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Sonnenschutz als Tabletten: Das sind die Vor- und Nachteile

Harper's BAZAAR-Logo Harper's BAZAAR vor 4 Tagen Carmen Jenny
Hautpflege Sommer, Sonnenschutz-Tabletten Vor- und Nachteile Getty Images © Getty Images Hautpflege Sommer, Sonnenschutz-Tabletten Vor- und Nachteile Getty Images

Rein optisch betrachtet ist es doch ein schöner Sommer. Die Luft ist sauberer und es scheint fast, als könne die Natur endlich wieder etwas atmen. Was sie im wahrsten Sinne des Wortes auch tut. Doch der blaue, saubere Himmel und die „fehlenden“ Staubpartikel in der Luft bedingen gleichsam eine stärkere UV-Einstrahlung, wodurch die Sonnenbrandgefahr steigt. Ein wirklich sicherer Sonnenschutz für die Haut ist deshalb noch wichtiger als sonst und gerade im Hinblick auf ein erhöhtes Hautkrebs- und Hautalterungs-Risiko durch UV-Strahlen entscheidend. Da diese selbst bei bewölktem Himmel und im Schatten aktiv sind, drängt sich die Frage auf, ob der geradezu praktisch erscheinende Trend der Sonnenschutz-Tabletten und -Kapseln eine wirklich verlässliche Alternative zur gewöhnlichen Sonnencreme ist. Welche Vor- und Nachteile man dazu kennen sollte. 

Hautpflege Sommer, Sonnenschutz-Tabletten Vor- und Nachteile © Getty Images Hautpflege Sommer, Sonnenschutz-Tabletten Vor- und Nachteile

Sonnenschutz als Tabletten: Das sollte man über den Beauty-Trend wissen

Der grundsätzliche Unterschied von Sonnencremes zu Sonnenschutz als Tabletten ist die äußere beziehungsweise innere Wirkung. Letztere Option hört sich zunächst besonders interessant an, da sich das ewige Eincremen und Abwägen des richtigen Lichtschutzfaktors damit erübrigen könnte. Ganz so einfach ist es jedoch nicht. In den Tabletten mit Sonnenschutz sind meist Pflanzenfarbstoffe wie das in Karotten vorkommende Beta-Carotin enthalten. Bei genügend Vorlauf können diese den Eigenschutz der Haut etwas steigern – es fehlen jedoch bis dato wissenschaftliche Beweise dafür, dass die Pillen den äußerlichen Sonnenschutz vollständig ersetzen können. Das EFSA (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit) warnt sogar davor, sich ausschließlich auf Sonnenschutz in Form von Tabletten oder Kapseln zu verlassen. Die Untersuchungen ihrer Studie würden nicht ausreichen, um einen kausalen Zusammenhang zwischen Carotin und immuneigenem Sonnenschutz durch derartige Produkte festzustellen.

Kapseln sind somit höchstens als Ergänzung zum Sonnenschutz aus der Tube anzuwenden. Denn auch die klassischen Sonnencremes, -Sprays oder -Sticks gewähren keinen vollständigen Schutz. Gerade bei einem kompletten Tag in der Sonne mit kurzen Abkühlungen im Wasser sollte der Schutz unbedingt regelmäßig erneuert werden. Die Kombination mit Tabletten kann somit einen zusätzlichen Grundschutz und mehr Unterstützung für empfindliche Haut bieten. Da man sich jedoch nicht auf jedes Präparat verlassen sollte – und man die Sonnenschutz-Tablette bei einer allergischen Reaktion eben nicht wie eine Creme schnell mit kaltem Wasser abwaschen kann – sollte man sich entsprechend von einem Experten beraten lassen. 

Fazit: So effektiv ist Sonnenschutz in Tabletten-Form

Zum aktuellen Zeitpunkt gibt es keine Tabletten oder Kapseln, die einen sogenannten „natürlichen Sonnenschutz von innen“ garantieren. Vorsicht ist laut den Empfehlungen des EFSA außerdem geboten, da man sich auf Versprechen von Tabletten für einen schneller gebräunten Teint nicht verlassen sollte. Die Reaktion auf Beta-Carotin unterscheidet sich je nach Hauttyp und kann nur in gewissen Fällen eine leichte Verfärbung zu einem orange-bräunlichen Hautton bewirken. Diese hat jedoch keinen Einfluss auf den Sonnenschutz der Haut. 

Das Fazit der Sonnenschutz-Tabletten scheint an dieser Stelle deshalb ungefähr so klar wie die saubere Luft: Lieber vertraut man den guten alten Sonnencremes – am besten mit einem Lichtschutzfaktor von mindestens 30 – die zwar regelmäßig aufgefrischt werden müssen, die Haut dann jedoch auch nachweislich besser vor UV-Strahlen und Verbrennungen schützen. Diese Prozedur ist vielleicht weniger praktisch, zahlt sich jedoch genauso wie der Sonnenhut, regelmäßige Pausen im Schatten und eine feuchtigkeitsspendende After Sun-Pflege, definitiv aus. 


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