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Eustress vs. Distress: Diese Form von Stress ist gesund und macht dich zu einem besseren Menschen

ELLE-LogoELLE 19.08.2019 Anna-Lena Koopmann
Eustress © iStock Eustress

Wenn von Stress die Rede ist, denkt man grundsätzlich sofort an alles, was kräftezehrend ist und nervt: Überstunden, die Steuererklärung, Ärger mit der Hausverwaltung, Zukunftsängste… Doch aus medizinischer Sicht ist Stress gar nicht immer etwas Negatives. Es gibt sogar eine ganz besondere Art, die gut und wohltuend ist und einen entscheidenden Einfluss auf deinen Körper, deine Gesundheit und dein Selbstbewusstsein hat.

Stress-Arten: Eustress vs. Distress

Alle inneren oder äußeren Reize, die Stress auslösen, werden Stressoren oder Stressfaktoren genannt. Nach der Lehre des Mediziners und Hormonforschers Hans Selye, der auch den Spitznamen „Vater der Stressforschung“ erhalten hat, unterscheidet man Stress jedoch in zwei verschiedene Arten: Als Distress bezeichnet man negativen Stress, der als überfordernd, unangenehm und bedrohlich empfunden wird. Dieser ist erschöpfend und lähmt uns in unserem Verhalten.

Eustress beschreibt hingegen den für den Körper positiven Stress. Die griechische Vorsilbe „Eu“ bedeutet dabei soviel wie „wohl, gut“.

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Eustress ist guter Stress

Eustress ist per Definition somit guter und gesunder Stress. Aber warum genau? Als Eustress bezeichnet man die Situationen, die immer nur für einen vorübergehenden Zeitraum für Anspannung sorgen. Etwa Lampenfieber, Aufregung vor einem Date oder einem Bewerbungsgespräch, Anspannung vor einem sportlichen Wettkampf oder Nervosität vor einer Hochzeit. Diese Momente fordern uns emotional zwar ziemlich heraus, wir wissen aber grundsätzlich, was wir zu tun haben. Und: Überstehen wir diesen kurzzeitigen Stress, werden wir mit Glücksgefühlen belohnt.

Gesunder Stress: Darum ist Eustress wichtig

Eustress beflügelt uns sozusagen. Er ist wichtig, weil er uns motiviert und fordert, gute Leistungen zu bringen und Herausforderungen zu meistern. Der Mensch braucht diesen positiven Stress, um produktiv zu sein. Er beeinflusst den Organismus sogar absolut positiv, denn nur, wenn wir immer wieder neu an unsere Grenzen gebracht werden, bleiben wir aufmerksam und können unsere maximale Leistungsfähigkeit abrufen.

Die Stresshormone sorgen also dafür, dass du bei kommenden Aufgaben zukünftig nicht so schnell aufgibst, Ziele besser verfolgst und leistungsfähiger wirst. Die Belohnung für die Bewältigung von Eustress folgt zudem sehr zeitnah in Form von optimistischen Gefühlen, einem Glücksrausch und der Erkenntnis, wie stark du bist. Eustress ist somit auch ein enormer Booster für das Selbstvertrauen.

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