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Das kann die neue Apple Watch 6 - Apple Watch im Sport-Test

Men’s Health-Logo Men’s Health vor 6 Tagen Marco Demuth
Ist Apples neue Smartwatch die ultimative Uhr für Sportler? © Apple Ist Apples neue Smartwatch die ultimative Uhr für Sportler?

Apple hat die neue Apple Watch Series 6 vorgestellt – sowie ein günstigeres Einsteigermodell: die Apple Watch SE. Die wichtigsten Neuerungen: Optisch unterscheidet sich die neue Apple Watch Series 6 bis auf neue Farben (Blau und Rot) nicht vom Vorgängermodell. Drin steckt ein Prozessor, der 20 % schneller sein soll als der Chip in der Series 5. Plus: Das Always-On-Display soll im Standby-Modus doppelt so hell sein wie beim Vorgänger und der neue Höhenmesser ist jetzt immer aktiv.

Die Apple Watch 6 misst den Blutsauerstoff

Das wichtigste neue Feature: Die Uhr kann den Sauerstoffgehalt im Blut messen mit einem so genannten Pulsoxymeter. Das dauert 15 Sekunden und soll frühzeitig auf einen Sauerstoffmangel hinweisen. Die Uhr nutzt dafüf einen Sensor, der mittels rotem und infrarotem Licht die Farbe des Bluts erkennt. Normale Messwerte liegen zwischen 92 und 98 Prozent. Mit den Daten lassen sich zum Beispiel Schlafapnoe, eine drohende Höhenkrankheit bei Gebirgstouren und der eigene Fitness-Level erkennen und bewerten. Interessant dabei: Der Sauerstoffgehalt im Blut gilt auch als ein mögliches Anzeichen für Atemwegserkrankungen wie Grippe und COVID-19. Apple ist damit allerdings nicht der erste Anbieter: Ein ähnliches Feature gibt es schon länger bei Smartwatches von Garmin, Samsung und Fitbit.

Die Apple Watch Series 6 gibt's ab 418,15 Euro.

Die Apple Watch SE ist ein günstigeres Einsteigermodell (ab 291,50 Euro). Ihr Prozessor ist nicht ganz so schnell, hat keine EKG-Funktion oder Blutsauerstoffmessung und kein Always-On-Display. Die Uhr ist aber wasserdicht und verfügt über eine Sturzerkennung.

Weitere Neuerungen der Apple Watch

Für Fitnessfans spannend ist der neue Bezahldienst Fitness+, bei dem es diverse angeleitete virtuelle Workouts (Yoga, HIIT, Krafttraining, Tanz, Spinning, etc.) inklusive Musik geben soll. Diese auch für Anfänger geeigneten Trainings werden über iPhone, iPad oder Apple TV gestartet und können auf die Sporttracking-Funktion der Uhr zurückgreifen. In den USA kostet das 10 Dollar pro Monat oder 80 Dollar pro Jahr. Ob und wann der Dienst auch in Deutschland eingeführt wird, wurde nicht gesagt.

Diese neuen Features kommen mit WatchOS 7

  • ein Schlaftracking, bei dem der Schlaf bewertet und ausgewertet wird – sogar mit Einschlaffunktion "Wind Down".
  • Die Aktivitäts-App wird zur Fitness-App mit neuen Trackings für Kraft-Workouts, funktionelles Krafttraining, Tanzen und Cool-Down.
  • Die Uhr erkennt Händewaschen bzw. das Geräusch von fließendem Wasser und zählt die Corona-bedingt geforderten 20 Sekunden runter. Plus: Sie erinnert ans Händewaschen, wenn man nach Hause kommt.
  • Der VO2-Max-Wert (die maximale Sauerstoffaufnahme) kann ermittelt werden. Sie gibt Auskunft über deine Ausdauer.
  • Ein Familien-Setup soll Eltern helfen, von ihrem iPhone aus eine Apple Watch für ihr Kind einzurichten. Dazu braucht dies kein eigenes iPhone.
  • Apple Maps kann jetzt Radfahrern Anweisungen geben.
  • Die Uhr gibt jetzt Lärmwarnungen, um das Gehör zu schützen, wenn ein Limit in einer bestimmten Woche erreicht wurde.
  • neue Ziffernblätter

Das Update auf WatchOS 7 läuft auf der Apple Watch Series 3 oder höher in Kombination mit einem iPhone 6s oder höher.

Ein ausführlicher Sport- und Fitness-Test der Apple Watch Series 6 folgt in Kürze.

