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Wasservergiftung: Mutter warnt vor unterschätzter Gefahr

Brigitte-Logo Brigitte 16.07.2019
© Shutterstock/Halfpoint

Eine ganz normale Badesituation brachte ihr Baby in die Notaufnahme. Jetzt warnt die Mutter vor einer unterschätzten Gefahr: Ausgerechnet Wasser kann Babys vergiften.

Beim Baden von Babys muss man besonders vorsichtig sein. Schließlich kann der kleine Körper sich noch nicht selbst über Wasser halten. Mit den ersten Monaten sind die Tücken des Alltags jedoch oft überwunden – und mit der Routine kehrt der Badespaß zurück.

So war es für Katie Gorter aus Oregon ein ganz normaler Abend, als sie mit ihrer elf Monate alten Tochter in der Wanne planschte und diese entdeckte, dass man Badewasser auch trinken kann. Doch ausgerechnet diese neue Entdeckung brachte das Baby wenige Stunden später in Lebensgefahr.

Vom Baden in die Notaufnahme

Kurz nach dem Bad wurde das Baby plötzlich lethargisch. Als sie begann, sich zu übergeben und schwer Luft zu kriegen, brachte Katie ihre Tochter in die Notaufnahme. Damit handelte sie genau richtig, wie die Ärzte dort feststellten. Das Baby litt an einer Wasservergiftung.

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Jetzt erzählt Katie ihre Geschichte öffentlich auf Facebook – denn sie will andere Mütter vor ihrem Fehler warnen. Was nur wenige Eltern wissen: Babys dürfen kaum Wasser trinken.

⚠️ ⚠️ ⚠️I just wanted to make a Public Service Announcement!! Water intoxication is very real and can happen so...

Gepostet von Katie Gorter am Dienstag, 9. Juli 2019

Beim Baden hatte ihre Tochter keine Seife oder schädliche Stoffe zu sich genommen, sondern lediglich Wasser. Für Babys können jedoch bereits kleine Mengen Wasser wie Gift wirken. Denn die Flüssigkeit bringt den Natriumhaushalt der Kinder durcheinander. "Sie hatte so viel Wasser in sich, dass es auf die Lungen drückte!“, schreibt Katie in ihrem Post. Mittlerweile geht es dem Baby wieder gut. Katies Tochter hat Glück gehabt. Denn schlimmstenfalls kann eine Wasservergiftung dem Gehirn schaden.

Kinderärzte warnen vor Wasservergiftung

Der Berufsverband für Kinder- und Jugendärzte e.V. warnt vor der unterschätzten Gefahr. Während viel trinken allgemein als gesund angesehen wird, können bereits kleine Mengen Säuglingen schaden. Eine Wasservergiftung kann einen Natriummangel im Blut auslösen, Gehirnzellen schädigen und zu Wasseranlagerungen im Gewebe führen. Das kann man dem Baby meist ansehen: Zu den Symptomen zählen ein aufgedunsenes Gesicht, eine niedrige Temperatur und Benommenheit. Schlimmstenfalls treten Krampfanfälle auf.

Vorsicht, im Sommer! Nicht zu viel Wasser für Babys

Auch bei Hitze sollten Babys daher ihren zusätzlichen Flüssigkeitsbedarf vor allem über Muttermilch oder Fläschchennahrung stillen. In den ersten Monaten stillt Milch Hunger und Durst gleichermaßen. Wann und wie viel das Baby anfangen sollte, zu trinken, ist daher immer mit einem Arzt abzusprechen.

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