflora schaden

Auf diese Lebensmittel sollte besser verzichtet werden:

  • Alkohol schadet dem ganzen Körper: Er kann Lebererkrankungen und Magen-Darm-Entzündungen hervorrufen und Krebs begünstigen. In der Leber wird der Giftstoff Alkohol schließlich in Stoffe umgewandelt, die die Darmflora negativ verändern und aus dem Gleichgewicht bringen können.
  • Verarbeitetes Fleisch schadet der Darmflora ebenfalls. Darunter fallen gepökeltes und geräuchertes Fleisch sowie Wurstwaren. Laut Expert:innen ist eine mediterrane Ernährung am gesündesten für den Darm. Das bedeutet überwiegend vegetarisch und mit vielen Ballaststoffen. Empfohlen werden nicht mehr als 500 Gramm rotes Fleisch pro Woche zu verzehren. Viel rotes und verarbeitetes Fleisch erhöht laut der Deutschen Krebshilfe sogar das Risiko für Darmkrebs.
  • Ebenfalls schädlich ist Zucker, insbesondere industriell hergestellter Zucker. Dabei macht es keinen Unterschied, ob es sich um braunen Zucker, weißen oder Puderzucker. Er löst schnell Entzündungsreaktionen hervor und schadet der Darmflora. Zucker ist grundsätzlich ungesund und hat deshalb wenig Platz in einer gesunden Ernährung. Auch kann Fruchtzucker (Fructose) bei übermäßigem Verzehr zu Magen- und Darmbeschwerden und Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen.
  • Fertigprodukte und stark verarbeitetes Essen wie Fast Food enthalten häufig gleich mehrere ungesunde Inhaltsstoffe wie Fett, Zucker, Salz und Konservierungsmittel, dafür wenige Ballaststoffe.
  • (Quelle: darmflore-ratgeber.de/nau.ch)

© Bereitgestellt von FR Foto © Thomas Trutschel/Imago

Gesunde Darmflora: In der Regel reicht eine ausgewogene Ernährung

Um die Darmflora gesund zu halten, muss man keiner speziellen Ernährungsform nachgehen. „Bei gesunden Menschen reicht in der Regel schon eine ausgewogene Ernährung mit Gemüse und Vollkornprodukten, um das Mikrobiom im Gleichgewicht zu halten“, sagte der Ernährungsmediziner Matthias Riedl zum NDR.

Wer dem Darm jedoch etwas Gutes tun möchte, kann Probiotika zu sich nehmen. Das sind Produkte, die lebende Mikroorganismen enthalten und sich positiv auf die Gesundheit auswirken, wenn sie in den Darm gelangen. Beispiele für Probiotika sind Bifidobakterien in Joghurt oder Milchsäurebakterien in fermentiertem Gemüse, wie Sauerkraut, berichtet das Bundeszentrum für Ernährung BZfE.

Von einer gesunden Darmflora profitiert sogar das Gehirn

Doch der Einfluss der Darmflora reicht noch weiter. Neben dem Zusammenhang zwischen Ernährungsfaktoren, Mikrobiom und körperlicher Gesundheit, steht auch die sogenannte Darm-Hirn-Achse immer mehr im Fokus der Forschung, berichtet das BZfE. Darm und Gehirn kommunizieren miteinander und die Darmgesundheit wirkt sich sogar auf die Psyche aus, wie auch 24vita.de berichtet. Dadurch könnte die Entwicklung einer gesunden Darmflora sogar eine Behandlungsoption einer Depression darstellen. Es gibt inzwischen sogar Studien, die eine Verbindung zwischen der Darmgesundheit und Alzheimer nahelegen. (kiba)

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