Die Apple-Watch Series 5 im Sporttest

Apples Smartwatch ist seit Version 2 eine echte Alternative zu klassischen Sportuhren und Fitness-Trackern, wie etwa von Polar, Garmin oder Fitbit. Heißt im Klartext: Neben den typischen Smartwatch-Funktionen kannst du mit der Apple Watch beispielsweise dein Lauf-, Bike- oder auch Schwimmtraining protokollieren und auswerten. Wir haben die Apple Watch Series 5 2 Wochen getestet und sagen dir, was sie für Sportler bringt.

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Was ist der Unterschied zum Vorgängermodell?

Die Apple Watch Series 5 hat ein Display, das "immer an" ist. Außerdem: ein Kompass und eine Notruffunktion. Die Features im Detail:

1. Das Always-on-Display: Wurde der Bildschirm der Apple Watch in Vorgängermodellen nur aktiviert, wenn man aktiv draufschaute, ist das Display ab jetzt immer an. Möglich macht das die so genannte LTPO-Technologie. LTPO steht für "Low Temperature Polycrystalline and Oxide Display". Heißt im Klartext: Der Bildschirm sendet nicht 60 Bilder pro Sekunde, sondern nur 1. Das Display wird gedimmt, Animationen wie der Sekundenzeiger deaktiviert und Inhalte werden seltener aktualisiert. Dadurch spart die Uhr Strom. Erst wenn ich das Handgelenk bewege oder per Fingertipp, gibt's den vollen Funktionsumfang. Immer das Display ablesen zu können, klingt unspektakulär, hat aber insbesondere beim Sport echte Vorteile.

Wie lange hält der Akku durch?

Ein permanent leuchtender Bildschirm verbraucht ständig Strom. Trotzdem behauptet Apple, die Apple Watch 5 habe eine ähnliche Akkulaufzeit – etwa 18 Stunden – wie das Vorgängermodell. Klar, wie lange der Akku hält, hängt stark vom Nutzungsverhalten ab. Im Direkttest mit der Apple Watch 4 hatte die Series 5 allerdings etwa 10 Prozent weniger Power nach etwa 12 Stunden Nutzung. Fakt ist: Die Uhr muss nach 1 Tag aufgeladen werden. Wem das zu nervig ist, kann die "Immer an"-Funktion in den Einstellungen deaktivieren. Dann hält die Watch auch mal 2 Tage durch.

2. Kompass: Die Apple Watch 5 hat einen Kompass. Die dazugehörige App zeigt neben der Himmelsrichtung auch Steigung, Längen- und Breitengrad und die aktuelle Höhe an. Das bietet insbesondere beim Trekking und Trailrunning einen echten Mehrwert. Im Alltag sorgt der Kompass in der Karten-App der Uhr dafür, dass die Blickrichtung angezeigt wird (so wie man es bei Smartphones seit Ewigkeiten gewohnt ist). Gut: Der Kompass funktioniert auch mit Drittanbieter-Apps. Aber: Magnete in Armbändern beeinflussen den Kompass. Daher besser Plastikarmbänder wählen.

3. Internationaler Notruf: In rund 130 Ländern weltweit kannst du mit der LTE-Version der Uhr den internationalen Notruf wählen – ganz ohne iPhone oder Mobilfunktarif auf der Uhr. Allerdings sind in Deutschland aufgrund häufigen Missbrauchs "anonyme" Notrufe (also ohne registrierte SIM-Karte) nicht möglich. Heißt: Das funktioniert zumindest hierzulande (und auch in Japan) nicht.

4. Weitere Features:

  • 32 GB Speicher (vorher: 8 bis 16 GB)
  • 2 neue Materialien: Keramik und Titan. Letzteres kostet allerdings ab 750 Euro

Wie der Vorgänger hat die Apple Watch Series 5 einen GPS-Empfänger, einen barometrischer Höhenmesser, der relative Höhenunterschiede misst und somit Kalorien auch beim Wandern in den Bergen oder Treppensteigen berechnen kann. Die Uhr ist wasserdicht bis 50 Meter und kommt auf Wunsch mit LTE-Modul. Damit kannst du unterwegs ohne Smartphone Nachrichten schreiben, Wegbeschreibungen abrufen, telefonieren (frei oder mit Kopfhörer). Allerdings gibt es diese Mobilfunkfunktion nicht bei allen Telefonanbietern.

