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Hautkrankheiten: Das hilft gegen die 8 häufigsten Hautprobleme

Women’s Health-Logo Women’s Health 17.11.2018
© Cookie Studio / Shutterstock.com

Ihre Haut juckt oft oder ist gerötet? Pickel sprießen? Dann sollten Sie diese Tipps gegen die 8 häufigsten Hautkrankheiten kennen

Es ist ein Geschenk, sich "wohl in der eigenen Haut" zu fühlen. Zum einen im übertragenen Sinne, weil das bedeutet, dass Sie sich rundum gut fühlen. Zum anderen gilt das aber auch im wörtlichen Sinne. Eine gesunde Haut strahlt Gesundheit und Wohlbefinden aus. An der Haut lässt sich tatsächlich erkennen, wie es Ihnen geht, gesundheitliche Probleme zeigen sich an der Oberfläche.

Nicht nur aufgrund dieser Sichtbarkeit können Hautkrankheiten und -probleme ziemlich belastend für die Betroffenen sein. "Menschen mit einer Hautkrankheit leiden oft sehr unter dem Stigma, das damit verbunden wird", erklärt die Hautärztin Tatiana von Bayern von der Dermatologie im Schlosspalais in München. Deshalb ist es wichtig, dass Sie wissen, zu welchen Hautproblemen Sie neigen und was Sie dagegen tun können. Wir zeigen Ihnen hier, welche 8 Hautkrankheiten Sie kennen sollten und wie Sie sie vermeiden.

Die 8 häufigsten Hautkrankheiten:

  • Akne
  • Neurodermitis
  • Periorale Dermatitis
  • Rosacea
  • Melanome/Schwarzer Hautkrebs
  • Fuß- und Nagelpilz
  • Schuppenflechte
  • Feigwarzen

Warum bekommt man eine Hautkrankheit?

Jede Haut ist anders. Je nach Hauttyp, persönlichen Gewohnheiten oder Lebensumständen ist Ihre Haut anfälliger für bestimmte Hautkrankheiten. Entweder ist die Ursache genetisch oder das Hautbild verändert sich, wenn sich irgendetwas anderes im Leben ändert, seien es die Jahreszeiten, die Hormone, die Ernährung oder auch Stress.

Aber auch falsche Pflegeroutinen oder eine ungesunde Ernährung können Ihrer Haut zu schaffen machen. Je nachdem, was für eine genetische Veranlagung Sie haben, zeigt Ihre Haut dann eine Überreaktion und Sie bekommen zum Beispiel Pickel oder juckende Stellen am Körper.

Welche Hautkrankheiten gibt es?

"Die meisten Hautkrankheiten sind Schübe eines chronischen, genetisch veranlagten Hautproblems", erklärt die Dermatologin Eva Bachmeier von der Dermatologie am Sendlinger Tor in München. "Ansteckende Hautkrankheiten sind dagegen eher selten." Laut beiden Hautärztinnen kommen diese 8 Hautkrankheiten am häufigsten vor:

1. Akne

"Unter unseren jungen Patientinnen leiden die meisten an einer Akne", erklärt die Hautärztin. Bei dieser durch Veranlagung verursachten Hautkrankheit kann der Talg in der Haut nicht richtig durch die Poren abfließen, weil diese verstopft oder verhornt sind. Das führt zu den rötlichen Entzündungen und eitrigen Pickeln, die im Gesicht nur schwer zu verstecken sind. Das auffällige Hautbild kann für die Betroffenen sehr belastend sein.

So erkennen Sie Akne:Schon im Teenager-Alter haben Sie auf dem Schulhof gesehen, wie Akne aussieht: rote Flecken im Gesicht, eitrige Pickel und unreine Haut. Das ist nicht nur schmerzhaft, sondern kann auch zu Narben führen, die Sie kaum noch wegbekommen.

