Sie verwenden eine veraltete Browserversion. Bitte verwenden Sie eine unterstütze Versiondamit Sie MSN optimal nutzen können.

So unterschiedlich wirken Medikamente bei Männern und Frauen

FIT FOR FUN-Logo FIT FOR FUN vor 3 Tagen Cornelia Bertram
© iStockphoto  

Frauen erkranken ebenso wie Männer. Trotzdem sind viele Medikamente nicht auf den weiblichen Körper ausgelegt und wirken teilweise sehr unterschiedlich. Besonders eine korrekte Dosierung ist schwer.

Jede Person wird früher oder später mal krank. Mit etwas Glück handelt es sich nur um einen leichten grippalen Infekt, der nach ein paar Tagen von selbst wieder verschwindet. Manchmal muss jedoch auch mit Medikamenten nachgeholfen werden.

Doch genau, wie es innerhalb der Krankheitssymptome zwischen den Geschlechtern Unterschiede gibt, so kann auch die Wirkung der eingesetzten Medikamente variieren.

Studien mit Frauen in der Unterzahl

Was bei einem Mann in kurzer Zeit den gewünschten Erfolg erzielt, kann sich im weiblichen Körper nämlich ganz anders entfalten und ungewollte Nebenwirkungen hervorrufen. 

Das liegt daran, dass es sehr wenige Medikamentenstudien mit Frauen gibt. Auslöser dieser Tendenz war der Contergan-Skandal in den 50er- und 60er-Jahren, bei welchem ein scheinbar harmloses Medikament das ungeborene Kind einer Schwangeren schädigte. 

Die Top-Themen der MSN-Leser:

Körperhygiene: Was tun gegen übermäßigen Körperschweiß?

Cannabis-Studie: Schockierende Ergebnisse offenbart

Müde: Leiden Sie am chronischen Erschöpfungssyndrom?

Pharmahersteller vermieden es seitdem, das weibliche Geschlecht in ihre Studien einzubeziehen. Auch heute findet die Medikamentenentwicklung mit gesunden Freiwilligen statt – diese sind überwiegend junge Männer. 

Falsche Dosierung für Frauen

Dabei ist es äußerst wichtig, die Wirkungen auch auf Frauen abzustimmen. Diese nehmen – besonders im voranschreitenden Alter – schließlich ebenso Medikamente ein, wie es Männer tun.

Viele Unterschiede zwischen dem männlichen und dem weiblichen Körper erschweren es, ohne Studien die richtige Dosierung zu bestimmen.

Zum einen brauchen die Medikamente für das Durchqueren der Organismen unterschiedlich lange. ​Zudem benötigen sie zur Aktivierung der Wirkstoffe bestimmte Enzyme.

Diese sind, je nach Geschlecht, jedoch in unterschiedlichen Mengen vorhanden. Die Dosierung der Wirkstoffe unterscheidet sich daher von Mann zu Frau. 

Hinzu kommt, dass Frauen oft kleiner sind als Männer, und häufig einen höheren Körperfettanteil haben, wodurch sich der Wirkstoff unterschiedlich im Gewebe verteilt. 

 

Bildergalerie: 15 Hausmittel, die man immer zu Hause haben sollte

 

Studie bestätigt geschlechtliche Unterschiede

Mehrere Studien beschäftigen sich genau mit diesen unterschiedlichen Dosierungen. So auch die GendAge-Studie, die sich mit den Unterschieden in den Krankheitsbildern der Geschlechter sowie deren Behandlungen auseinandersetzt.

Dazu werden körperliche Untersuchungen durchgeführt und die Probanden müssen eine Reihe von Fragen beantworten, die die Unterschiede verdeutlichen sollen. 

Studien konnten bereits nachweisen, dass es Herzmedikamente gibt, die das Leben von Frauen verkürzen, während sie keinen Einfluss auf die Lebensdauer von Männern nehmen. 

Ein weiteres Problem ist, dass auch in der ärztlichen Ausbildung solche Geschlechterunterschiede bislang kaum berücksichtigt wurden. Generell lässt sich festhalten, dass Frauen häufiger unter unerwünschten Nebenwirkungen leiden.

Um kein Opfer fehlerhafter Medikamenteneinnahme zu werden, sollten Frauen ein paar Dinge beachten:

Erfahrungsberichte in Internetforen sollten nicht als verlässliche Infoquelle genutzt werden. Sendet der Körper Signale, ist es wichtig, diese nicht zu ignorieren, sondern mit dem Arzt zu besprechen. Wenn besonders starke Nebenwirkungen auftreten, muss der Arzt das wissen. Und auch eine eigenmächtige Änderung der Dosierung sollte nicht von sich aus vorgenommen, sondern vorher immer der Arzt befragt werden.

Mehr auf MSN

Video wiedergeben
| Anzeige
| Anzeige

Mehr von FIT FOR FUN

| Anzeige
image beaconimage beaconimage beacon