Mit der neuen Software WatchOS 6 erhalten alle Apple-Uhren (auch Series 1) eine Taschenrechner-App, eine App für Voice-Memos. Plus: Ab sofort kannst du über die direkt im App Store Apps oder Hörbücher runterladen.

Welche Gesundheitsfunktionen hat die Apple Watch Series 5?

Die Apple Watch hat seit Modell 4 eine EKG-Funktion, die nach Herzrhythmusstörungen, insbesondere nach dem genannten Vorhofflimmern (AFib), sucht und seinen Benutzer warnt. Beim Vorhofflimmern ist der regelmäßige Herzschlag gestört. Etwa 1,8 Millionen Menschen in Deutschland leiden darunter. Das ist zwar nicht lebensgefährlich, es drohen aber eventuell Blutgerinnsel und Schlaganfall. Die Uhr hat einen elektrischen Herzsensor auf der Unterseite der Uhr und einen weiteren auf der Oberseite der Krone, mit denen das EKG durchgeführt wird. Und so funktioniert's: Nach dem Start der neuen EKG-App auf der Uhr hält man einen Finger für 30 Sekunden an die Krone. So schließt sich ein Stromkreis. Die Auswertung ist einfach: Entweder ist der Herzrhythmus normal, uneindeutig oder es gibt Hinweise auf Vorhofflimmern. Apple warnt allerdings, dass die Uhr keine Herzinfarkte oder Schlaganfälle erkennen kann und dass die Messungen keine Diagnose sind. Die Daten werden in der Health-App auf dem iPhone gespeichert, um sie – beispielsweise als PDF – mit deinem Arzt zu teilen. "Die Apple Watch kann somit ein wertvolles Monitoring-Tool zur Etablierung wichtiger Informationen für Patienten und deren Ärzte darstellen", so die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK). Allerdings sollten die Ergebnisse von einem Arzt abgeklärt werden: "Die Apple Watch sollte nicht als Ersatz für einen Besuch beim Arzt verwendet werden."

Weitere Gesundheitsfunktionen:

  • Neu sind eine Hörgesundheit-App, die warnt, wenn der Umgebungslärm zu laut wird, und ein Tracker, mit dem Frauen ihren Menstruationszyklus aufzeichnen und vorhersagen können.
  • Die Uhr warnt den Benutzer bei Unregelmäßigkeiten des Herzschlags. Zum Beispiel, wenn dem Herzfrequenzsensor im Ruhezustand Werte mit mehr als 120 oder weniger als 40 bis 50 Schlägen pro Minute auffallen.
  • Notruf bei Fahrradstürzen: Die Uhr identifiziert laut Apple über neue Bewegungs- und Beschleunigungssensoren schwere Stürze, beispielsweise wenn man vom Rad fliegt, und setzt dann einen Notruf mit genauem Standort ab. Nutzer unter 65 Jahren müssen diese Funktion in der Watch-App auf dem iPhone aber erst aktivieren.

Was sind die wichtigsten Funktionen für Sportler?

Bereits die Vorgängermodelle waren für Sportler das Nonplusultra: Die Apple Watch ist wasserdicht, besitzt integriertes GPS und einen Höhenbarometer. Heißt im Klartext, Du kannst damit schwimmen gehen oder ohne iPhone Lauf- und Traillaufstrecken aufzeichnen. Der optische Herzfrequenzmesser zeichnet den Puls am Handgelenk auf, trifft Aussagen zur Trainingsbelastung oder empfiehlt Erholungszeiten nach einem Workout. Über die Trainings-App lassen sich Workouts schnell starten (nach Zielen oder freie Trainings). Während des Workouts kannst du sogar die Sportart wechseln (von Laufen auf Radfahren etwa). Sehr gut: Per Linkswisch ist die Musiksteuerung in Apples Trainings-App integriert. Und mit Drittanbieter-Apps wie slopes oder Ski Tracks kannst du auch Snowboarden oder Skifahren tracken. Die Uhr erkennt automatisch Liftanlagen und Abfahrten.

1. Das Training wird automatisch erkannt

Die Apple Wach erkennt nach etwa 10 Minuten automatisch, dass Sie ein Training, gestartet haben. Und zwar nicht nur Anfang und Ende, sondern auch die Sportart. Heißt: Wer vergisst, den Startbutton zu drücken, kann seine Laufeinheit nach einer Erinnerung trotzdem tracken. Die automatische Workouterkennung gibt's fürs Laufen, Wandern, Schwimmen und Rudern. Im Test (Laufen, Wandern, Schwimmen) hat das tatsächlich zuverlässig funktioniert. Wenn die Uhr eine abfallende Herzfrequenz feststellt, erinnert sie daran, das Training zu beenden.

