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Zähne aufhellen: Alle Methoden in der Übersicht

Brigitte-Logo Brigitte 17.02.2020 Timo Koether
© Shutterstock/ JJ-stockstudio

Du fragst dich: Wie kann ich meine Zähne aufhellen? Wir stellen dir alle gängigen Methoden vor und verraten, worauf es ankommt.

Zähne aufhellen: Hintergrund

  • Weiße Zähne gelten als Symbol von Gesundheit und Schönheit. Doch nur wenige Menschen haben von Natur aus weiße Zähne. Sowohl die Genetik als auch die Lebensweise haben einen Einfluss auf die Farbe der Zähne.
  • Um trotzdem in den Genuss von hellen Zähnen zu kommen, entscheiden sich immer mehr Menschen für ein Bleaching. In diesem Artikel stellen wir dir alle derzeit bekannten Methoden zum Aufhellen der Zähne vor und verraten dir, was es dabei zu beachten gibt.

Zähne aufhellen: Was verfärbt Zähne?

Nicht nur Zähne können sich verfärben, sondern auch künstliche Zähne und Füllungen aus Kunststoff. Zudem haben manche Menschen von Natur aus hellere Zähne als andere. Falls du also eher gelbliche Zähne hast, heißt das nicht automatisch, dass deine Zahnpflege nicht gut ist. Auch das Alter verändert den Zahnschmelz und kann zu Verfärbungen führen.

Trotzdem gibt es ein paar Lebensmittel, die nachweislich für Verfärbungen sorgen.

  1. Nikotin: Rauchen sorgt für Verfärbungen der Zähne. Dabei spielt es auch keine so große Rolle, ob du täglich rauchst oder nur alle paar Tage. Nikotin schadet auch der Zahnpflege im Allgemeinen, da Mundgeruch und Karies gefördert werden.
  2. Getränke: Tee, Rotwein und Kaffee sind Genussmittel, die leider auch zu Verfärbungen der Zähne führen können. Das liegt daran, dass sie feine Farbpartikel enthalten, die sich an der Oberfläche der Zähne ablagern und direkt in den Zahnschmelz eindringen. Somit kann selbst die tägliche Zahnreinigung mit Zahnpasta nicht mehr dagegen ankommen.
  3. Medikamente: Die permanente Einnahme von Antibiotika oder anderen Medikamenten mit dem Inhaltsstoff Tetrazyklin kann ebenfalls zu Zahnverfärbungen führen. Gerade bei Kindern unter acht Jahren besteht diese Gefahr im Speziellen, da hier die Zähne noch in der Entwicklung sind.
  4. Schlechte Mundhygiene: Wer seine Zähne nicht mindestens zweimal am Tag putzt (besser noch nach jeder Mahlzeit), leidet unter einem erhöhten Risiko für Plaque und Zahnstein. Diese Zahnbeläge können Ursachen für Verfärbungen und Mundgeruch darstellen. Vorsicht heißt es auch bei Mundspülungen mit Inhaltsstoffen wie Chlorhexidin. Diese helfen zwar bei Zahnfleischentzündungen oder auch bei Halsschmerzen, sorgen jedoch für gelbliche Zähne. Eine regelmäßige Anwendung ist daher nicht zu empfehlen.

Zähne aufhellen: Bleaching – was steckt dahinter?

  • Egal ob ein Verfahren beim Zahnarzt oder ein Produkt für zuhause – die Methode beim Bleaching bleibt grundsätzlich gleich. Die chemische Substanz Karbamidperoxid ist immer die Grundlage jeder Behandlung.
  • Karamidperoxid setzt sich aus Karamid, einem geschmacksneutralen und farblosen Gel, sowie Wasserstoffperoxid zusammen. Wasserstoffperoxid wird beispielsweise auch zum Färben der Haare verwendet. Es sorgt dafür, dass sich die im Zahnschmelz abgelagerten Farbpigmente nicht herauslösen, aber wieder entfärben.
  • Während es bis vor einigen Jahren Bleachingmittel lediglich in der Apotheke gab, sind heute viele Produkte zum Aufhellen der Zähne auf dem Markt. Sowohl in Drogeriemärkten als auch im Internet findest du eine große fast schon unübersichtliche Vielzahl an Anbietern.

Zähne aufhellen: Welche Methoden gibt es?

  • Bleaching-Gel
  • Bleaching-Streifen
  • Bleaching-Pulver
  • Bleaching-Zahnpasta
  • Bleaching-Pens

Zähne aufhellen mit Streifen

Bei Bleaching Streifen handelt es sich wohl um die einfachste Möglichkeit zur Aufhellung. Zumindest was die Anwendung betrifft. Du klebst die Streifen direkt auf die Zähne und solltest darauf achten, dass sie nicht in Kontakt mit dem Zahnfleisch gelangen. Nach der vorgeschriebenen Einwirkzeit ziehst du sie wieder ab und putzt die Zähne. Achte während der Einwirkzeit darauf, dass du nicht mit den Lippen an die Zähne kommst.

