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Arzt klärt auf: Diesen Fehler machen fast alle beim Naseputzen

GQ-Logo GQ 19.09.2019 GQ.de
Gesundheit_Nase-putzen.jpg © Getty Images Gesundheit_Nase-putzen.jpg

Das Jahr steuert langsam und unaufhaltsam auf die fiese Erkältungszeit zu. Bald wird wieder überall gehustet, geschnieft und geschnäuzt – häufig allerdings falsch, wie HNO-Ärzte wissen. Denn auch das Naseputzen will gelernt sein. Andernfalls können aus einem harmlosen Schnupfen deutlich unangenehmere Krankheiten entstehen. (Lesen Sie auch: Eine Studie verrät, wieso Männer mehr Pilze essen sollten)

Vorsicht: Kräftiges Naseputzen ist gefährlich

Jeder kennt das: Bei Schnupfen wird das Naseputzen schnell zur Tortur. Um den Schleim loszuwerden, kennen viele kein Erbarmen und schnäuzen besonders kräftig in das Taschentuch hinein. Keine gute Idee, wie Dr. Uso Walter vom Verband der niedergelassenen HNO-Ärzte in NRW in einer Pressemitteilung betont. “Zu kräftiges Schnäuzen kann bei angegriffener Schleimhaut zu Nasenbluten führen”, erklärt der Facharzt. Doch das wäre nur das kleinere Übel. Weitaus schwerwiegender wäre, wenn “die Keime mit dem Schleim in Regionen gelangen, wo sie bisher noch nicht waren und auch dort Entzündungen auslösen”, so der Mediziner.

Das Problem: Mit dem Druck, der beim Schnäuzen aufgebaut wird, kann das infektiöse Sekret bis tief in die Stirn- und Nasennebenhöhlen gepresst werden. Oder es gelangt über die sogenannte Ohrtrompete, einem Belüftungskanal zwischen Nasenrachen und Ohr, direkt ins Mittelohr. Mit einer Nasennebenhöhlen- oder Mittelohrentzündung ist dann nicht zu spaßen: Drückende, pochende Schmerzen und Fieber können die Folge sein und müssen von einem Arzt behandelt werden. (Lesen Sie auch: Wie gesund ist eigentlich Erdnussbutter?) 

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Statt Naseputzen: Hochziehen und runterschlucken

Auch wenn es nicht gerade den gesellschaftlichen Konventionen entspricht: Den Schleim hochzuziehen und runterzuschlucken wäre wesentlich gesünder. Denn die Magensäure macht die Krankheitserreger unschädlich. Das passiert bei einer gesunden Nase übrigens ständig. Die kleinen Flimmerhärchen der Nasenschleimhaut transportieren unentwegt Sekret in Richtung Rachen, das dann im Magen landet.

Zusätzlich empfiehlt Dr. Uso Walter bei einem Schnupfen ein abschwellendes Nasenspray, welches entgegen aller Befürchtungen bei kurzfristiger Anwendung keinesfalls abhängig macht. Alternativ können auch Salzwassersprays und pflanzliche Schleimlöser angewendet werden. Außerdem wichtig: Nach jedem Naseputzen sollten Sie sich gründlich die Hände waschen. Wer diese Ratschläge beherzigt, kommt sicherlich mit einem kleinen Schnupfen davon.

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