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Das sollten Sie wirklich über die Schwangerschaft wissen

Gräfe und Unzer-Logo Gräfe und Unzer 12.01.2017 Claudia Weingärtner

Das sollten Sie wirklich über die Schwangerschaft wissen © Getty Images Das sollten Sie wirklich über die Schwangerschaft wissen

Schaden Handystrahlen meinem Baby? Merken Zwillinge, dass da neben ihnen noch jemand im Bauch ist? Welche Sexstellungen darf ich in der Schwangerschaft machen? Fragen, die sich keine schwangere Frau traut zu stellen und die nirgendwo beantwortet werden? Von wegen: Wir reden Tacheles! Das müssen Schwangere über die neun Monate mit Babybauch wissen.

Woran erkenne ich, dass ich schwanger bin, bevor ich einen Test mache?

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Die gängigsten Frühzeichen vor Ausbleiben der Regel sind:

• Erhöhte Basaltemperatur, Einnistungsblutung oder dunkler Ausfluss, Ziehen im Unterleib oder leichte Krämpfe

• Müdigkeit und Erschöpfung

• Ungewohntes Geschmacksempfinden, Ekel vor Kaffee, Alkohol und Nikotin; Metallgeschmack im Mund

• Spannungsgefühl in den Brüsten, dunkle Verfärbung des Brustwarzenhofes

• Übelkeit und Erbrechen

• Heißhunger

• Ständiger Druck auf der Blase

• Stimmungsschwankungen und unerwartete Gefühlsausbrüche

• Erhöhter Speichelfluss

• Kopfschmerzen, Schwindel, Schwäche

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, Zwillinge zu bekommen?

Das sollten Sie wirklich über die Schwangerschaft wissen © Getty Images Das sollten Sie wirklich über die Schwangerschaft wissen

Experten gehen davon aus, dass rund 15 Prozent aller Geburten als Zwillingsschwangerschaften beginnen – in vielen Fällen aber geht einer der Embryos als Fehlgeburt ab, noch bevor die Schwangerschaft festgestellt wird. Jede 60. bis 65. Geburt ist eine Zwillingsgeburt, durch künstliche Befruchtungen und Hormonbehandlungen ist die Tendenz deutlich steigend. Frauen, in deren Familien es bereits Zwillinge gab, haben eine höhere Chance, ebenfalls Zwillinge zu bekommen – oft überspringt das Zwillings-Gen eine Generation. Mit steigendem Alter erhöht sich die Chance ebenfalls: Frauen über 35 Jahre bekommen häufiger zweieiige Zwillinge als jüngere Frauen, weil bei ihnen öfter zwei Eizellen heranreifen. Übrigens: Die meisten Zwillinge kommen in Afrika zur Welt, Europa liegt bei der Statistik in der Mitte, Asien ganz hinten. Grund dafür könnten natürliche Hormone sein, die vor allem mit tierischer Nahrung aufgenommen werden.

Schaden Handystrahlen meinem Baby?

Das sollten Sie wirklich über die Schwangerschaft wissen © Getty Images Das sollten Sie wirklich über die Schwangerschaft wissen

Nein, behaupten einige Experten – und weisen zusätzlich gern darauf hin, dass es inzwischen ohnehin nahezu unmöglich ist, Handystrahlung komplett zu meiden. Aber: Erst im Sommer 2015 veröffentlichten Wissenschaftler einer kalifornischen Universität eine Studie mit knapp 14 000 schwangeren Frauen, die zu belegen scheint, dass Strahlungen strukturelle Veränderungen im Gehirn eines ungeborenen Babys verursachen können.

Ist mir doppelt so schlecht, wenn ich Zwillinge bekomme?

Das sollten Sie wirklich über die Schwangerschaft wissen © Getty Images Das sollten Sie wirklich über die Schwangerschaft wissen

Gut möglich: Der Körper produziert deutlich mehr Schwangerschaftshormone als bei einer Einlingsschwangerschaft – und das macht sich natürlich bemerkbar. Es kommt häufiger zu Beschwerden wie Übelkeit und Erbrechen. Auch die Müdigkeitsattacken können heftiger sein, häufig begleitet von Kopfschmerzen. Die Umstellung ist eben doppelt so groß, der Looping quasi ein doppelter: Immerhin müssen jetzt drei Menschen versorgt werden und nicht mehr bloß einer. Im Grunde kann man sagen, dass für so ziemlich alle üblichen Schwangerschaftsprobleme das Risiko schlicht größer ist. Dazu zählen auch Atembeschwerden, Sodbrennen, Blutdruckprobleme, Rückenschmerzen, Nierenbeckenentzündungen, vorzeitige Wehen.

Merken Zwillinge, dass da neben ihnen noch jemand im Bauch ist?