Nachteilig an den Streifen ist, dass sie meist nicht alle Zähne abdecken und auch die Zwischenräume auslassen.

Es dauert etwa 14 Tage, bis die Streifen für einen sichtbaren Effekt sorgen. Das beliebteste Produkt auf Amazon ist besonders schonend, da es komplett auf Peroxid verzichtet.

Zähne aufhellen mit dem Bleaching-Pen

Zahnaufhellungsstifte enthalten Bleichmittel, die direkt mit einem dünnen Pinsel auf die Zähne aufgetragen werden. Dazu musst du logischerweise den Mund die ganze Zeit offen halten, was vielen schwer fällt. Und zwar nicht nur beim Auftragen, sondern auch während der Einwirkzeit.

Im Anschluss reinigst du die Zähne wieder gründlich mit der Zahnbürste. Bleaching-Pens überzeugen durch ihre einfache und schnelle Handhabung und einen günstigen Preis. Dafür dauert es oft etwas länger, bis sich die Zähne aufhellen und das Verfahren muss auch öfter wiederholt werden.

Aufgepasst: Einen besonders sanften Bleaching-Pen ohne schädliches Peroxid findest du bei Amazon.

Zähne aufhellen mit Pulver

Der wahrscheinlich aktuellste Hype beim Bleichen der Zähne ist die Verwendung von Aktivkohle. Diese kommt in Form eines schwarzen Pulvers daher und wird wie eine Zahnpasta zur Zahnpflege eingesetzt. Die Methode funktioniert, trotzdem warnen Zahnärzte davor.

Das liegt daran, dass Aktivkohle die Zähne schleift und mit der Zeit den Zahnschmelz abträgt. Wenn das passiert, hast du nur für kurze Zeit Freude an den weißen Zähnen gehabt, da sie sich in der Folge wieder verfärben.

Wenn du dich dennoch mit Aktivkohle an ein Bleaching deiner Zähne machen möchtest, solltest du auf den Bestseller bei Amazon zurückgreifen. Dieser enthält zusätzlich Kokosnuss, das ebenfalls einen positiven Effekt auf die Zahnpflege hat.

Zähne aufhellen mit Zahnpasta

Die wohl einfachste Methode zum Bleichen ist die Verwendung von spezieller Zahnpasta – sogenannter Whitening-Zahnpasta. Bei dieser Methode brauchst du dich überhaupt nicht umstellen, sondern einfach nur die Zahnpasta wechseln.

Dazu muss jedoch gesagt werden, dass auch das Ergebnis nur die Oberfläche der Zähne betrifft und nur für minimale Änderungen sorgen kann. Zudem enthalten diese Pasten oft Bestandteile, die den Zahnschmelz abschleifen.

Zähne aufhellen mit Gel

Das Bleaching mit Gel hat am meisten Ähnlichkeit mit der professionellen Aufhellung beim Zahnarzt. Du bekommst dafür eine vorgefertigte Schiene, die zusammen mit Gel gefüllt und dann auf die Zähne gesetzt wird. Halte dich strikt an die vorgegebene Einwirkzeit, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.

Ebenfalls wichtig: Nicht das Zahnfleisch und die Lippen mit dem Gel in Berührung bringen, damit es nicht zu Entzündungen kommt. Von den Methoden für zuhause handelt es sich bei den Schienen wahrscheinlich um das Verfahren, mit dem du die besten Ergebnisse erwarten kannst. Im Unterschied zur professionellen Zahnaufhellung beim Zahnarzt hält das Ergebnis jedoch wesentlich kürzer.

Vorteil der Schienen ist, dass sie sich individuell an deine Zähne anpassen und somit für ein einheitliches Bleaching sorgen. Viele Bleaching-Sets enthalten zudem ein LED-Licht, um den Effekt der Aufhellung zusätzlich zu unterstützen. Die Anwendungsdauer reicht je nach Anbieter von einer Woche bis zu einem Monat.

Ein besonders angesagtes Bleaching-Set findest du hier.