Das können Sie gegen Akne tun: Waschen Sie Ihr Gesicht regelmäßig mit einer Waschlotion mit niedrigem pH-Wert und peelen Sie sich regelmäßig, etwa mit einem Fruchtsäurepeeling. Dann werden die Poren gereinigt und Bakterien, die Entzündungen hervorrufen können, fühlen sich auf Ihrer Haut nicht mehr wohl. "Die Rötungen können außerdem mit einem Laser behandelt und unauffälliger gemacht werden", erklärt von Bayern. Wenn Sie als Erwachsene unter Akne leiden, sollten Sie Ihre Sexualhormone checken lassen, die beeinflussen die Talgproduktion, und ein Ungleichgewicht kann Akne verursachen.

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Das sollten Sie bei Akne vermeiden:Finger weg von fettigen Cremes! "Am besten benutzen Sie bei der täglichen Pflege ein Gel mit Glycerin und ohne Zusatz- oder Duftstoffe", rät die Expertin. Versuchen Sie außerdem bloß nicht, die Pusteln selbst zu öffnen oder auszudrücken, dadurch können schmerzhafte Entzündungen und Narben entstehen. Probieren Sie außerdem aus, eine Zeit lang auf Milchprodukte zu verzichten. "Milch enthält Hormone, die auf die Haut wirken können", erklärt die Dermatologin. Meiden Sie deshalb etwa ein Vierteljahr Milchprodukte und schauen Sie, ob sich Ihr Hautbild verbessert. Auch Getränke oder Lebensmittel mit vielen Kohlenhydraten und vor allem Süßigkeiten können die Pickel verschlimmern.

2. Neurodermitis

Wenn Ihre Haut nicht zu fettig ist wie bei der Akne, sondern eher trocken und schuppig wird und zu Juckreiz neigt, haben Sie vielleicht Neurodermitis. "Besonders im Wechsel zur kalten Jahreszeit, in stressigen Lebensphasen, aber auch durch bestimmte Nahrungsmittel kann ein Schub dieser Krankheit auftreten", so Tatiana von Bayern. Bei den betroffenen Personen ist die Hautbarriere defekt. Dadurch geht Feuchtigkeit verloren, die Haut wird trocken und Allergene können in die Haut eindringen. Gerade Allergiker haben oft solche Probleme.

So erkennen Sie Neurodermitis: Die Neurodermitis kann am gesamten Körper auftreten, besonders betroffen sind typischerweise Ellenbeugen und Kniekehlen. Hier fängt die Haut an zu jucken, wird rot und schuppig. Die Betroffenen haben auch am gesamten Körper eine trockene Haut.

Das können Sie gegen Neurodermitis tun:Am wichtigsten ist die konsequente Basispflege der gesamten Haut, am besten mit so wenig Zusatzstoffen wie möglich. "Pflegeprodukte mit Glycerin und Harnstoff unterstützen die natürliche Hautbarriere", erklärt die Hautärztin. Um die Entzündungen zu hemmen, können Sie außerdem natürliche Präparate wie etwa Calendula, Kamille oder Stiefmütterchen auf das Ekzem geben. In schlimmeren Fällen kann Ihnen Ihr Arzt Kortison oder Tacrolimus verschreiben. Trinken Sie außerdem ausreichend, um Ihre Haut von innen heraus mit Feuchtigkeit zu versorgen.

Das sollten Sie bei Neurodermitis vermeiden: Vor allem im Winter sollten Sie Ihre Haut besonders pflegen, denn Kälte, Heizungsluft oder auch zu heißes Duschen trocknen die Haut aus. "Viele unserer Patienten bekommen auch Neurodermitis-Schübe in Phasen, in denen sie viel Stress haben", berichtet von Bayern. Entspannungsübungen wie Yoga oder autogenes Training kann deshalb auch sinnvoll sein.

3. Periorale Dermatitis

Lange galt die sogenannte "Stewardessen-Erkrankung" (ja, ein Sch***-Name) als Folge einer Überpflege der Gesichtshaut besonders bei Frauen. "Das ist inzwischen aber überholt", erklärt Bachmeier. "Auch Männer und Kinder können dieses Problem bekommen, und diese pflegen ihre Haut meist lange nicht so intensiv wie viele Frauen." Trotzdem ist ein Zusammenhang mit Pflegeprodukten möglich.