2.  Läufer profitieren von Pace-Alarm und Trittfrequenz

Beim Laufen misst die Uhr Schrittfrequenz (ganz entscheidend für schnelles und gesundes Laufen). Plus: wie schnell du auf dem letzten Kilometer warst (Rolling Pace). Zudem gibt es jetzt Pace-Alarme. Das bedeutet, die Uhr warnt, wenn ich mich außerhalb meiner Pace bewege und vibriert unterschiedlich, je nachdem, ob ich zu schnell oder zu langsam laufe.

3. Yoga, Wandern und HiiT sind eigene Sportarten

Für etwa Yoga, Wandern und Hochintensives Intervalltraining gibt es eigene Tracking-Algorithmen, so dass die Auswertung (Kalorien, Höhenmeter, etc.) viel genauer ist.

4. Sport-Herausforderungen mit anderen steigern die Motivation

Fakt ist: Wer seine Aktivitäten mit Freunden teilt oder sich mit ihnen misst, ist motivierter dabei. Bei mir ist das jedenfalls so. Mit der Apple Watch kannst du deinen besten Kumpel herausfordern. Wer seine Aktivitätsziele in 7 Tagen zuerst erreicht, gewinnt.

5. Podcasts und Hörbücher beim Sport hören – ohne Smartphone

Die Apple Watch lädt über eine eigene App jetzt Podcasts und deren neue Episoden automatisch auf die Uhr – das ist ideal für (lange) Läufe. Auch Hörbücher werden in der dazugehörigen App direkt auf der Uhr gespeichert.

Ist die Apple Watch Series 5 nun tatsächlich eine gelungene Sportuhr? Taugt sie als Alternative zu Fitness-Trackern und Sportuhren von etwa Polar, Garmin oder TomTom? Wir haben den Test gemacht.

Das müssen Läufer bei der Apple Watch 5 beachten

Mit eingebautem GPS-Chip und barometrischem Höhenmesser kannst du mit der Apple Watch 5 ohne iPhone laufen gehen und trotzdem deine Joggingstrecke aufzeichnen. Das funktioniert etwa mit der Apple-eigenen Trainings-App, der Nike+-Run Club-App oder Apps wie Runkeeper und Strava. Mit Apples Trainings-App kannst du Ziele festlegen (Strecke, Zeit oder Kalorien) oder einfach loslaufen. Hilfreich: Pace-Hinweise (ich lege fest, in welcher Zeit ich 1 Kilometer laufen will) – die Uhr warnt dann, wenn ich zu langsam oder schnell laufe. Allerdings geht's nicht langsamer als 7:30 Minuten pro Kilometer.

Auf dem Display sehe ich alle nötigen Daten: Die App zeigt Puls, aktuelle Pace, Durchschnitts-Pace, die Pace auf dem letzten Kilometer, Trittfrequenz, Zeit, Kalorien, Höhenmeter und Strecke – und davon maximal 5 Datenfelder gleichzeitig. Das war’s. Für die meisten Läufer wird das sicherlich ausreichen. Obwohl die Uhr nicht anzeigt, ob eine GPS-Verbindung besteht, stimmt die gelaufene Strecke in der Auswertung jedes Mal exakt. Bei ungenauem GPS-Signal rechnet die Uhr offenbar hoch. Wenn ich loslaufen will, sage ich einfach "Hey Siri, starte einen 30-minütigen Lauf." Oder: Sollte ich vergessen, den Lauf zu starten, fragt mich die Uhr durch die automatische Workouterkennung nach 5 bis 10 Minuten, ob ich das Training nicht tracken will.

Fürs Intervalltraining empfiehlt sich ein Bluetooth-Brustgurt

Wir hatten die Uhr 2 Wochen im Test mit mehreren 5 bis 10-Kilometer-Läufen. Ergebnis: Wenn das Armband eng anliegt ist der Herzfrequenzsensor zuverlässig. Hin und wieder gab es allerdings Aussetzer, die meist einige Sekunden anhielten. Im Direktvergleich mit einer Pulsuhr plus Gurt (Polar Vantage) lag die Herzfrequenz etwa 2-4 Schläge höher, was völlig in Ordnung ist. Die Pulsmessung am Handgelenk hat aber Nachteile: Beim Intervalltraining oder schnellen Sprints ist sie nicht zuverlässig. Abhilfe: Du kannst die Apple Watch 5 direkt mit einem Bluetooth-Brustgurt koppeln. Der optische Sensor unten am Gehäuse schaltet sich dann automatisch ab und die Uhr trackt die Herzfrequenz des Gurts. Das hat im Test hervorragend funktioniert.

