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Gefährliche Fehldiagnose: Ärzte halten 2-Jährigen für zu dick

BUNTE.de-Logo BUNTE.de 30.11.2022 BUNTE.de Redaktion
Gefährliche Fehldiagnose - Ärzte halten 2-Jährigen für zu dick – Grund ist jedoch eine lebensgefährliche Erkrankung © TikTok / morgans_army_ Gefährliche Fehldiagnose - Ärzte halten 2-Jährigen für zu dick – Grund ist jedoch eine lebensgefährliche Erkrankung

Natalie Ridler (32), Physiotherapeutin aus Swansea in Wales, musste viele Hürden nehmen, bis ihr Sohn Morgan angemessen behandelt wurde. Es grenzt an einen Skandal, dass die Symptome des Kleinkinds zunächst als Übergewicht abgetan wurden.

Morgans Leben war in Gefahr

"Wir dachten, wir würden unseren Sohn verlieren, weil es so lange gedauert hatte, bis die Diagnose gestellt wurde", zitiert "nypost.com" die zweifache Mutter. Im April 2021 hatte Morgan schnell zugenommen, eine übermäßige Körperbehaarung und Verhaltensprobleme entwickelt – dennoch stellten die Ärzte nur fest, Natalie würde das Kind überfüttern. Monatelang gab sie sich nicht zufrieden, ging von Arzt zu Arzt und drängte auf weitere Tests.

Schockdiagnose Krebs

Im Oktober 2021 wurde schließlich die Ursache für Morgans Probleme gefunden. Er hatte ein Nebennierenrindenkarzinom. Diese bei Kindern extrem seltene Krebsart – nur ein Kind von einer Million ist betroffen – bedeutete auch die erschütternd geringe Überlebenschance von lediglich zehn Prozent.

Niemand hatte damit gerechnet

Morgans Eltern waren von einer hormonellen Störung ausgegangen. Bei der OP zeigte sich dann, dass der Tumor sich auch auf seine Lungen ausgebreitet hatte. Die großen Mengen an Cortisol und Testosteron, die dadurch im Körper des Kindes waren, hatten die ungewöhnlichen Symptome ausgelöst.

Starke Nebenwirkungen der Chemotherapie

Natalie beschrieb, wie schwer es war, den Sohn durch die Chemo leiden zu sehen. Er sei sehr verletzlich gewesen, musste oft im Bett liegen, entwickelte sogar zusätzlich eine Meningitis und wurde in seiner Entwicklung zurückgeworfen. "Er hat die Geburtstagsfeiern von Freunden und ein Jahr Vorschule verpasst. Es bedeutete auch, dass ich oft lange Zeit von meiner sehr kleinen Tochter getrennt war. Sie war fünf Monate alt, als Morgans Diagnose gestellt wurde", so die verzweifelte Mutter. Morgans Vater Mathew (32) hatte wegen der beängstigenden Realität in seiner Familie eine posttraumatische Belastungsstörung entwickelt. 

Fürs Erste hat Morgan den Krebs besiegt, aber die Angst vor einem Rückfall bleibt und wird wohl nie ganz verschwinden.

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