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Wechseljahre: Eine Hormontherapie könnte dein Brustkrebsrisiko steigern

BUNTE.de-Logo BUNTE.de vor 4 Tagen BUNTE.de Redaktion
Schmerzen in den Wechseljahren behandeln.jpg © istock/:natalie_board Schmerzen in den Wechseljahren behandeln.jpg

Wechseljahresbeschwerden sind oft unangenehm. Um den unter Wechseljahresbeschwerden leidenden Frauen zu helfen, hat sich seit Jahren die Hormonersatztherapie, kurz HRT, als medizinischer Standard etabliert und wird vielen Patientinnen von ihren Ärzten verordnet. 

Eine HRT versorgt den weiblichen Organismus mit allen Hormonen, die ihr Körper ab einem gewissen Alter nicht mehr selbst produziert oder beschleunigt abbaut. Wissenschaftler der Universität Oxford haben jetzt untersucht, welche Risiken eine solche Hormonbehandlung gegen Wechseljahresbeschwerden haben kann.

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Typische Symptome und Beschwerden im Klimakterium

Geschätzt durchleben im Moment in ganz Deutschland etwa acht Millionen Frauen zwischen 45 und 60 Jahren die Wechseljahre. Ihr Körper stellt in diesem Zeitraum seinen Hormonhaushalt radikal um. Vor allem die Hormone Östrogen und Progesteron gehen stark zurück. Damit verbungen sind physische und psychische Symptome und Beschwerden, die individuell unterschiedliche stark ausfallen. Von Hitzewallungen und Herzrasen oder Blasenschwäche über Kopfschmerzen, Schweißausbrüche, Schlaflosigkeit und Schwindel bis hin zum Verlust der Libido, Stimmungsschwankungen und Depressionen reichen die Beschwerden, unter denen Frauen in den Wechseljahren leiden können.

Die Wechseljahre – was passiert da eigentlich genau?

Die Hormonersatztherapie verspricht Hilfe

Um die Wechseljahresbeschwerden zu lindern, liegt es nahe, dem Körper die Hormone zuzuführen, die er nicht mehr in ausreichender Dosierung zur Verfüfung hat. Problematisch dabei ist, dass die Dosis der benötigten Hormone individuell verschieden ist. Schon länger steht außerdem der Verdacht im Raum, dass die Linderung der Symptome mit einem gesteigerten Risiko an Brustkrebs zu erkranken teuer erkauft wird.

 

Manchmal helfen auch natürliche Alternativen.

Oxford-Studie untersucht Zusammenhang zwischen HRT und Brustkrebs

Diesen Verdacht hat man natürlich schon länger zu erhärten versucht. Dass die Hormontherapie Krebs auslösen kann, war schon Gegenstand vieler Studien unterschiedlicher Forschungsarbeiten. 

Wie "dailymail.co.uk" berichtet, ist es jedoch neu, dass Wissenschaftler der Universität Oxford insgesamt 58 der vorliegenden Studien zum Thema zusammenfassend ausgewertet hat. Die Wissenschaftler aus Oxford konnten auf eine breite Datengrundlage zurückgreifen und  dadurch zu erschreckenden Ergebnissen kommen.

Frauen zwischen 50 und 69 Jahren die sich fünf oder mehr Jahre einer Hormontherapie unterzogen haben, haben ein um 32% höheres Risiko an Brustkrebs zu erkranken als Frauen die keine Hormone eingenommen haben. Bei Frauen, die seit zehn Jahren oder länger eine HRT anwenden, verdoppelt sich der Risikofaktor für Brustkrebs sogar. Umgerechnet auf die absoluten Zahlen bedeutet das, dass von 100 Frauen, die HRT länger als fünf Jahre Anwenden, acht Frauen an Brustkrebs erkranken. Zum Vergleich dazu erkranken von 100 Frauen, die keine Hormonersatztherapie machen "nur" 6 Frauen an Brustkrebs.

Wie ihr mit Beschwerden in den Wechseljahren umgehen könnt, erfahrt ihr unten im Video!

Die Hormontherapie birgt ein Risiko, aber ... 

Die Studie der Forscher aus Oxford kommt zu dem Ergebnis, dass die HRT für ungefähr eine von 20 Brustkrebserkrankungen verantwortlich sein könnte. Umgerechnet auf die britische Bevölkerungsgöße entspräche das etwa 3.000 Krebsfällen pro Jahr, die auf eine Hormonersatztherapie zurückgehen. Besonders gefährdet sind wie es scheint vor allem die Frauen, die über einen längeren Zeitraum Hormone einnehmen.

Doch eines sagt die Studie auch ganz klar: Es gibt keinen Grund zur Panik. Das Studienergebnis könne außerdem nicht als zweifelsfrei bestätigt angesehen werden. Zwar fanden die Forscher starke Indizien, dass HRT und Brustkrebs korrelieren. Doch ob die HRT auch die Ursache dafür ist, kann noch nicht abschließend beantwortet werden. Gut möglich, dass im komplexen Zusammenspiel zwischen Ursachen und Wirkung auch weitere Faktoren eine Rolle spielen, die bislang noch gar nicht berücksichtigt wurden.

Dem Gegenüber steht die Wirksamkeit und der Nutzen der HRT. An ihrem therapeutischen Sinn für von Wechseljahresbeschwerden geplagten Frauen kann kein Zweifel sein. Wichtig ist, dass die Therapie zwischen Arzt und Patientin sorgfältig und individuell abgestimmt wird. In den allermeisten Fällen kann die Hormonersatztherapie auch nach drei bis maximal fünf Jahren abgesetzt werden - also bevor das Krebsrisiko nachweisbar deutlich ansteigt.

So achtet man während der Wechseljahre am besten auf seine Gesundheit.

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