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Schlafforschung & Chronobiologie: Früher Start macht unsere Kinder krank: Schlafforscher fordert Schulbeginn um 10 Uhr!

BUNTE.de-Logo BUNTE.de 25.03.2019 BUNTE.de Redaktion
Schulbeginn © iStock/skynesher Schulbeginn

Die meisten Eltern von Jugendlichen dürfte diese wissenschaftliche Erkenntnis kaum überraschen: Die Entwicklung unserer Kinder wirkt sich stark auf ihr Schlafbedürfnis aus und verwandelt sie mitunter in die reinsten Murmeltiere. Das bedeutet allerdings auch, dass sie selbst kaum Einfluss auf ihre unkonventionellen Schlafgewohnheiten haben.

Für Schülerinnen und Schüler ab der siebten Klasse könnte es daher aus gesundheitsförderlich sein, den Unterrichtsbeginn auf 9 Uhr zu verlegen. Nach Meinung von Achim Kramer, Biochemiker und Leiter des Arbeitsbereiches Chronobiologie der Charité Berlin, sollten Schüler der 10. bis 13. Klasse sogar erst um 10 Uhr in den Klassenräumen sitzen, wie das Online-Magazin „focus.de“ berichtet.

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Grund für die unterschiedlichen Empfehlungen zum Schulstart ist der Einfluss des Alters auf das Schlafbedürfnis: Kinder zählen mehrheitlich zu den Frühaufstehern, für Grundschüler ist der Schulstart um 8 Uhr daher in der Regel noch kein Problem. 14- bis 17-Jährige benötigen hingegen bis zu zehn Stunden Schlaf, um gesund und konzentriert in den Tag starten zu können.

Da sie jedoch um 22 Uhr meist schlicht noch nicht empfänglich für Schlaf sind, können sie auch nicht einfach „vorschlafen“, also früher ins Bett gehen, um so insgesamt auf ihre benötigte Stundenzahl zu kommen. Das frühe Aufstehen sorgt also für Schlafmangel. Der Schlafforscher erklärt weiter, dass auch für die Mehrheit der 35- bis 65-Jährigen ein Arbeitsbeginn um 8 Uhr je nach Arbeitsweg in den meisten Fällen zu früh angesetzt sei.

Folgen von Schlafmangel

Chronischer Schlafmangel könne sich vor allem auf Konzentrationsfähigkeit und Stimmung auswirken, wie Kramer weiter erklärt, und könne auch ernste Erkrankungen nach sich ziehen. Zu den Leiden, die durch ein dauerhaftes Schlafdefizit hervorgerufen oder verstärkt werden können, gehören:

  • Stoffwechselstörungen, aus denen Diabetes entstehen kann

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen

  • Herzinfarkt

  • Fettleibigkeit

  • Depressionen

  • Krebserkrankungen

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Der Forscher betont allerdings, dass solche Auswirkungen noch nicht zu befürchten sind, wenn wir eine Stunde früher aufstehen, als dem Körper lieb ist. Derartige Folgen belasten eher Arbeiter in dauerhaften Wechselschichten.

Kann man die innere Uhr „vorstellen“?

Kramer ist längst nicht der einzige Forscher, der für einen späteren Tagesstart plädiert. Doch bislang machen Schulen und Arbeitgeber keine Anstalten, die Empfehlungen Wissenschaft umzusetzen. Was du selbst dafür tun kannst, um zumindest etwas leichter aus den Federn zu kommen? Ganz einfach: ...

  • Versuche, möglichst ohne Wecker aufwachen.

  • Verbringe bei jeder Gelegenheit Zeit draußen und tanke Licht.

  • Iss zwei bis drei Stunden vor dem Schlafengehen nichts mehr.

  • Meide Bildschirme aller Art abends.

  • Lies im Bett stattdessen ein Buch.

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