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Corona: RKI startet deutschlandweite Antikörper-Studie – so funktioniert's

FIT FOR FUN-Logo FIT FOR FUN 01.10.2020 Deutsche Presse-Agentur (dpa)
© iStockphoto Anfang Oktober startet die Antikörper-Studie "Leben in Deutschland – Corona-Monitoring" des Robert Koch-Instituts. Die Erwartungen sind groß. Man erhofft sich dadurch, ein genaueres Bild von der Corona-Pandemie erfassen zu können, wie zum Beispiel die Höhe der Dunkelziffer.

Wie viele Menschen haben bereits eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 durchgemacht? Wie hoch ist die Dunkelziffer, also die Zahl der unentdeckt gebliebenen Infektionen? Welche Menschen sind häufiger von einer Infektion betroffen?

Um mehr darüber herauszufinden, wie viele Menschen in Deutschland schon eine Corona-Infektion durchgemacht haben, startet das Robert Koch-Institut (RKI) eine bundesweite Antikörper-Studie.

Für die Analyse "Leben in Deutschland - Corona-Monitoring" seien 34.000 Erwachsene zur Teilnahme aufgefordert worden, teilte das RKI am Donnerstag in Berlin mit.

Von Anfang Oktober bis voraussichtlich Ende Dezember würden Proben und Forschungsdaten erhoben. "Damit werden erstmals aussagekräftige Ergebnisse zum Antikörperstatus für ganz Deutschland vorliegen", hieß es.

 

Langfristige Corona-Folgen lassen sich erfassen

An der Studie ist auch das Sozio-oekonomische Panel (SOEP) am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) beteiligt.

Sie werde das Bild vom bisherigen Sars-CoV-2-Geschehen in Deutschland weiter vervollständigen, erklärte RKI-Präsident Lothar Wieler.

Ermöglicht werde etwa eine Einschätzung dazu, wie soziale Lage und Lebensbedingungen der Menschen mit dem Corona-Infektionsrisiko zusammenhängen.


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Auch die langfristigen Folgen des Corona-Geschehens ließen sich im Rahmen der Studie erfassen, ergänzte Stefan Liebig, Leiter des SOEP am DIW Berlin.

Wie läuft die Antikörper-Studie ab?

Für die Studie werden jeweils ein Mund-Nase-Abstrich und Blut aus einem Finger genommen.

"Die Teilnehmenden erhalten dazu per Post entsprechende Testmaterialien", hieß es.

In den RKI-Laboren werden sowohl akute Infektionen (über die Mund-Nase-Abstriche) sowie vorhandene Antikörper gegen SARS-CoV-2 (Blutprobe) nachgewiesen.

Ein Fragebogen – unter anderem zu klinischen Symptomen, Vorerkrankungen und Gesundheitsverhalten – erlaubt weitere wichtige Erkenntnisse zu den Forschungsfragen.

In der Pressmitteilung des RKI heißt es weiter: "Bei einem Hinweis auf eine aktuelle bestehende Infektion mit dem neuartigen Coronavirus werden die Teilnehmer und Teilnehmerinnen sofort informiert."

Sollte keine aktuelle Infektion vorliegen, werden die Ergebnissen innerhalb von vier bis sechs Tagen auf Postweg zugeschickt. Somit erfahren alle, ob sie bereits eine Infektion mit SARS-CoV-2 durchgemacht haben.

Die Teilnahme an der Studie „Leben in Deutschland – Corona-Monitoring“ ist freiwillig. Aus wissenschaftlichen Gründen können jedoch ausschließlich Personen mitwirken, die persönlich zur Studie eingeladen werden.

Quellen

RKI Pressemitteilung: Bundesweite Antikörper-Studie „Leben in Deutschland – Corona-Monitoring“ startet, abgerufen am 01.10.2020:, https://www.rki.de/DE/Content/Service/Presse/Pressemitteilungen/2020/08_2020.html

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