Sie verwenden eine veraltete Browserversion. Bitte verwenden Sie eine unterstütze Versiondamit Sie MSN optimal nutzen können.

Gesundheitsvorsorge für Babys: So unterstützen Sie die Gesundheit Ihres Kindes nach der Geburt

bbx.de-Logobbx.de 29.10.2020 Thomas Schulz
Zur gesunden Entwicklung des Babys können Eltern einen großen Teil beitragen. © Sabine / stock.adobe.com Zur gesunden Entwicklung des Babys können Eltern einen großen Teil beitragen.

Schon vor der Schwangerschaft beginnt die Verantwortung der Eltern für die Gesundheit des Kindes. Denn je gesünder die Mutter ist, desto bessere Startvoraussetzungen hat auch das Kind.

Selbiges gilt natürlich während der Schwangerschaft. Was die Mutter isst, ob sie raucht, welche Medikamente sie einnimmt, wie viel Stress sie hat – all das und viele weitere Faktoren wirken sich bereits im Mutterleib unmittelbar auf die Gesundheit des Kindes aus.

Doch mit der Geburt des Kindes wird diese Verantwortung nicht abgegeben. Im Gegenteil: Auch anschließend können und sollten die Eltern verschiedene Vorsorgemaßnahmen ergreifen, um die Gesundheit ihres Kindes zu bewahren und zu fördern. Um ihrer Verantwortung als Eltern gerecht zu werden, gehören daher folgende Punkte auf die „To-Do-Liste“:

Gesundheits-Check direkt nach der Geburt

Direkt nach der Geburt wird ein umfassender Gesundheitscheck des Babys durchgeführt. In der Regel geschieht das im Krankenhaus durch die Ärzte sowie das Pflegepersonal vor Ort. Hierin enthalten sind verschiedene Untersuchungen wie die Messung der Körpergröße, des Gewichts und des Kopfumfangs.

Auch ein sogenannter APGAR-Test wird durchgeführt. Dabei handelt es sich um eine Untersuchung nach Punktesystem von

  • Aussehen (Hautdurchblutung)
  • Puls (Herzfrequenz)
  • Grundtonus (Muskelspannung)
  • Atmung
  • Reflexe

Es handelt sich sozusagen um eine schnelle Ersteinschätzung der Gesundheit des Kindes, um zu prüfen, wie gut es den Geburtsstress überstanden hat, denn die Geburt gilt als die gefährlichste Phase im noch jungen Leben eines Menschen.

All diese Untersuchungen werden gemäß des Punktesystems bewertet und ergeben den APGAR-Score. Sie werden dreimal durchgeführt, je eine Minute, fünf und zehn Minuten nach der Geburt. Dadurch lassen sich eventuelle Notfälle schnell erkennen, um diese noch im Geburtssaal zu behandeln.

Ergeben sich bei diesen oder den folgenden Untersuchungen auffällige Ergebnisse, kann eine weitere Abklärung durch Folgeuntersuchungen notwendig sein. Wichtig ist, dass die Eltern hierbei den Ärzten vertrauen und ihnen ermöglichen, diese Untersuchungen durchzuführen. Nur so kann sichergestellt werden, dass keine Krankheiten unentdeckt bleiben, welche die Lebensqualität des Kindes beeinträchtigen oder sogar sein Leben gefährden könnten.

Einen Sonderfall stellt eine Geburt dar, die nicht im Krankenhaus stattfindet. Hier ist das Personal, um entsprechende Untersuchungen durchzuführen, nicht immer vor Ort. Es obliegt dann der Verantwortung der Eltern, diesen Gesundheitscheck direkt nach der Geburt durch eine qualifizierte Person dennoch sicherzustellen. Dabei nimmt in der Regel die Hebamme oder ein eventuell anwesender Arzt die APGAR-Tests vor.

Die anschließenden Untersuchungen finden in einer Kinderarztpraxis statt. Sollte es während oder nach der Geburt zu Komplikationen bis hin zu einem Notfall kommen, ist eine Verlegung ins Krankenhaus für Mutter und Kind unumgänglich.

Zudem haben die Eltern in den ersten Tagen nach der Geburt – aber auch darüber hinaus – immer die Aufgabe, ihr Kind sorgfältig zu beobachten und kennenzulernen, um eventuelle Veränderungen am Körper oder Verhalten frühzeitig erkennen sowie richtig einschätzen zu können. So merken Mutter oder Vater meist schnell, wenn mit dem Kind etwas nicht stimmt und es bei einem Arzt vorstellig werden muss.