So erkennen Sie eine Periorale Dermatitis: "Typisch für die periorale Dermatitis ist bei Frauen die gerötete Haut um Mund und Nase herum, während direkt um die Lippen ein erscheinungsfreier Rand zu sehen ist", erklärt von Bayern. Außerdem können kleine, schmerzhafte Pickelchen auftreten, die nicht wie normale Pickel einfach von selbst abheilen und sich manchmal über Monate halten.

Das können Sie gegen Periorale Dermatitis tun: Weniger ist auch hier mehr. Also können Sie eine "Null-Therapie" versuchen und komplett auf alle Cremes, Seifen oder andere Pflegeprodukte verzichten. Dann kann sich Ihre Haut erholen."Bei einigen Frauen kann so ein kompletter Verzicht durchaus das Hautproblem lösen", so von Bayern. Da die Überpflege aber nicht die einzige mögliche Ursache ist, kann Ihnen der Arzt auch Cremes verschreiben, die zum Beispiel Antibiotika enthalten. Um die Regeneration der Haut zu unterstützen, können Sie Umschläge mit kaltem schwarzen Tee auf die betroffenen Stellen legen. "Die Gerbstoffe darin trocknen Ihre Haut ein wenig aus und ziehen auch die Pflegestoffe heraus."

Oft steckt auch eine Kontaktallergie hinten den lästigen Symptomen. Deshalb macht hier ein Allergietest häufig Sinn. Sie haben keine Allergie und werden trotzdem ständig von Rötungen um den Mund herum geplagt? Dann lassen Sie sich beim Arzt auf eine Candida-Infektion testen. "Die Symptome bei dieser Magen-Darm-Krankheit können einer perioralen Dermatitis sehr ähneln", erklärt Hautärztin von Bayern.

Das sollten Sie vermeiden: Auch wenn es schwerfällt: überschminken Sie die roten Stellen nicht übermäßig und vermeiden Sie Gesichtsbehandlungen. Eine zu reichhaltige Pflege kann die Symptome verschlimmern!

4. Rosacea

Wenn Sie über 30 sind, sollten Sie die Rosacea kennen. Manchmal wird sie auch "Spätakne" genannt, dabei liegt die Ursache ganz woanders als bei der klassischen Akne. "Bei dieser Hautkrankheit erweitern sich kleine Blutgefäße sichtbar im Bereich der Wangen und der Nase, das passiert meistens bei Frauen, die schon vorher eine eher empfindliche Haut hatten", so Dermatologin Bachmeier. Der Verlauf der Krankheit kann aber mit der falschen Pflege verschlimmert werden.

So erkennen Sie eine Rosacea: Ihre Wangen leuchten oft rot, obwohl Sie gerade keinen Sport gemacht haben, aus der Kälte kommen oder aufgeregt sind? Dann könnten das erste Anzeichen einer Rosacea sein. Das erste Stadium sind die sichtbaren Blutgefäße auf Nase und Wangen. "Im zweiten Stadium zeigen sich kleine Pusteln und Papeln wie kleine Knötchen in der Haut. Im dritten Stadium kann sich das Bindegewebe der Nase verdichten und zu einer ,roten Knollnase‘ werden", erläutert Tatiana von Bayern.

Das können Sie gegen Rosacea tun: Rosacea sollten Sie so früh wie möglich behandeln, dann kommen Sie gar nicht erst ins zweite oder dritte Stadium. "Hier werden wie bei der entzündlichen Akne Laser oder Blitzlampen eingesetzt, welche die erweiterten Gefäße zerstören", so von Bayern. Sie können außerdem Umschläge mit kaltem Kamillentee machen, das beruhigt die Haut

Das sollten Sie vermeiden:„Gehen Sie vorsichtig mit Pflegeprodukten um: Aggressive Reinigungsschäume, fettreiche Cremes oder Gesichtswasser können die Rosacea verschlimmern. Vermeiden Sie Dinge, die Ihre Gesichtsdurchblutung fördern. Sauna-Besuche, scharfe Gewürze oder Alkohol, aber auch UV-Strahlungen erweitern die Blutgefäße und verstärken ebenfalls die Symptome.