Display-Vorteil nur bei Apples Trainings-App

Dass ich auch ohne das Handgelenk zu bewegen die wichtigsten Daten ablesen kann (der Timer zeigt z.B. nur volle Sekunden, keine Zehntel oder Hundertstel), finde ich praktisch. Allerdings funktioniert das nur mit Apples Trainings-App. Bei Drittanbieter-Apps wie Strava und Runtastic sehe ich im "Immer an"-Modus keine Laufdaten, lediglich die Uhrzeit.

Die automatische Trainingserkennung funktioniert gut. Die Daten, die hier verwendet werden, stimmen am Ende tatsächlich. Beim Test mit einer Polar-Uhr passten Zeit und Strecke exakt. Gut: Der Pace Alarm gibt Vibrationshinweise ans Handgelenk. Der Akku hält im GPS-Betrieb etwa 6 Stunden durch. Das reicht sogar für einen Marathon. Eine ausführliche Auswertung der Läufe gibt's in der Aktivitäts-App auf dem iPhone. Nachteil: Diese Daten lassen sich leider immer noch nicht auf andere Plattformen exportieren. Alternativ müsste ich Drittanbieter-Apps wie Strava verwenden, um die Daten weiterzuverwenden.

Lauf-Fazit: 

  • Vorteile: Für Läufer ist die Apple Watch 5 eine sehr gute Wahl, vielleicht nicht die beste. Einsteiger und Freizeitläufer, die der hohe Preis nicht abschreckt, bekommen zu den Smartwatch-Features einen sehr guten Lauftracker mit vielen Features. Top: Das große Display ist sehr einfach abzulesen.
  • Nachteile: Ambitionierte Läufer werden individuelle Einstellungen, Datenexport und zusätzliche Features wie die maximale Herzfrequenz vermissen. Das Always-on-Display bringt nur Mehrwert mit Apples Trainings-App.

Taugt die Apple Watch Nike+ für Läufer?

Die Nike-Sonderedition unterscheidet sich zur regulären Uhr nur durch ein leichtes Armband, das Schweiß besser durchlassen soll und einige auf die Nike+-Run-Club-App abgestimmte Watchfaces. Die Hardware ist die gleiche. Mit der Nike-App läuft es sich ähnlich komfortabel wie mit der Apple-Workout-App. Bonus: Mit dem Running Coach kannst du ein Lauftraining mit unterschiedlichen Zielen absolvieren. Die Uhr erinnert dann rechtzeitig an die Trainings. 

Ist die Apple Watch eine Alternative für Radfahrer?

Die Uhr zeichnet zuverlässig Dauer, Tempo, Durchschnittstempo, Herzfrequenz, Strecke und Kalorien aufgezeichnet (maximal 5 werden angezeigt). Sogar Höhenmeter werden getrackt. Das iPhone kannst du zu Hause lassen. Top: Das Always-on-Display ist beim Radfahren ein echter Pluspunkt (funktioniert nur mit der Trainings-App von Apple). Ob am Lenker oder am Arm befestigt, ich sehe immer meine aktuellen Trainingsdaten, ohne aufs Display tippen oder das Handgelenk drehen zu müssen.

Eine richtige Auswertung des Radtrainings bekomme ich nur über eine auf dem iPhone gestartete App (von beispielsweise Strava). Hier kannst du auch andere Messwerte (z.B. per Bluetooth verbundenem Trittfrequenzsensor etc.) tracken. Strava funktioniert auch ohne iPhone.

Radfahr-Fazit: 

  • Vorteile: Die Uhr zeigt, speichert und wertet die wichtigsten Daten aus (sogar Höhenmeter).
  • Nachteile: Die Apple Watch kann unter anderem beim Routing Geräte von Garmin & Co. nicht komplett ersetzen. Für passionierte Rennrad- und Mountainbike-Fahrer, die nach Watt oder Trittfrequenz trainieren, ist die Uhr als Trainingscomputer eher ungeeignet. 

Ist die Apple Watch ein zuverlässiger Schwimmtracker?