Das sollten Sie wirklich über die Schwangerschaft wissen © Getty Images Das sollten Sie wirklich über die Schwangerschaft wissen

Dass Zwillinge sich im Bauch gegenseitig öfter berühren als sie sich selbst anfassen, wurde in verschiedenen Studien übereinstimmend festgestellt. Italienische Forscher aber belegten jetzt auch, dass die Berührungen nicht nur als Reflex, sondern mitunter bewusst ablaufen. Sie beobachteten mehrere Zwillingspaare zwischen der 14. und 18. Schwangerschaftswoche mit 4D-Ultraschall. Ergebnis: Die Föten führten ihre Hände langsamer zu den Augen als zum Mund – bewegten sie ihre Arme auf den Zwilling zu, wurden sie noch langsamer und stärker abgebremst. Sie merken demnach nicht bloß, dass da noch jemand ist, sondern üben sich bereits jetzt in erstem Sozialverhalten und Kommunikation.

Ist Fliegen eigentlich ok?

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Absolut – wenn die Schwangerschaft problemlos verläuft. Für die meisten Frauen ist das zweite Trimester der beste Zeitraum, um noch einmal Urlaub zu machen. Wer dienstlich viel fliegt, muss sich aber auch keine Gedanken machen: Die Sorge, dass die erhöhte Strahlung oder der niedrige Sauerstoffgehalt der Kabinenluft dem Baby schadet, gilt als überholt beziehungsweise betrifft nur Frauen, die mehr als 120 000 Flugkilometer im Jahr zurücklegen – das ist auch der Grund dafür, dass Stewardessen Beschäftigungsverbot erhalten, sobald sie schwanger sind. Einzelne Flüge sind demnach wirklich nicht bedenklich, höchstwahrscheinlich bekommt das Baby gar nichts davon mit: Studien zufolge schlägt das Herz sowohl bei Start und Landung als auch bei Turbulenzen in der Luft ebenso schnell wie unten am Boden. Viele Fluggesellschaften nehmen Schwangere übrigens nach der 27. Woche nur noch mit Attest über den problemlosen Schwangerschaftsverlauf mit, ab der 36. Woche teils gar nicht mehr.

Wie realistisch sind 3D- und 4D-Ultraschall-Aufnahmen?

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Bis vor wenigen Jahren gab’s bei den Ultraschalluntersuchungen bloß das typisch krisselige Schwarz-Weiß-Bild mit zweidimensionaler Darstellung des Babys. Beim 3D-Ultraschall werden die Daten zum dreidimensionalen Volumen zusammengesetzt. Inzwischen bieten viele Frauenarztpraxen auch den 4D-Ultraschall an – man könnte ihn auch als Live-3D-Ultraschall bezeichnen, denn bei der 4D-Variante handelt es sich um dreidimensionale Bilder unter Echtzeitbedingungen: Es werden nicht nur statische 3D-Aufnahmen gezeigt, sondern bewegte Sequenzen, die einem Video ähneln. Hier können sogar Gestik und Mimik des Kindes festgehalten werden.

Welche Sexstellungen sind in der Schwangerschaft gut?

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Je »schwangerer« die Frau, desto wichtiger ist es, dass der Bauch beim Sex nicht belastet wird. Drei Stellungen, die die Kugel schützen:

1.) Das Löffelchen, im Kamasutra-Jargon auch »der bestürzte Engel« genannt: Beide liegen auf der Seite, ER (ackernd) hinten, SIE (entspannt) vorn.

2.) Klassische Reiterstellung. ER liegt auf dem Rücken, SIE sitzt mit gespreizten Schenkeln auf ihm, gibt den Ton an und bestimmt die Intensität der Penetration.

3.) Umgedrehte Reiterstellung auf (stabilem!) Stuhl. ER sitzt breitbeinig, lehnt sich an – SIE macht es sich (ihm den Rücken zugekehrt) auf seinem Schoß bequem, bewegt sich auf und ab.

Wieso mache ich mir sprichwörtlich vor Lachen in die Hose?!

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Weil der Fötus auf die Blase drückt – und der Beckenboden nicht nur beim Lachen, sondern auch beim Niesen oder Husten schon mal ein paar Tröpfchen Pipi durchgehen lässt. Umso wichtiger: Jetzt schon mit dem Beckenbodentraining starten!

Ich bin vergesslicher als meine Urgroßmutter. Was ist da los?

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Was häufig unter dem Begriff »Schwangerschaftsdemenz« belächelt wird, lässt sich tatsächlich medizinisch erklären – und zwar so: Unsere Gehirnzellen benötigen als »Nahrung« ausreichend Omega-3-Fettsäuren, um anständig funktionieren zu können. Da das Baby exakt diese Fettsäuren ebenfalls benötigt (zum Beispiel für die optimale Entwicklung der Nerven- und Gehirnzellen sowie der Sehfähigkeit), zapft es gern mal den Vorrat seiner Mama an – und die wird plötzlich vergesslich oder leidet unter Konzentrationsstörungen.

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