5. Melanome/Schwarzer Hautkrebs

Das ist tatsächlich ein größeres Problem. "Jedes Jahr erkranken etwa 21.000 Personen in Deutschland an schwarzem Hautkrebs, und es kann Sie theoretisch jederzeit treffen", warnt von Bayern. Je älter Sie sind, desto höher ist das Risiko, ein Melanom, also ein Hautkrebsgeschwür, zu entwickeln. Gehen Sie deshalb spätestens ab dem 30. Lebensjahr alle zwei Jahre zur Hautkrebsvorsorge, denn dieser Krebs leicht zu erkennen und im frühen Stadium sehr gut zu behandeln.

So erkennen Sie schwarzen Hautkrebs: "Hautärzte gehen bei der klinischen Untersuchung immer nach der sogenannten ABCDE-Regel vor, um Muttermale zu beurteilen", erklärt die Dermatologin. A steht dabei für Asymmetrie, denn ein gesundes Muttermal ist meistens symmetrisch. B ist die Begrenzung – sind die Grenzen des Flecks verschwommen, wird er beobachtet. C steht für "Colour", also die Farbe, denn gesunde Muttermale sollten einfarbig sein. D ist der Durchmesser und E die Erhabenheit, verändern sich diese merklich, wird das Muttermal ebenfalls beobachtet oder sogar entfernt.

Das können Sie gegen Hautkrebs tun:Gehen Sie regelmäßig zur Vorsorge und schützen Sie sich vor intensiver UV-Strahlung! Vor allem, wenn Sie ein sonnenempfindlicher Hauttyp sind oder sogar einen Fall von Hautkrebs in der Familie haben, sollten Sie besonders vorsichtig sein.

Das sollten Sie vermeiden: Nie ungeschützt in die pralle Sonne gehen! Intensive Sonnenbäder und –brände vergisst Ihre Haut nie. Schonen Sie auch im Urlaub oder auf dem Balkon Ihre Haut und lassen Sie sich nicht brutzeln wie ein Brathähnchen. Das lässt die Haut nämlich auch sehr schnell altern.

6. Fuß- und Nagelpilz

"Hautkrankheiten, die ansteckend sind, werden von Bakterien, Viren und durch Pilze ausgelöst, allen voran der Fußpilz", erklärt von Bayern. Fast jede Frau fängt sich im Laufe ihres Lebens irgendwann einmal diesen Pilz ein, vor allem in Schwimmbädern, Umkleiden oder Saunas lauert er und setzt sich zwischen den Zehen fest, wenn die Zwischenräume feucht sind. Gefährlich ist er zwar nicht, aber sehr lästig, und je länger Sie ihn mit sich herumschleppen, desto schwerer geht er wieder weg.

So erkennen Sie Fuß- und Nagelpilz:"Beim Fußpilz wird die betroffene Haut zwischen den Zehen weich und aufgequollen", so die Dermatologin. Außerdem jucken die Hautpartien häufig oder sie tun weh. Nagelpilz führt dagegen häufig zu einer Veränderung in der Form, Farbe oder Dicke des Fußnagels.

Das können Sie gegen Fußpilz tun: Tragen Sie an den oben genannten Orten immer Flip-Flops oder Badelatschen. Halten Sie Ihre Füße außerdem immer so trocken wie möglich und achten Sie besonders darauf, auch die Zwischenräume zwischen den Zehen abzutrocknen. Wenn es Sie dann trotzdem erwischt, gehen Sie zum Arzt oder in die Apotheke, dort bekommen Sie Medikamente oder Cremes, die den Pilz abtöten.

