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Studie: Gesunde Lebensmittel auf Rezept könnten Lebensstil verbessern

FIT FOR FUN-Logo FIT FOR FUN 25.03.2019 Judith Kerstgens
© iStockphoto

Gesund essen auf Kosten der Krankenversicherung – was sich erst einmal komplett unrealistisch anhört, kann einer neuen Studie zufolge tatsächlich dabei helfen, dass sich Menschen besser ernähren. Wie US-Forscher herausfanden, könnte das Konzept die Gesundheitskosten außerdem maßgeblich senken.

Über mögliche gesundheitliche und wirtschaftliche Auswirkungen von Vergünstigungen der Krankenkasse bei der Ernährung war bislang wenig bekannt.

Und das, obwohl eine ungesunde Ernährungsweise erwiesenermaßen Risikofaktor für Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist.

Wissenschaftler von der US-amerikanischen Tufts University wollten das mit einer neuen Studie ändern.

Sie untersuchten darin, welchen Effekt eine Teilübernahme der Kosten für gesunde Lebensmittel auf zwei Gesundheitsfürsorgeprogramme für Rentner und Einkommensschwache ('Medicare' und 'Medicaid') haben könnte.

Zwei Arten der Kostenübernahme getestet

Die Forscher untersuchten zwei verschiedene mögliche Arten der Kostenübernahme durch Krankenkassen. 

Zum einen testeten sie die Auswirkungen einer 30-prozentigen Kostenübernahme für Obst und Gemüse, zum anderen eine Variante, bei der noch mehr Lebensmittel subventioniert wurden.

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Das zweite Szenario beinhaltete eine Rückerstattung von 30 Prozent beim Kauf von Gemüse, Obst, Nüssen/Samen, Meeresfrüchten, Pflanzenölen und Vollkornprodukten.

Bessere Gesundheit bei Erstattungen

Beide der getesteten Varianten würden den Forschern zufolge die Gesundheit der Menschen verbessern.

Allein das erste Szenario, das nur einen Anreiz zum Kauf von Obst und Gemüse gegeben hat, könnte den Forschern zufolge bereits 1,93 Millionen Herz-Kreislauf-Erkrankungen verhindern.

Im zweiten Fall seien die positiven Auswirkungen noch deutlicher: Damit könnten schätzungsweise 3,28 Millionen Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie 120.000 Diabetes-Erkrankungen vermieden werden.

„Diese neuen Erkenntnisse unterstützen das Konzept von ,Food is Medicine‘: Dass innovative Programme zur Förderung und Erstattung gesunder Nahrungsmittel in das Gesundheitssystem integriert werden können und sollten", resümiert Professorin und Mitautorin Renata Micha laut 'aponet'.

Kosten für Krankenkassen würden sich lohnen

Es klingt erst einmal unrealistisch, dass Krankenkassen Zuschüsse für gesundes Essen bezahlen würden. Der Untersuchung zufolge würde sich das für die Kassen aber in jedem Fall rentieren.

Denn obwohl das Ganze erst einmal Geld kostet, könnte es die Kosten für die Gesundheitsversorgung tatsächlich auf lange Sicht senken – schließlich kostet die Behandlung der eben genannten Erkankungen weitaus mehr als der Prozentsatz des Einkaufs, der von den Kassen übernommen werden würde.

Das Forscherteam kommt daher zu dem Schluss, dass „wirtschaftliche Anreize für gesündere Lebensmittel durch 'Medicare' und 'Medicaid'  erhebliche gesundheitliche Vorteile mit sich bringen und äußerst kosteneffizient sein könnten."

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