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Alkoholkonsum in Hamburg: Ergebnis neuer Sucht-Studie ist erschütternd

Hamburger Morgenpost-Logo Hamburger Morgenpost 18.10.2018
66655976: Beim Alkoholkonsum liegen die Hamburgerinnen bundesweit auf Platz eins. (Symbolfoto) © dpa Beim Alkoholkonsum liegen die Hamburgerinnen bundesweit auf Platz eins. (Symbolfoto)

Hamburg ist Hochburg der Alkoholtrinkerinnen. Nirgendwo in Deutschland lassen Frauen die Gläser so oft klirren wie in der Hansestadt. Am wenigsten wird hingegen in Brandenburg angestoßen. Das geht aus dem neuen Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung hervor.

16,7 Prozent der Hamburger Frauen tranken im vergangenen Jahr mehr als zehn Gramm Rein-Alkohol pro Tag, was etwa zwei kleinen Gläsern Tequilla entspricht. In Berlin waren es 16 Prozent der Frauen, in Hessen und Bayern jeweils 15,3 Prozent. In Brandenburg trinken nur 9,4 Prozent der Einwohnerinnen in riskantem Maße. Die Angaben beruhen auf telefonischen Befragungen des Berliner Robert Koch-Instituts.

Gut ausgebildete Frauen trinken mehr

Marlene Mortler, eine Sprecherin der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, zeigte sich am Donnerstag nicht überrascht von dem Ergebnis. Der Alkoholkonsum sei bei gut situierten und gut ausgebildeten Frauen häufig höher als bei Frauen mit niedrigem sozialem Status. Zu diesem Ergebnis komme auch der Alkoholatlas 2017 des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg.

Mehr als ein Glas Wein pro Tag ist riskant

Laut dieser Studie gilt es als gesundheitlich riskant, wenn Frauen pro Tag mehr als ein Glas Bier (0,3 Liter) oder 0,1 Liter Wein zu sich nehmen. Bei Männern gilt erst die doppelte Menge als riskant, also 20 Gramm Reinalkohol täglich, was zwei Gläsern (0,6 Liter) Bier oder 0,2 Liter Wein entspricht.

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In Hamburger machen das 16,4 Prozent der Männer. Nur in Baden-Württemberg (16,0 Prozent), Bremen (15,5) und Schleswig-Holstein (14,7) waren es weniger.

Deutschlandweit weisen dem Drogenbericht zufolge rund 18 Prozent der Männer und 14 Prozent der Frauen einen riskanten Alkoholkonsum auf.

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