Das sollten Sie vermeiden: Tragen Sie feuchte Schuhe oder Socken nicht zu lang, denn in einer feuchten Umgebung fühlt sich der Pilz besonders wohl. An öffentlichen Orten oder auch in Hotelzimmern sollten Sie nicht barfuß herumlaufen, denn die Pilzsporen gibt es besonders da, wo viele Menschen ohne Schuhe herumlaufen.

7. Schuppenflechte

Bei der Schuppenflechte erneuert sich Ihre Haut etwa 8-mal schneller als normal. "Die Krankheit kann akut oder chronisch sein und durch eine genetische Disposition, einen Infekt oder bestimmte Medikamente ausgelöst werden", erklärt von Bayern. Im Gegensatz zur Neurodermitis haben die Betroffenen ansonsten keine trockene Haut.

So erkennen Sie eine Schuppenflechte: Die Haut wird an einzelnen Stellen, vor allem an Ellenbogen und Knien oder auch an der Kopfhaut, sehr schuppig und rot. Juckreiz ist dabei seltener als bei der Neurodermitis, und die betroffenen Bereiche sind klar einzugrenzen. Gerade die Schuppen von der Kopfhaut sind vielen unangenehm, weil sie das mit mangelnder Hygiene verbinden. "Die Betroffenen haben einen starken Leidensdruck", erklärt die Hautärztin.

Das können Sie bei Schuppenflechte tun: Pflegen Sie Ihre Haut besonders sorgfältig und gehen Sie bei diesem Problem regelmäßig zu einem Hautarzt. "UV-Strahlung und Salzwasser lindern die Schuppenflechte ebenfalls", erklärt Bachmeier. Wenn Sie also gerade Ihren nächsten Urlaub planen, wie wäre es mit ein paar ausgedehnten Strandtagen?

Das sollten Sie vermeiden: Bei schuppigen Stellen denken viele als erstes an Peelings. „Die helfen aber weder gegen das juckende Gefühl noch gegen die Schuppenflechte selbst“, so Bachmeier. Versuchen Sie außerdem, rotes Fleisch und Milchprodukte zu vermeiden, die können nämlich Entzündungsprozesse in der Haut anregen.

8. Feigwarzen

Feigwarzen, auch bekannt als Condylome, treten im Genitalbereich auf. Sie werden durch die humanen Papillomviren (kurz HPV) ausgelöst und befallen oft die Haut rund um die Genitalien. "Erschreckend viele Menschen sind kaum über diese Viruserkrankung aufgeklärt", berichtet Bachmeier. Junge Frauen werden inzwischen häufig dagegen geimpft. Sollten Sie aber keine Impfung bekommen haben, laufen Sie lebenslang Gefahr, sich eine Infektion beim Sex einzufangen. "Selbst Kondome helfen da leider nur bedingt, weil die Infektion den gesamten Schambereich betreffen kann, den die Kondome nicht ausreichend abdecken", erklärt die Dermatologin.

So erkennen Sie Feigwarzen: Wenn Sie sich Feigwarzen eingefangen haben, merken Sie das erst, wenn die sich ausbreiten. "Einen Vorab-Test wie bei anderen Geschlechtskrankheiten gibt es hier nicht", so die Expertin. Wenn die Ekrankung in Erscheinung tritt, bekommen Sie kleine bräunliche oder hautfarbene Veränderungen, die sich langsam ausbreiten und größer werden.

Das können Sie bei Feigwarzen tun: Gehen Sie sofort zum Arzt! "Einige Hochrisikotypen der HP-Viren können Gebärmutterhalskrebs auslösen", warnt Bachmeier. Wenn Sie die Hautveränderungen bemerken, sollten Sie bei Ihrem Gynäkologen den Gebärmutterhals untersuchen lassen und gegebenenfalls einen PAP-Abstrich machen lassen. Gegen die Feigwarzen verschreibt Ihnen Ihr Arzt oder Ihre Ärztin spezielle Cremes gegen Viren oder trägt diese in örtlicher Betäubung ab. Um eine Infektion schon im Voraus zu vermeiden, können Sie sich beim Frauenarzt über eine Impfung beraten lassen.

