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Risiko für Herzinfarkt & Schlaganfall: Diese Tipps können Bluthochdruck in deinen 40ern verhindern

BUNTE.de-Logo BUNTE.de 22.11.2020 Foerster
Ärztin überprüft den Blutdruck ihrer Patientin © iStock nensuria Ärztin überprüft den Blutdruck ihrer Patientin

Tatsache ist: Wer in jungen Jahren nicht lernt, auf die eigene Gesundheit zu achten, der wird es wohl auch später kaum tun. Und dieses Versäumnis kann tödliche Folgen haben. Dass es sich lohnt, auch als junger Mensch schon auf Bewegung und gesundes Essen zu achten, bestätigt eine Studie der American Heart Association. Demnach erhöht sich das Bluthochdruckrisiko im vierten Lebensjahrzehnt beträchtlich, wenn man zuvor einen ungesunden Lebensstil gepflegt hat.

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Was hilft gegen Blutdruck? Im Video klären wir auf!

Warum Bluthochdruck ab 40 ein großes Thema wird

Statistisch gesehen, steigt die Wahrscheinlichkeit, unter Bluthochdruck zu leiden, ab dem 40. Lebensjahr signifikant. Doktor Biljana Vokic, Oberärztin in der Kardiologie des Herz-Kreislauf-Zentrums in Rotenburg, erklärt in einem Interview mit der Onlineausgabe der "Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen" auf "hna.de": "Zu wenig Bewegung, Übergewicht, falsche Ernährung, Rauchen und Alkohol begünstigen Hypertension". Auch Faktoren wie Stress, soziale Probleme, Depressionen, Isolation und Angst spielten eine wichtige Rolle.

Was hilft gegen Bluthochdruck? Diese 7 Tipps!

Die American Heart Association rät, sich so früh wie möglich mit den entscheidenden Themen Ernährung, Bewegung, Cholesterin und Blutzucker zu beschäftigen und gibt dafür sieben Tipps, genannt "Life's Simple 7". Diese "sieben simplen Schritte des Lebens", die im Folgenden erläutert werden, musst du aber nicht gleich alle auf einmal umsetzen. Lass dir Zeit damit und beschränke dich zunächst auf ein bis zwei, nach einer gewissen Zeit kommen die anderen dann hinzu. Damit beugst du nicht nur Bluthochdruck vor, sondern vor allem Krankheiten, für die er sehr stark mitverantwortlich ist. Dazu zählen Schlaganfall, Herzinfarkt, Sehstörungen und Herzversagen.

Hibiskustee ist ein natürliches Mittel, mit dem du deinen Blutdruck senken kannst.

In "7 Schritten" zum Ziel

Die "sieben Schritte" basieren auf einer Studie, die im September im Journal der American Heart Association erschienen ist. Mehr als 30.000 erwachsene Amerikaner wurden dafür über einen Zeitraum von neun Jahren getestet. 42 Prozent der Probanden entwickelten in dieser Zeit Hypertension (Bluthochdruck). In der Studie gaben die Wissenschaftler an, dass jeder einzelne der sieben Schritte das Bluthochdruckrisiko um etwa sechs Prozent senkte. Insgesamt verringere sich das Risiko einer Erkrankung um knapp die Hälfte, berichtet das US-Onlinemagazin "healthline.com" mit Blick auf die Studienergebnisse.

Auf welche "7 Schritte" kommt es an?

Bei den "Life's Simple 7" (LS7) handelt es sich um ein "metrisches Modell zur Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen", heißt es im Journal der American Heart Association. Um diese Faktoren geht es:

  • Body Mass Index (BMI)
  • Ernährung
  • Nikotin
  • Bewegung
  • Blutdruck
  • Cholesterin
  • Blutzucker

Ursprünglich sollten auch die Faktoren Stress und Schlaf mit in die Liste aufgenommen werden, stellt der Präsident der American Heart Association, Doktor Donald M. Lloyd-Jones klar, der selbst an der Studie beteiligt war. Doch gerade Stress sei nicht messbar und werde subjektiv von Mensch zu Mensch anders empfunden. Dennoch spiele er eine tragende Rolle, wenn es um ein gesundes Herz gehe. "Er beeinflusst unser Leben auf negative Weise und begünstigt so die Faktoren, die zu Bluthochdruck führen, indem wir nicht gesund essen, uns zu wenig bewegen und nicht gut und ausreichend schlafen", so Lloyd-Jones.

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, Beschwerden im Zusammenhang mit Hypertonie zu behandeln.

Welcher Schritt ist der wichtigste?

Welcher von den sieben Schritten der wichtigste ist, bleibt dir selbst überlassen. Die Hauptsache ist, du fängst überhaupt an, sie umzusetzen. "Suche dir zunächst den einen Schritt heraus, für den du dich bereit fühlst und werde besser darin", empfiehlt Doktor Lloyd-Jones. Und: "Wähle dabei den Weg des geringsten Widerstands." Das sei ganz wichtig, wenn man schnell greifbare und ermutigende Fortschritte erzielen wolle. "Für manche bedeutet das, sich eine App aufs Handy zu laden, die Kalorien zählt und individuelle Ernährungspläne erstellt", sagt Lloyd-Jones. Andere wiederum sprächen mehr auf wechselnde Fastenkuren und Diäten mit einem strengen Kalorienplan an.

Rauchern empfiehlt Dr. Jones, im ersten Schritt das Nikotin wegzulassen. "Rauchen greift nicht nur direkt Herz und Lungengefäße an, sondern dient auch als 'Trigger'", warnt der Mediziner, "denn Nikotin treibt den Blutdruck in die Höhe und stresst das Herz." Wer ein Jahr lang nicht mehr raucht, senkt sein Risiko um die Hälfte, wer vier Jahre nicht mehr raucht, für den ist es so, als hätte er nie geraucht.

Welche Diät funktioniert bei mir?

"Beim Thema Ernährung tickt jeder Mensch etwas anders", meint Doktor Lloyd-Jones. Eine generelle Empfehlung will er deshalb nicht geben, außer: möglichst moderat zu essen, also keine Völlerei zu betreiben, und regelmäßig sportlich aktiv zu sein. "Vor allem Bewegung ist wichtig, und am besten langfristig immer ein bisschen mehr davon", so Jones. 

Die Sprecherin der Academy of Nutrition and Dietetics, Caroline West Passerrello, rät, auf Zucker weitgehend zu verzichten. Zur Vorbeugung und Kontrolle von Bluthochdruck sollte die Ernährung fett- und cholesterinarm sein, mit einem hohen Anteil an frischem Obst und Gemüse sowie wenig Salz und Fertigprodukten. Konkret empfiehlt sie: Vollkornprodukte, Bohnen, Fisch, mageres Geflügel, Fisch, Nüsse und gesunde Öle.

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