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Stressniveau bleibt für viele trotz Corona-Lockerungen hoch

FIT FOR FUN-Logo FIT FOR FUN 08.07.2020 Larissa Hellmund
© iStockphoto Schweizer Wissenschaftler haben den Stresspegel in der Bevölkerung unter die Lupe genommen. Trotz Ende des Corona-Lockdowns ist der bei vielen Menschen weiterhin erhöht.

Seitdem Treffen mit Freunden wieder erlaubt sind, Cafés und Restaurants geöffnet haben und die Kinder wieder in die Schule können, fühlt sich das Leben nach dem Corona-Lockdown wieder um einiges leichter an.

Allerdings nicht für alle.

Denn auch wenn die Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus zunehmend sinkt, ist das Stressniveau für viele nach wie vor höher als vor Ausbruch der Pandemie.

Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler der Universität Basel.

 

Stress wird unterschiedlich wahrgenommen

Auch wenn das Alltagsleben Stück für Stück zu alter Gewohnheit zurückfindet, lässt sich das Sozialleben noch immer nicht mit der Zeit vor Corona vergleichen und vor allem berufliche Unsicherheiten stressen viele Menschen.

Dieses und mehr konnten die Wissenschaftler der Baseler Universität aus den Umfrageergebnissen ihrer 10.303 Studienteilnehmer ableiten, die sie für die sogannten Swiss Corona Stress Study erhoben.

Vom 11. Mai bis 1. Juni 2020 hatte das Forschungsteam um Prof. Dr. Dominique de Quervain die Schweizer Bevölkerung dazu aufgerufen, ihre Erfahrungen zum Thema Stress in Zeiten von Corona zu teilen.

Dabei bildete der Erhebungszeitraum die Zeit ab, in der die Maßnahmen gegen die Verbreitung des Coronavirus bereits schrittweise gelockert worden waren.

Die Ergebnisse wichen dabei zum Teil stark voneinander ab und verdeutlichen, wie individuell die Stressreaktionen in der Bevölkerung ausfallen.

Während knapp 40 Prozent der Befragten angaben, durch die Corona-Pandemie nervöser geworden zu sein, ließen auf der anderen Seite 32 Prozent verlauten, sich insgesamt sogar weniger gestresst zu fühlen.

Entweder mehr Stress oder mehr Erholung

Hauptmotor für das Gefühl von Stress stellt vor allem die Unsicherheit der Arbeitssituation dar und die zusätzliche Belastung durch die in der Pandemie geforderten Anpassungen und Veränderungen in der Arbeitsweise.

Auch das nach wie vor eingeschränkte Sozialleben sowie veränderte Ausbildungspläne machten den Studienteilnehmern zu schaffen.

Auf der anderen Seite führten diejenigen, die sich weniger gestresst fühlten, vor allem die gewonnene Zeit für Erholung und weniger Verpflichtungen als Gründe für ihr positives Befinden auf.

28 Prozent der Befragten gaben hingegen keinerlei Veränderungen in ihrem Stressempfinden an.

Die soziodemografischen Merkmale der Studienteilnehmer war dabei breit genug gestreut, um aus den Umfrageergebnissen Ableitungen für die Stimmung in der Schweizer Bevölkerung insgesamt abzuleiten – auch wenn durch die Form einer offenen Online-Umfrage die Studie per Definition nicht als repräsentative Umfrage gelten darf.

Quellen

de Quervain, D. et al. (2020): The Swiss Corona Stress Study, abgerufen am 08.07.2020:, https://osf.io/jqw6a/


Video: Lifehacks, die das Leben erleichtern (ProSieben)

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