Das sollten Sie vermeiden: "Rasuren im Intimbereich machen es den Viren leichter, sich in der Haut einzunisten und sich zu verbreiten", so die Ärztin. Deshalb lassen Sie in nächster Zeit den Rasierer am besten liegen. Vor allem sollten Sie die alte Klinge entsorgen, sobald Sie die Feigwarzen an sich entdecken. Denken Sie daran, dass es sich hier um eine Geschlechtskrankheit handelt, mit der Sie auch andere Personen anstecken können. Auf Sex sollten Sie deshalb auch verzichten, bis die Infektion vollständig ausgeheilt ist. "Wie lange die Heilung dauert, kann man aber nicht vorhersagen", so die Dermatologin.

Was hilft Ihrer Haut grundsätzlich?

Auch wenn Sie zu einem dieser Hautprobleme neigen, können Sie Ihre Haut mit ein paar einfachen Tricks gesund halten. „Egal, um welche Hautkrankheit es sich handelt, das Wichtigste sind eine konsequente, passende Basispflege und eine gesunde Lebensweise“, betont Bachmeier. Beide Dermatologinnen nennen folgende Tipps für eine gesunde Haut, die weniger anfällig für jegliche Hautkrankheit ist:

  • Reinigen Sie die Haut richtig!

    Je nach Hauttyp sollten Sie Ihr Gesicht ein- bis 2-mal am Tag waschen. Außer bei einem Akne-Schub reicht da lauwarmes Wasser und eine milde Seife. Beim Duschen sollte das Wasser nicht zu heiß sein, und mit Seife sollten Sie sparsam umgehen. „Fast überall reicht klares Wasser. Duschgel oder Seife benutzen Sie nur dort, wo die Haut schmutzig oder fettig ist oder wo sie riecht, also auf dem Kopf, an den Händen, unter den Armen und am Po“, erklärt von Bayern. Vor allem im Intimbereich sollten Sie nur Wasser benutzen, sonst zerstören Sie das selbstreinigende Scheidenmilieu.

  • Cremen Sie korrekt!

    Finden Sie die richtige Creme für Ihren Hauttyp und Ihre Neigungen zu den oben genannten Problemen. „Achten Sie darauf, dass die Hautpflege so wenig Zusatzstoffe wie möglich enthält“, rät von Bayern. Sie warnt außerdem vor Körperölen: „Wenn Öle auf die trockene Haut gegeben werden, trocknen sie eher aus!“ Beim Sonnenbaden sollten Sie außerdem niemals die Sonnencreme vergessen, denn sie ist der wirksamste Schutz gegen Hautkrebs. Noch besser ist es, die Sonne in den Mittagsstunden zu meiden.

  • Essen und trinken Sie gesund!

    Vielen sind die fettige Pizza oder die paar Cocktails vom Vorabend schnell an der Haut anzusehen. Genauso können Sie aber mit Vitaminen, Spurenelementen und genug Flüssigkeit Ihre Haut von innen zum Strahlen bringen. Alkohol oder aber auch Rauchen reizen die Haut dagegen, halten Sie sich deshalb damit zurück.

  • Ruhen Sie sich genug aus!

    "Der Schönheitsschlaf ist kein Mythos", betont von Bayern. Im Schlaf regeneriert sich auch die Haut, sie wird reiner und schöner und auch widerstandsfähiger gegen Hautprobleme. Wenn Sie dagegen ständig müde sind oder sogar unter ständigem Stress leiden, kann das sogar einen Schub eines Hautproblems auslösen.

Fast jede Frau neigt zu irgendeinem Hautproblem. Die meisten lassen sich aber vermeiden oder lindern, indem Sie gesund leben und Ihre Haut richtig pflegen. Sollten Sie doch mal eine Hautkrankheit bekommen, gehen Sie damit zügig zum Arzt, damit Sie sich so schnell wie möglich wieder wohl in Ihrer Haut fühlen.

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