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Krebserregend: Schädliche Stoffe in vielen Kamillen- und Kräutertees gefunden

GALA.de-Logo GALA.de 12.02.2018 lbu/Gala
Tee / Symbolbild © Getty Images Tee / Symbolbild

Kräutertees sollen vor allem in der Erkältungszeit besonders wohltuend wirken, doch nun kam heraus, dass einige von ihnen alles andere als gesund sind

Das Verbraucherportal "Markt" machte nun eine schockierende Entdeckung. Sie ließen mehrere Teesorten unter die Lupe nehmen und fanden in vielen Produkten schädliche Stoffe.

Verunreinigung durch Pflanzengift

Insgesamt standen sechs Sorten auf dem Prüfstand, von denen vier mit Pyrrolizidinalkaloide - kurz "PA" - versetzt waren. Diese können Leberschäden und Leberkrebs verursachen. Gegenüber dem NDR verriet Edmund Maser, Professor am Institut für Toxikologie der Uni Kiel: "Es besteht die Möglichkeit, dass geringste Mengen ausreichen, um Krebs zu verursachen."

Keine Regelung der Grenzwerte

In Deutschland gibt es bisher kein Gesetz zur Grenze von PA in Lebensmitteln und das obwohl schon geringe Mengen große Schäden verursachen können. Das Bundesinstitut für Risikobewertung errechnete eine Höchstaufnahmemenge von 0,42 Mikrogramm bei Erwachsenen pro Tag. 

Erschreckende Zahlen

Die höchste Menge an PA fand man beim Pfefferminztee von Rewe. Hier wurde ein Wert von 0,67 Mikrogramm pro Tasse gemessen, der die Höchstmenge um ein Vielfaches überschreitet. Rewe nahm gegenüber Markt Stellung zu dem Ergebnis. "Es werden bereits umfangreiche Maßnahmen zur Minimierung der Gehalte durchgeführt."

Doch auch der Kräutertee von Edeka ist belastet. Hier ließ sich ein Wert von 0,36 Mikrogramm ermitteln. Die Tageshöchstmenge wäre also mit nur zwei Tassen bereits überschritten. 

Weitere belastete Tees waren der Pfefferminztee von ALDI (0,02 Mikrogramm) und der Kräutertee von Meßmer (0,005 Mikrogramm).

So kommt das PA-Gift in unseren Tee

PA-Gifte lösen sich leicht im Wasser und sind außerdem temperaturbeständig. Sie werden also nicht durch das kochende Teewasser abgetötet, gelangen so in unseren Organismus und damit in die Leber. Das Gift befindet sich nicht in den Teekräuter selbst, sondern in dem Unkraut, das zwischen den Teepflanzen sitzt. Bei der Ernte wird es mit aufgenommen und weiterverarbeitet.

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