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Gelnägel und Shellac können gesundheitsschädlich sein

STYLEBOOK-Logo STYLEBOOK 14.03.2019 Laura Pomer
Maniküre © Getty Images Maniküre

Manikürte Nägel gehören für viele Frauen fest zur regelmäßigen Kosmetik-Routine. Was aber wohl wenigen bekannt sein dürfte: Dauerhafte Nageldesign-Methoden wie Gel, Acryl oder Shellac können Hautkrebs verursachen.

Bei UV-Lack – bekannt unter dem Markennamen Shellac – handelt es sich um eine Mischung aus Nagellack und einem speziellen Gel, welches in mehreren, hauchdünnen Schichten aufgetragen und mit einer UV-Lampe fixiert wird. Nur mit einer speziellen, acetonhaltigen Tinktur lässt sich der Lack dann wieder lösen, andernfalls hält er bis zu drei Wochen. Klassische Gelnägel funktionieren ähnlich. Allerdings wird hier der natürliche Nagel vorher etwas abgefeilt. Das Ergebnis wirkt hierbei weniger natürlich, da das Material etwas dicker ist als das Shellac-Gemisch. Weitläufig bekannt ist, dass Gelnägel „nicht atmen“ und dadurch brüchig werden können. Es sollen aber noch schlimmere Folgen drohen.

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Experten warnen vor Shellac und Gelnägeln

Schon 2017 warnten Forscher des Medical College Georgia und des Georgia Regents Health System, dass UV-Lampen im Verdacht stehen, Hautkrebs zu verursachen. Grund sind die ultravioletten Strahlen, denen die Nägel beim Anbringen über Minuten hinweg ausgesetzt sind. Im Fachblatt „Journal of the American Medical Association of Dermatology (JAMA)“ werden verschiedene Fallbeispiele angeführt, die die Erkenntnisse belegen.

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Generell ist die Krebsgefahr durch UV-Strahlung nicht neu, im Zusammenhang mit Kosmetikbehandlungen jedoch für einige zumindest überraschend. Um ihr entgegenzuwirken, raten viele Mediziner dazu, die Nägel zumindest mit UV-Schutz auf die Prozedur vorzubereiten.

© Getty Images

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Hautkrebs-Gefahr durch Gelnägel

Schon alleine wegen der Gefahr von Nagelbettentzündungen und Pilz rät Dermatologe Dr. Timm Golüke von Gelnägeln und Shellac ab: „Die Nagelhaut kann nicht sauber gehalten werden und die ‚Gel-Haube‘ stellt eine ideale Brutstelle für Keime da.“ Noch schwerer wiegt das Hautkrebsrisiko durch ultraviolette Strahlung. Und das ist bei Fans von Shellac besonders tückisch: „Gerade bei Frauen, die stets Gelnägel tragen, kann ein etwaiger Tumor schlimmstenfalls über Jahre hinweg unentdeckt bleiben“, warnt Dr. Golüke. Er wäre schließlich unter der permanenten, ggf. farbig-deckenden Lackschicht versteckt. Insbesondere an den Fußnägeln würden bedenkliche Stellen oft mit blauen Flecken verwechselt werden, erklärt der Dermatologe.

Nein zu Gelnägel?

Die Nägel mit Gel überziehen zu lassen, verhindert vielleicht das Nägelkauen, verschönert die Hände im besten Fall für mehrere Wochen und ist vergleichsweise günstig. Allerdings ist der Preis, den frau dafür im schlimmsten Fall zahlen muss, ungleich viel höher. Und eine regelmäßige DIY-Maniküre sowieso mindestens genauso schön.

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