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Corona: US-Arzneibehörde erlaubt Booster-Impfung für Kinder

DER SPIEGEL-Logo DER SPIEGEL 17.05.2022 Marc Röhlig

In den USA sind seit Beginn der Pandemie viermal so viele Kinder an Corona gestorben wie an der Grippe. Nun wollen die USA den Impfschutz der Fünf- bis Elfjährigen erhöhen. Deutschland hingegen tut sich weiterhin schwer.

© Mareen Fischinger / imago images/Westend61

In Deutschland gibt es bis heute keine klare Impfempfehlung der Stiko für Kinder zwischen fünf und elf Jahren. In den USA hingegen können sich Kinder nun sogar gegen das Coronavirus boostern lassen. Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat für Kinder zwischen fünf und elf Jahren offiziell eine Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus zugelassen.

Möglich sei dies mit dem Biontech/Pfizer-Impfstoff und mindestens fünf Monate nach den ersten Impfungen, erklärte die FDA am Dienstag. Testreihen hätten gezeigt, dass die Booster auch in dieser Altersgruppe sicher seien. »Während der Omikron-Welle sind mehr Kinder an der Krankheit erkrankt und mussten ins Krankenhaus. Sie können außerdem von langfristigen Folgen betroffen sein, selbst nach einer nur milden Erkrankung«, erläuterte Robert Califf von der FDA.

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Video: Kinder erkranken aktuell häufiger an Grippe als an Corona (glomex)

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Laut Daten der Gesundheitsbehörde CDC sind in den USA rund 29 Prozent der Kinder zwischen fünf und elf Jahren bisher doppelt geimpft. Zum Vergleich: In Deutschland sind nur gut 19 Prozent bei den Fünf- bis Elfjährigen grundimmunisiert.

Viermal so viele tote Kinder wie durch die Grippe

Die US-Gesundheitsbehörde führt seit Beginn der Pandemie 334 Covid-Todesfälle im Alter von 5 bis 14 Jahren in ihrer Statistik – viermal so viele Tote wie an der Grippe im gleichen Zeitraum. Es wird erwartet, dass in den kommenden Tagen die CDC der FDA-Zulassung folgt und den Einsatz eines Boosters empfiehlt.

Auch in Deutschland ist Sars-CoV-2 für Kinder und Jugendliche nicht immer ein harmloser Erreger. Hier sind bis heute 83 Kinder und Jugendliche an dem Virus gestorben. Infizierte können zudem in seltenen Fällen an »Pims« erkranken, einer Multiorganentzündung oder leiden an den Spätfolgen der Infektion.

Vergangenen Herbst wurde unter Beteiligung des Robert Koch-Instituts und mehrerer Krankenkassen eine Studie an mehr als 11.000 Kindern veröffentlicht, die zu dem eindeutigen Ergebnis kommt, »dass Post Covid bei Kindern und Jugendlichen nicht einfach abgetan werden kann«.

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