Zudem sollten sie lernen, die Schwere einer Krankheit, beispielsweise eines Hustens, realistisch einzuschätzen. Im Zweifelsfall lautet die Devise aber: Besser einmal zu oft zum Arzt gehen als einmal zu selten.

 

Die Krankenversicherung für das Baby

Die Frage der Krankenversicherung für das Kind sollte natürlich schon vor der Geburt geklärt sein. Schließlich kann diese früher eintreten als gedacht und es ist wichtig, dass das Baby vom ersten Tag an krankenversichert ist.

Wieso? Einerseits handelt es sich schlichtweg um eine Pflichtversicherung, die gesetzlich vorgeschrieben ist – auch für ein Baby. Andererseits findet (normalerweise) keine Gesundheitsprüfung statt, wenn das Kind noch nicht geboren wurde. Dementsprechend müssen die Eltern auch keine Ablehnung ihres Antrags, einen Risikozuschlag oder andere Nachteile befürchten, falls es mit einer schweren Krankheit auf die Welt kommen sollte.

Zudem sind bei einem rechtzeitigen Antrag keine Wartezeiten zu befürchten, sodass der Versicherungsschutz direkt bei der Geburt des Kindes greift. Zwar ist die Versicherung auch mit einer Frist von zwei Monaten rückwirkend möglich, dann müssen die Eltern aber eventuell die Kosten vorstrecken – und das kann durchaus teuer werden.

Für die Krankenversicherung des Kindes müssen die Eltern erst einmal eine wichtige Grundsatzentscheidung treffen, und zwar: gesetzliche (GKV) oder private Krankenversicherung (PKV)? Allerdings stellt sich diese Frage nur, wenn die Eltern unterschiedlich versichert sind. Der Versicherungsstatus des Kindes richtet sich also nach jenem der Elternteile.

  • Dies bedeutet, dass das Kind ebenfalls gesetzlich krankenversichert wird, wenn die Eltern in der GKV sind. Es kann dann sogar beitragsfrei in den Familientarif aufgenommen werden.
  • Etwas komplizierter ist die Sache bei der PKV, denn hier muss das Kind extra versichert werden, sprich es erhält einen eigenen Tarif, der dementsprechend auch zusätzlich kostet.
  • Ist hingegen ein Elternteil gesetzlich versichert und der andere nicht, sondern zum Beispiel in der privaten Krankenversicherung, kann das Kind nur unter gewissen Voraussetzungen ebenfalls beitragsfrei über die GKV versichert werden. Die PKV kann dann dennoch die sinnvollere Wahl darstellen, da sie gewisse Vorzüge mit sich bringt.

Schlussendlich muss sich also jeder selbst informieren, welche Möglichkeiten für die Krankenversicherung des Kindes zur Verfügung stehen und welche im individuellen Fall die beste Entscheidung ist. Hierbei sind auch Fragen relevant, wie:

  • Welche Leistungen bietet die Versicherung?
  • Wie lange gilt der Versicherungsschutz?
  • Welche Kosten fallen (unter Umständen) an?
  • Welche steuerlichen Vorteile sind möglich?

Da die Eltern aber kurz vor sowie nach der Geburt meistens viele andere Dinge im Kopf haben und die Geburt natürlich auch früher geschehen kann als gedacht, ist eine solche Recherche bereits zu Beginn der Schwangerschaft sinnvoll. So können zugleich die Fristen gewahrt werden, damit das Kind von der Geburt an versichert ist.


Video: Quarantäne: Das muss beachtet werden (inFranken.de)

Video wiedergeben
 

Muttermilch für die Gesundheit des Babys

Das Kind zu stillen, ist eine wertvolle Entscheidung für seine Gesundheit. Denn über die Muttermilch nimmt das Baby alle wichtigen Nährstoffe auf, die es für eine gesunde Entwicklung braucht. Außerdem unterstützt sie die Darmflora und das Immunsystem.

Experten sprechen vom sogenannten „Nestschutz“, wenn es um das Stillen nach der Geburt geht. Dieser Begriff bezeichnet eine Immunität gegen Infektionskrankheiten, die von der Mutter auf das Neugeborene übergeht, indem die Muttermilch entsprechende Antikörper sowie Defensine beinhaltet. Das Baby erhält dadurch eine passive Immunisierung.

Doch die Gesundheit wird nicht nur während der Stillzeit gefördert, sondern das Baby profitiert auch langfristig von dieser Entscheidung. So sinkt durch das Stillen beispielsweise das Risiko einer Diabetes oder von verschiedenen Krebsarten, ebenso wie von weiteren schweren bis tödlichen Krankheiten.