Die Apple Watch ist wasserdicht (50 Meter), funktioniert im Becken und auch im Freiwasser. Fürs Bahnschwimmen gibt man nur die Bahnlänge ein, der Bewegungssensor erkennt dann automatisch die Wende. Im Test funktionierte das tatsächlich einigermaßen zuverlässig (+- 1 Bahnlänge). Das Tracking soll genauer werden, wenn man die Watch häufiger nutzt. Gemessen wird die Gesamtstrecke, Intervalldistanz, Runden, der Kalorienverbrauch, durchschnittliche Pace des Trainings sowie die Pace für einzelne Bahnen, die Anzahl der Schwimmzüge, einschließlich Anzahl der Schwimmzüge pro Bahn. Im Schwimmmodus ist übrigens der Touchscreen blockiert. Entsperrt man diesen wieder, bläst ein Ton automatisch das Wasser aus den Lautsprechern.

Neu: Das Display bleibt an. Heißt: Beim Schwimmen kann ich jetzt jederzeit einen kurzen Blick auf den Fortschritt der Trainingseinheit werfen. 

Schwimm-Fazit: 

  • Vorteile: Die Apple Watch 5 funktioniert im Wasser zuverlässig (selbst die Herzfrequenzmessung). Da ich sogar Werte zum Trainingsfortschritt erhalte (Armzüge pro Bahn) ist sie fürs zielorientierte Schwimmtraining durchaus geeignet. Es gibt sogar einen Multisport-Modus. Triathleten können also von der Schwimmeinheit direkt zum Radfahren oder Laufen wechseln. Die Auswertungen in der Smartphone-App sind gut. Plus: Die Uhr erkennt sogar den Schwimmstil.
  • Nachteile: Auswertungen wie swolf-Wert fehlen.

Funktioniert ein Workout mit der Apple Watch 5?

Die Apple Watch kann Krafttrainingssession nicht wirklich tracken, obwohl es die Trainingsart "Krafttraining" gibt. Hiermit kann die Trainingszeit und die Herzfrequenz aufzeichnen. Die Kalorienwerte werden hochgerechnet. Sinnvoller ist ein Tracking bei Ausdauer-Geräten, wie Crosstrainer, Rudergerät, Stepper und Laufband. Bewegungen, Wiederholungen und Pausen registriert die Uhr nicht. Einige Drittanbieter haben Apps entwickelt, mit denen du ein Workout nachturnen kannst. Auf dem Display werden die zu absolvierenden Übungen als Animationen gezeigt und ein Countdown sagt Wiederholungen, Dauer und Pausenzeiten an.

Workout-Fazit: Workout-Apps sind hilfreich für Trainingseinsteiger und Menschen, die zu Hause trainieren. Sie ersetzen aber weder einen individuellen Trainingsplan noch das Feedback eines Trainers.

Fazit: ein perfekter Fitness-Alleskönner

Die Apple Watch ist die populärste Smartwatch. Aber ist sie auch die ultimative Sportuhr? Nicht ganz. Apples Smartwatch ist weder die perfekte Uhr für ambitionierte Läufer noch für Biker. Aber: Die Apple Watch 5 bleibt ein bemerkenswerter Alleskönner unter den Fitness-Trackern. Kein anderes Gadget deckt derzeit so viele Sportarten ab. Zwar sind die gesammelten Daten und Fitness-Modi noch ausbaufähig, auch bei den Community-Features (Teilen und Export der Daten in anderen Portalen). Lauf- bzw. Sporteinsteiger bekommen ein wertvolles Tool, um ihr Training zu planen, daran erinnert zu werden, zu tracken und auszuwerten. Durch das Always-on-Display ist die Uhr für Schwimmer und Radfahrer eine interessante Alternative zu anderen Sporttrackern.

Die Apple Watch 5 ist besonders sportbegeisterten Menschen zu empfehlen, die sich nicht nur auf eine Sportart fixieren. Ambitionierte Sportler, die nach Herzfrequenz-Zonen oder Watt trainieren, brauchen ein anderes Gadget. Plus: Die Uhr kann über seine EKG- und Herzfrequenz-Funktionen wichtige Hinweise zu Herzerkrankungen geben, die ohne regelmäßige Arzt-Checks möglicherweise erst sehr spät erkannt werden.

Die Apple Watch Series 5 gibt es in 2 Größen: 40 und 44 Millimeter

Preis der Apple Watch Series 5: Ab 449 Euro

Voraussetzungen: iPhone 6S oder neuer mit iOS 13

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