Zähne aufhellen: Risiken

  • Keine Methode der Aufhellung ist komplett ohne potenzielle Nebenwirkungen. Daher solltest du immer, bevor du mit dem Bleaching beginnst, einen Zahnarzt konsultieren. So stellst du sicher, dass deine Zähne auch gesund sind und kein Karies oder entzündetes Zahnfleisch vorliegen.
  • Wenn die Zähne nicht gesund sind, kann der Wirkstoff der Produkte in den Zahn eindringen und von innen heraus schädigen. Der Zahnarzt kann auch feststellen, ob deine Verfärbungen bzw. gelben Zähne die Oberfläche oder das Innere des Zahns betreffen. Wenn die Ursache im Zahn selbst liegt, kann nur der Zahnarzt mit einer professionellen Aufhellung eine sichtbare Verbesserung erzielen. Alle verwendeten Produkte für den Eigengebrauch wären in dem Fall wirkungslos.
  • Bevor du dir ein Produkt zur Aufhellung kaufst, solltest du auch darauf achten, dass es keinen zu hohen Anteil an Wasserstoffperoxid enthält, sondern maximal 10 Prozent. Zahnärzte arbeiten mit einer höheren Dosierung und erzielen bessere Ergebnisse, haben dafür jedoch auch professionellere Geräte und sind geschult im Umgang. Du willst schließlich kein gereiztes oder entzündetes Zahnfleisch bei der eigenen Behandlung verursachen. Daher ist es zusätzlich wichtig, dass du dich genau an die Anwendungshinweise vom jeweiligen Anbieter hältst.
  • Dass die Zähne nach einer Anwendung zunächst gereizt oder besonders empfindlich sein können, ist dagegen normal. Sofern sie grundsätzlich gesund sind, wird sich diese Sensitivität nach einigen Stunden wieder legen.

Zähne aufhellen beim Zahnarzt

  • Wer wirklich deutlich hellere Zähne über einen längeren Zeitraum haben möchte, kommt kaum um ein professionelles Bleaching herum. Bei diesem arbeitet der Zahnarzt mit einer Bleaching-Lampe oder einem Soft-Laser und setzt Peroxiddosierungen von über 30 Prozent ein. Demzufolge ist der Effekt natürlich um ein Vielfaches besser.
  • Zusätzlich kannst du ein umfassendes und einheitliches Ergebnis erwarten, dass bei vielen anderen Methoden nicht gewährleistet ist. Die Aufhellung beim Zahnarzt hält in der Regel mehrere Jahre, während die Konkurrenzprodukte für zuhause oft nur einige Monate für einen geringeren Effekt sorgen.
  • Nachteil: Die Behandlung beim Zahnarzt ist deutlich teurer. Je nach Verfahren und Anbieter können die Kosten von etwa 250 – 1000 Euro reichen. Die Krankenkassen beteiligen sich nicht an rein ästhetischen Behandlungen.

Zähne aufhellen mit Hausmitteln

  • Es ranken sich viele Mythen um diverse Hausmittel, die angeblich für weiße Zähne sorgen. An erster Stelle steht dabei wohl Backpulver. Das enthaltene Natriumhydrogencarbonat ist dabei schädlich und zugleich wirksam, da es sowohl die Verfärbung als auch den Zahnschmelz abschleift. Bei dauerhafter Anwendung löst sich der Zahnschmelz und das dunkle Zahnbein wird sichtbar. Zudem kann durch das permanente Schleifen der Zähne Karies entstehen.
  • Doch auch Zitronensaft und andere Hausmittel wie etwa Erdbeermus oder sogar Zigarrenasche sind auf Dauer schädlich für die Zähne. Bevor du in Versuchung kommst irgendein Hausmittel zu verwenden, solltest du in jedem Fall vorab mit deinem Zahnarzt darüber sprechen.

Zähne aufhellen: Fazit

  • Gesunde Zähne gelten als Schönheitsideal und nur wenige Menschen haben auf natürlichem Wege weiße Zähne auf Lebenszeit. Der Markt an Produkten zur Aufhellung der Zähne ist rasant gestiegen, sodass es mittlerweile viele verschiedene Methoden gibt – vom Gel bis zum Pulver.
  • Vor der Anwendung sollte immer ein Zahnarzt konsultiert werden, um sicherzustellen, mit gesunden Zähnen eine Behandlung zu starten. Nur in diesem Fall können die Risiken der Behandlung überschaubar bleiben. Ansonsten kann es leicht zu Entzündungen und Einwirkungen auf den Zahnschmelz kommen.
  • Nur die professionelle Zahnaufhellung beim Zahnarzt sorgt für ein deutlich verbessertes Ergebnis für einen längeren Zeitraum. Dafür ist sie jedoch auch deutlich teurer.
  • Vorsicht ist bei der Verwendung von Hausmitteln angesagt. Diese sorgen in der Regel nicht für hellere Zähne, sondern verfärben diese langfristig zusätzlich.

Gelbe Zähne? Alles zu Ursachen und Behandlung erfährst du hier. Wie du dir einen gesunden Ernährungsplan erstellst, zeigen wir dir hier.

Wenn du dich mit anderen über Bleaching und Tipps zur Zahnpflege austauschen möchtest, schaue mal in unserer BRIGITTE-Community vorbei.

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