Mindestens sechs Monate voll zu stillen, ist in jedem Fall sinnvoll – jedoch nicht immer möglich. Probleme mit dem Stillen sind nach der Geburt alles andere als ungewöhnlich. Mit professioneller Hilfe und etwas Durchhaltevermögen klappt es in vielen Fällen aber trotzdem nach einiger Zeit.

Sollte dennoch kein ausschließliches Stillen möglich sein, so kann es zumindest als Zusatz dienen, damit das Kind von den Vorteilen der Muttermilch profitieren kann. Neben den gesundheitlichen Aspekten bringt das Stillen zudem Vorzüge wie eine Kostenersparnis oder eine engere Bindung zwischen Mutter und Kind mit sich.

Stillt die Mutter ganz oder teilweise, muss sie natürlich auf eine gesunde Ernährung achten. Schließlich entscheidet das, was sie zu sich nimmt, über die Qualität der Muttermilch. Empfohlen werden dabei folgende Nahrungsmittel:

  • ausreichend (pflanzliche) Proteine
  • Hülsenfrüchte
  • Lebensmittel mit hohem Gehalt an Eisen, B-Vitaminen, Jod und Zink
  • pflanzliche Öle
  • tierische Produkte in Maßen
  • viel frisches Obst und Gemüse
  • Vollkornprodukte

Schlussendlich muss jede Mutter selbst abwägen, ob sie ihr Kind stillen möchte, in welchem Umfang und wie lange. Wer hingegen nicht stillen kann, dem wird diese Entscheidung abgenommen. Ist eine Zufütterung notwendig oder erwünscht, haben die Eltern auch diesbezüglich eine gewisse Verantwortung. Denn eine hochwertige Säuglingsnahrung ist essentiell für eine gesunde Entwicklung des Kindes.

Zudem ist es wichtig, dass das Baby erst zwischen dem fünften und dem siebten Lebensmonat andere Nahrungsmittel wie einen Brei erhält. Auch dann sind natürlich gesunde sowie hochwertige Lebensmittel essentiell. Zudem sollte es nur langsam, also nach und nach mit neuen Nahrungsmitteln in Berührung kommen, um das Verdauungssystem zu schonen und eventuelle Allergien oder Unverträglichkeiten zu erkennen.

 

Erste-Hilfe-Kurs für Eltern

Notfälle lassen sich niemals zu 100 Prozent ausschließen. Das gilt während der Geburt, danach oder auch im Laufe der Kindheit. Eltern sollten daher auf alle Eventualitäten vorbereitet sein – natürlich in der Hoffnung, dieses Wissen niemals tatsächlich zu brauchen.

Wer also ein Kind erwartet (oder dieses erst plant) sollte einen Erste-Hilfe-Kurs für Eltern belegen. Darin werden die Grundlagen vermittelt, wie ein Notfall beim Baby oder Kleinkind erkannt und richtig gehandelt werden kann. Oft kommt es dann nämlich auf wenige Sekunden oder Minuten an, sodass eine Erste Hilfe schon notwendig ist, bevor der Notarzt eintritt. Ein solcher Kurs kann schlimmere Folgen, vielleicht sogar den Tod des Kindes verhindern.

Es handelt sich also um ein Thema, das Eltern nicht auf die leichte Schulter nehmen sollten. Natürlich setzt sich niemand gerne mit dem Gedanken auseinander, dem Kind könnte etwas Schlimmes passieren.

Doch ein Erste-Hilfe-Kurs gibt dann zumindest ein beruhigendes Gefühl, für Notfälle gut gerüstet zu sein. Er kann daher nicht früh genug belegt werden und sollte in regelmäßigen Abständen wiederholt werden, um das erworbene Wissen aufzufrischen.

Weiterhin ist es als Elternteil wichtig, stets alle Notfallrufnummern zur Hand zu haben, beispielsweise auf einem Zettel in der Küche und zusätzlich im Smartphone eingespeichert. Dazu gehören unterschiedliche Anlaufstellen:

  • der allgemeine Notruf
  • die Nummer des Giftinformationszentrums
  • die Nummer des Kinderarztes oder eventueller Fachärzte, wenn das Kind beispielsweise unter Asthma leidet

Sollte das Kind im Fall der Fälle auf Medikamente, ein Notfallset oder andere „Hilfsmittel“ angewiesen sein, müssen diese natürlich ebenfalls stets griffbereit sein.

