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Studie zeigt: Inhaltsstoffe von Kosmetika beeinflussen Pubertätsbeginn

FIT FOR FUN-Logo FIT FOR FUN 12.12.2018 Cornelia Bertram
© iStockphoto

Forscher fanden in einer Langzeitstudie heraus, dass Inhaltsstoffe in Körperpflegemitteln, die Frauen während ihrer Schwangerschaft verwenden, den Pubertätsbeginn ihrer Kinder beeinflussen können.

Die Pubertät setzt bei Jugendlichen immer früher ein. Besonders bei Mädchen ist dies der Fall. Wissenschaftler fanden nun heraus, dass ein Zusammenhang  zwischen in Kosmetikprodukten enthaltenen Zusatzstoffen, die schwangere Frauen benutzt haben, und der frühen Pubertät besteht.

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Langzeitwirkung von Inhaltsstoffen auf die Hormone

Das Forscherteam rund um Kim Harley von der University of California stellte einen Zusammenhang zwischen den Stoffen Diethylphthalat sowie Triclosan und einem früheren Einsetzen der Pubertät bei Mädchen fest.

Die Langzeitstudie, die dies belegt, wurde in der Fachzeitschrift Human Reproduction veröffentlicht.

Seit 1999 wurde dafür die Langzeitwirkung von Weichmachern, Parabenen und Phenolen auf Schwangere und ihre Kindern untersucht – diese Stoffe stehen im Verdacht, besonders bei Frauen das Hormonsystem zu beeinflussen.

Während der Studie nahmen die Forscher von 338 schwangeren Frauen zwei Urinproben.

Auch von den Kindern, die zwischen 2000 und 20001 geboren wurden, wurden im Alter von neun Jahren der Urin analysiert. 

In den folgenden vier Jahren wurden die Kinder – 179 Mädchen und 159 Jungen – zudem alle neun Monate auf das Einsetzen der Pubertät untersucht. 

 

Frühes Einsetzen der Pubertät bei hoher Konzentration

Die Ergebnisse der Studie sind eindeutig. Wenn der Urin der Mütter besonders viel Monoethylphthalat, eine Vorgängersubstanz von Diethylphthalat, enthielt, begann die Schamhaarentwicklung der Töchter etwa ein halbes Jahr früher.

Eine besonders hohe Konzentration von Triclosan im Urin der Mutter führte zu einer um knapp fünf Monate früheren ersten Menstruation der Tochter.

Auch zwischen der Belastung der Kinder und dem Einsetzen der Pubertät gibt es Zusammenhänge. 

Eine hohe Konzentration von Methylparaben im Urin der Mädchen steht im Zusammenhang mit einer frühen Entwicklung der Brustdrüsen und einer frühen ersten Menstruation. 

Gleiches gilt für Propylparaben und die Entwicklung der Intimbehaarung. 

Bei sehr hohen Werten wuchs diese durchschnittlich etwa vier bis sieben Monate früher. 

Aber auch bei Jungen fanden die Forscher Auswirkungen der Inhaltsstoffe. Eine hohe Konzentration von Proplyparaben führte dabei zu einer früheren Reifung der Geschlechtsorgane. 

 

Bedenkliche Stoffe sollten vermieden werden

„Diesen Zusammenhang zu kennen ist wichtig, weil wir wissen, dass die Pubertät bei Mädchen immer früher beginnt“, sagt Harley gegenüber Human Reproduction.

Das frühe Einsetzen der Pubertät kann einige Probleme mit sich bringen.

Zum einen erhöht es die Anfälligkeit für psychische Probleme. Aber auch das langfristige Risiko für Brust- und Eierstockkrebs kann größer werden.

Wichtig zu erwähnen ist, dass die untersuchten Mütter aus einkommensschwachen Bevölkerungsschichten kamen und daher nicht auf bessere Körperpflegeprodukte mit weniger Zusatzstoffen zurückgreifen konnten.

Die bedenklichen Stoffe Triclosan und Parabene werden überwiegend in Körperpflegeprodukten und Kosmetika als Konservierungsmittel und als Mittel gegen Mikroorganismen eingesetzt. Diethylphthalat fixiert Duftstoffe. 

Während einer Schwangerschaft solltest du daher im Idealfall sicherstellen, dass diese Stoffe nicht in deinen Kosmetikprodukten vorhanden sind. 

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