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Warnsignale des Körpers: So kannst du Brustkrebs frühzeitig erkennen

BUNTE.de-Logo BUNTE.de 17.07.2017 BUNTE.de

Brustkrebs ist eine der häufigsten Krankheits-Diagnosen von Frauen in Deutschland. Mit diesen Symptomen warnt dich dein Körper – und du solltest auf ihn hören.

BruskrebsVorsorge.jpg: Brustkrebs: Warnsignale des Körpers © Bereitgestellt von BUNTE.de Brustkrebs: Warnsignale des Körpers

Brustkrebs ist der Spitzenreiter bei den am häufigsten diagnostizierten Krebs-Krankheiten. Jede achte Frau erhält in den USA beispielsweise diese belastende Diagnose. Und doch gibt es in dieser Sache Grund zur Hoffnung: Erstens kann Brustkrebs im Großteil der Fälle erfolgreich geheilt werden. Zweitens gibt es bereits einiges, das du persönlich tun kannst, um dein Brustkrebsrisiko zu erkennen.

Bevor du einen Arzt aufsuchst, gibt es eine Reihe von Brustkrebs-Symptomen, die du selbst wahrnehmen kannst. Wichtig dabei ist es, dass du dich mit deinem Körper auseinandersetzt und sensibel auf mögliche Veränderungen reagierst.

Wie erkenne ich möglichen Brustkrebs?

Vor allem bei jungen Frauen sind die Brust-Tumore häufig gutartiger Natur. Um eine Klärung mit dem Arzt kommst du jedoch nicht herum.

Dennoch gibt es natürlich Veränderungen, die dich zum Aufhorchen veranlassen sollten. Vermehrt im oberen Bereich der Brust treten häufig Knoten auf. Stellst du beispielsweise beim Abtasten deiner Brüste einen solchen Knoten fest, solltest du an deinen Arzt herantreten. Er wird die weiteren Schritte und Untersuchungen veranlassen. Folgende Erkennungsmerkmale können ebenfalls auf Brustkrebs hindeuten:

  • Eine der Brüste verhält sich beim Heben der Arme anders als die andere

  • Aus deinen Brüsten kommt ein Sekret, obwohl du nicht schwanger bist oder stillst

  • Du konntest in deinen Achselhöhlen Verhärtungen oder Knoten ertasten

  • Einzelne Stellen der Brüste weisen über einen längeren Zeitraum rote Stellen auf, die nicht abklingen

Wie genau kann ich meine Brüste untersuchen?

Im Zentrum der Selbstdiagnose ist das monatliche Abtasten der Brust, um einen eventuellen Knoten in der Brust zu entdecken. Die Woche nach der Regelblutung eignet sich dafür beispielsweise besonders gut, da die Brüste zu dieser Zeit weich und nicht überaus empfindlich sind. Sicherlich erforderst es ein wenig Übung, eine Brustuntersuchung auf eigene Faust durchzuführen. Im Idealfall besteht deine Untersuchung aus vier Punkten.

Schritt 1: Zuerst betrachtest du deine Brüste rein äußerlich, am besten stellst du dich dafür vor einen Spiegel, um den bestmöglichen Blick zu erhalten. Siehst du Einfärbungen, Verhärtungen oder eine sonstige Veränderung an einer der Brüste?

Schritt 2: Hebe nun beide Arme an, um festzustellen, ob sich beide Brüste gleich verhalten und auf die Bewegungen deiner Arme wie gewohnt reagieren.

Schritt 3: Nun beziehst du deine Brustwarzen mit ein. Drücke sie sanft. Schmerzt es oder tritt sogar ein Sekret aus?

Schritt 4: Jetzt geht es an das klassische Abtasten: Halte mit einer Hand die Brust fest, mit der anderen Hand kannst du die Brust mit kreisförmigen Bewegungen abtasten. Entwickle hierzu am besten ein eigenes Schema, damit du keinen Teil der Brust auslässt. Im Idealfall wiederholst du den Vorgang des Abtastens nochmals im Liegen.

Letztendlich ist es aber vor allem entscheidend, dass du einen festen Zyklus für die Untersuchung der Brust definierst. Schließlich verändert sich die weibliche Brust regelmäßig, unter anderem eben auch durch den Monatszyklus. Doch auch aus anderen Gründen ist eine veränderte Brust noch kein Grund zur Sorge – eine neue Pille, eine Schwangerschaft oder eine Gewichtszu- oder abnahme bedingen die Struktur der Brust ebenfalls.

Was passiert, nachdem ich einen Knoten festgestellt habe?

In jedem Fall solltest du in dem Moment, in dem du einen Verdacht auf Brustkrebs erkennen konntest, deinen Arzt konsultieren. Er hat nun verschiedene, weiterführende Möglichkeiten, deine Diagnose zu bestätigen oder zu widerlegen. Eine der häufigsten Herangehensweisen ist es, die Brust zu röntgen.

Mit Hilfe der Mammografie werden 90 Prozent der Fälle zweifelsfrei geklärt. Die Mammografie eignet sich auch für die Diagnose im Frühstadium und kann bei Krankenhäusern als Teil einer Vorsorgeuntersuchung regelmäßig aufgesucht werden. Weitere Feststellungsmöglichkeiten bieten Gewebeentnahmen oder MRT-Untersuchungen.

Wer ist besonders gefährdet, an Brustkrebs zu erkranken?

Um Brustkrebs erkennen zu können, wird ab dem 50. Lebensjahr empfohlen, eine Routineuntersuchung alle zwei Jahre vorzunehmen. Hintergrund ist, dass nur etwa ein Fünftel der Brustkrebsfälle vor dem 50. Lebensjahr auftritt. In der Regel wird also nur genetisch-vorbelasteten Patienten nahegelegt, vor dem 50. Lebensjahr regelmäßige Untersuchungen vorzunehmen. 

Jedoch spielt auch an dieser Stelle die genetische Veranlagung eine Rolle. Bei bis zu zehn Prozent kann eine Erkrankung im familiären Kreis die Ursache sein. Zugleich besteht das Risiko, das die Erkrankung nacheinander an beiden Brüsten auftritt, wenn die erbliche Form des Brustkrebs vorliegt.

Wie kann ich dieser Krankheit vorbeugen?

Auch Faktoren wie Übergewicht können beim Brustkrebsrisiko eine Rolle spielen, daher empfiehlt es sich vor allem nach dem 50. Lebensjahr ein konstantes Gewicht zu bewahren. Vorbeugend kann eine gesunde und aktive Lebensweise wirken, was eine bewusste Ernährung und weitestgehenden Verzicht auf Alkohol miteinschließt.

Ein Einfluss von Umweltfaktoren oder von psychischen Problemen konnte bis heute allerdings nicht belegt werden. Auch gibt es in Deutschland weiterhin keine medizinisch bestätigten hormonellen Mittel, die eine nachweisbare vorbeugende Wirkung haben.

Auch wenn viele Brust-Tumore sich als gutartig herausstellen, solltest du den Gang zum Arzt nicht scheuen. Je früher Krebs erkannt wird, desto besser fallen die Heilungschancen aus. Nur Mut – deine Gesundheit sollte dir diesen Schritt wert sein!

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