 

Vorsorgeuntersuchungen nach der Geburt

Neben dem Gesundheitscheck direkt nach der Geburt, wie er bereits geschildert wurde, fallen in den ersten Lebensjahren des Kindes auch zahlreiche weitere routinemäßige Vorsorgeuntersuchungen an. Diese sind durchnummeriert als U‑Untersuchungen von U1 bis U9. Verantwortungsvolle Eltern müssen diese natürlich fristgerecht wahrnehmen:

  • Die U1 ist die Neugeborenen-Erstuntersuchung, die direkt nach der Geburt stattfindet. Hierbei werden alle lebenswichtigen Funktionen untersucht.
  • Die U2 ist die ärztliche Grunduntersuchung zwischen dem dritten und zehnten Lebenstag des Kindes. Hierbei sieht sich der Arzt das Baby von Kopf bis Fuß genauer an und nimmt, falls noch nicht erfolgt, die wichtigsten Blutuntersuchungen sowie eine Höruntersuchung vor. Häufig findet die U2 noch in der Entbindungsklinik statt.
  • Die U3 findet in der vierten bis fünften Lebenswoche des Kindes statt, meistens in einer kinderärztlichen Praxis. Im Fokus steht hierbei vor allem die Entwicklung. Zu diesem Zeitpunkt sollte beispielsweise der Greif- und Saugreflex bestehen und das Kind sollte seinen Kopf in Richtung einer Geräuschquelle wenden. Darüber hinaus erfolgt eine umfassende körperliche Untersuchung, bei der zum Beispiel die Hüfte überprüft wird.
  • Die U4 wird im dritten bis vierten Lebensmonat durchgeführt. Auch sie soll sicherstellen, dass die körperliche sowie geistige Entwicklung des Kindes altersentsprechend ist.
  • Die U5 muss im sechsten bis siebten Lebensmonat des Babys stattfinden. Da es sich in dieser Phase körperlich stark weiterentwickelt, stehen eher körperliche als geistige Merkmale im Fokus, um eine gesunde Entwicklung zu sichern. Zudem hat das Kind eventuell bereits erste Breimahlzeiten erhalten, sodass potenzielle Probleme bei der Ernährungsumstellung besprochen werden können.
  • Die U6 ist im zehnten bis zwölften Lebensmonat datiert. Das Kind ist nun kein Baby mehr, sondern hat seinen Bewegungsraum deutlich ausgedehnt und entwickelt stetig neue Fähigkeiten. Der Arzt überprüft daher im Rahmen der Untersuchung die altersgerechte sowie gesunde Entwicklung, auch körperlich, aber vor allem geistig.
  • Die U7 findet fast ein Jahr später, zwischen dem 21. und dem 24. Lebensmonat statt. Auch hierbei werden die körperliche sowie geistige Entwicklung durch den Kinderarzt überprüft. Zum dritten Geburtstag folgt derselbe Prozess im Rahmen der U7a.
  • Die U8 zwischen dem 46. und 48. Monat enthält eine umfassende Untersuchung auf einer körperlichen sowie geistigen Ebene. Auch das Sozialverhalten des Kindes steht hierbei im Fokus.
    • Die U9 als letzte der U-Untersuchungen schließt den Prozess zwischen dem 60. und 64. Lebensmonat ab, also um den fünften Geburtstag beziehungsweise kurz danach. Im Mittelpunkt steht für den Arzt hierbei die Sprachentwicklung des Kindes. Natürlich findet aber auch eine körperliche sowie geistige Untersuchung statt, um festzustellen, ob das Kind gesund und bereit für den Schuleintritt ist.

    Anschließend obliegt es der Verantwortung der Eltern, ihr Kind regemäßig untersuchen zu lassen und bei Auffälligkeiten einen Arzt aufzusuchen. Zudem müssen sie mit dem Baby oder Kleinkind natürlich auch zusätzlich zu den U-Untersuchungen zum Arzt gehen, wenn etwas nicht stimmt, wenn Fragen aufkommen, eine Impfung notwendig ist oder es einen anderen Anlass gibt.

    Die Gesundheit des Kindes sollte somit stets oberste Priorität haben und es gibt keinen Grund zum Schämen, wenn den Eltern beispielsweise eine Entwicklungsverzögerung auffällt. Umso wichtiger ist es dann, diese Beobachtung bei den U-Terminen zu schildern.

     

    Impfempfehlungen für Babys und Kinder

    Mit den Impfungen ist ein weiteres wichtiges Stichwort gefallen. Zwar gibt es Impfgegner, dennoch müssen alle Eltern laut Masernschutzgesetzt, das am 01. März 2020 in Kraft getreten ist, ihr Kind zumindest gegen Masern impfen lassen. Ein entsprechender Nachweis wird beispielsweise beim Eintritt in den Kindergarten oder in die Schule gefordert.

    Einige Kindertagesstätten oder ähnliche Einrichtungen setzen zudem eine Impfung gemäß der offiziellen Empfehlungen voraus. Diese offiziellen Empfehlungen regeln, wann ein Kind geimpft werden sollte und wogegen. Enthalten sind zum Beispiel Impfungen gegen:

    • Diphterie
    • Hepatitis B
    • Mumps
    • Rotaviren
    • Röteln
    • Tetanus

    Was auf den ersten Blick viel klingt, ist ein wichtiger Infektionsschutz für das Kind und somit eine essentielle Gesundheitsprävention. Zudem werden die Impfungen über viele Jahre verteilt verabreicht, sodass der Körper ausreichend Zeit hat, um diese entsprechend zu verarbeiten.

    Schlussendlich muss in der Impfdebatte jeder selbst entscheiden, inwiefern die empfohlenen Impfungen durchgeführt werden. Den Eltern sollte ihre Verantwortung allerdings bewusst sein, denn die Krankheiten, vor denen Impfungen schützen, können für das Kind schwerste Folgen haben oder sogar tödlich enden.

    Hier gilt es daher, sich ausgiebig zu informieren und mit dem Kinderarzt des Vertrauens Rücksprache zu halten, anstatt sich auf Halbwahrheiten oder Falschbehauptungen zu verlassen, wie sie im Internet sowie in der Gesellschaft immer mehr kursieren. Richtig zu recherchieren und Quellen zu überprüfen, ist somit ebenfalls eine wichtige Verantwortung aller Mütter und Väter.

     

    Das gehört in die Hausapotheke

    Abschließend noch eine kurze Checkliste für die Hausapotheke. Denn gewisse Medikamente sowie Verbandsmaterialien sollten in keinem Haushalt (mit Kindern) fehlen. So können kleinere Verletzungen wie Schürfwunden oder Symptome wie Bauchschmerzen schnell behandelt werden. Manchmal reicht das bereits aus, in anderen Fällen dienen solche Maßnahmen nur der Überbrückung bis zu einer ärztlichen Behandlung.

    Wichtig ist zudem natürlich, dem Baby niemals Medikamente ohne ärztliche Rücksprache zu verabreichen. Denn nicht alle Mittel sind für Säuglinge oder Kleinkinder ungefährlich – und selbst wenn, so bedürfen sie einer sensiblen Dosierung. Mit diesem Wissen im Hinterkopf sollte die Hausapotheke wie folgt ausgestattet werden:

    • Brandwundauflage
    • Desinfektionsmittel
    • Dreieckstuch
    • Einmalhandschuhe
    • Fiebermedikamente (Zäpfchen oder Saft)
    • Fieberthermometer
    • Mullbinden
    • Nasentropfen (abschwellend)
    • Pflaster in verschiedenen Größen
    • sterile Kompressen
    • Taschenlampe
    • Tee (verschiedene Sorten)
    • Wärmflasche
    • Wund- und Heilsalbe

    Hat das Baby hin und wieder spezielle Beschwerden wie Bauchschmerzen oder einen wunden Po kann die Hausapotheke individuell ergänzt werden. Wichtig ist, dass all diese Medikamente kinder- oder säuglingsgeeignet sind.

    Fazit

    Eltern tragen somit eine große Verantwortung für die Gesundheit ihres Kindes, sowohl vor als auch nach der Geburt. Wenn sie dieser Verantwortung gerecht werden, können sie viele Krankheiten präventiv verhindern und ihrem Nachwuchs somit eine hohe Lebensqualität bieten.

    Zudem lässt sich sicherstellen, dass eventuelle Erkrankungen, Entwicklungsverzögerungen oder andere Probleme frühzeitig erkannt und richtig behandelt werden. Eine Verantwortung tragen die Eltern außerdem für die geistige Entwicklung des Kindes, was zum Beispiel bedeutet, seinen Medienkonsum zu überprüfen. Es handelt sich also um eine komplexe Aufgabe, die mit der Geburt eines Kindes an die Mütter und Väter gestellt wird – aber um eine Aufgabe, die Eltern gewiss gerne erfüllen.

| Anzeige
| Anzeige

Mehr von bbx.de

| Anzeige
image beaconimage beaconimage beacon