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7 Warnsignale des Körpers, die du ernst nehmen solltest

Men’s Health-Logo Men’s Health vor 4 Tagen R. Rieder/ A. John
Nicht jeder Schmerz ist harmlos und verschwindet folgenlos © nuiza11 / Shutterstock.com Nicht jeder Schmerz ist harmlos und verschwindet folgenlos

Schmerzen? Augen zu und durch! Eine Schmerztablette einwerfen und hoffen, dass es schnell vorbei geht. So gehen viele Männer mit Schmerzen um. In manchen Fällen funktioniert diese Strategie allerdings nicht. Bei diesen 7 Schmerzen solltest du die Warnsignale deines Körpers ernst nehmen:

1. Plötzlich auftretende, heftige Schmerzen in der Leistengegend

Der Schmerz ist so heftig wie ein Freistoß von Roberto Carlos, der dir direkt in den Unterleib geht. Später schwellen mit hoher Wahrscheinlichkeit die Hoden an.

Diagnose: Es könnte sich um eine Hodentorsion handeln. Normalerweise baumelt der Hoden am Samenstrang und ist unten am Hodensack verankert. Ist die Verankerung schwach, kommt es in gefährlichen Situationen zu einer Verdrehung des Samenstrangs, die auch die Blutzufuhr abdreht. Innerhalb von sechs Stunden muss ein Arzt den Hoden entwirren, sonst hat dessen letztes Stündchen geschlagen.

Behandlung: Der Urologe tastet den Hoden ab und macht eine Ultraschallaufnahme. Nicht selten ist eine Operation angezeigt.

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2. Ständige Schmerzen in den Füßen oder in den Schienbeinen

Am schlimmsten schmerzt es, wenn du Sport machst. Aber auch beim Nichtstun spürst du’s entweder im Fußrücken oder im Schienbein.

Diagnose: Vermutlich handelt es sich um einen Ermüdungsbruch. Wie jedes andere Körpergewebe regeneriert sich Knochen kontinuierlich selbst. "Wenn man aber so hart trainiert, dass die Knochen keine Gelegenheit haben sich selbst zu heilen, können sie brechen", so Dr. Andrew Feldman, Arzt des NHL-Eishockey-Teams New York Rangers.

Behandlung: Radioaktive Marker machen eine Stressfraktur im Röntgenbild sichtbar. Dann ist erst einmal Schluss mit Laufen. Im schlimmsten Fall musst du für einige Wochen Gips tragen.

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Heftige Schmerzen im Bauch können auf Entzüngungen der inneren Organe hinweisen © LightField Studios / Shutterstock.com Heftige Schmerzen im Bauch können auf Entzüngungen der inneren Organe hinweisen

3. Ein schneidender Schmerz im Bauch

Die Bauchschmerzen fühlen sich fast an wie ein Messerstich – aber die Attacke kommt von innen.

Diagnose: Weil der Raum hinter deinem Waschbrettbauch vollgestopft ist mit Organen, kann der Schmerz auf eine Entzündung von Blinddarm, Bauchspeicheldrüse oder Gallenblase hindeuten. Keines dieser Organe darf platzen und möglicherweise Eiter in den Bauchraum ergießen. Dann bestünde Lebensgefahr.

Behandlung: "Schmerzt es unten rechts, ist wahrscheinlich der Blinddarm schuld", sagt Professor Siegfried Kra von der Universität Yale. Hinter Schmerzen im Oberbauch kann man die Gallenblase vermuten. Das Pankreas (die Bauchspeicheldrüse) meldet sich dagegen mit Qualen unterhalb des Brustbeins und erhöhten Enzymwerten im Blut.

4. Vorübergehende Brustschmerzen

Heftiger Schmerz im Brustraum, der plötzlich auftritt und rasch verschwindet.

Diagnose: In diesem Fall könnte es sich um eine Magenverstimmung handeln – oder auch um einen Herzinfarkt. "Selbst wenn die Schmerzen nur von kurzer Dauer sind, können sie doch ein ernst zu nehmendes Anzeichen sein", mahnt Dr. John Stamatos, medizinischer Direktor der North Shore Pain Services in Long Island. Ein Blutgerinnsel in einer der Koronararterien könnte den Blutfluss zu einer Herzregion blockieren. Bei rund der Hälfte aller Herzinfarkte tritt der Tod nach drei bis vier Stunden ein.

Behandlung: Ein Bluttest gibt Hinweise auf beschädigtes Herzgewebe. Behandlungsmöglichkeiten: Ballondilatation, Bypass.

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5. Beinschmerzen mit Schwellung

Deine Wade bringt dich geradezu um vor Schmerz. Sie ist geschwollen, berührungsempfindlich und warm.

Diagnose: Du sitzt sechs Stunden oder länger auf der Stelle, etwa auf einem Langstreckenflug. Das Blut versackt in deinen Unterschenkeln und verklumpt zu einem Gerinnsel. Ist es groß genug, verstopft es eine tiefe Beinvene. Dummerweise ist das Erste, was du dann tun möchtest, nämlich kratzen, zugleich das Schlimmste: "Durch die Bewegung kann der Klumpen zu den Lungen wandern. Mit tödlichen Folgen", sagt Experte Stamatos.

Behandlung: Eine Venografie per Röntgengerät spürt Thrombosen auf. Der Phlebologe (Venenarzt) wird versuchen, Blutklumpen mit Medikamenten aufzulösen.

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Hinter plötzlich auftretenden Rückenschmerzen könnte ein Aneurysma stecken © Bojan Milinkov / Shutterstock.com Hinter plötzlich auftretenden Rückenschmerzen könnte ein Aneurysma stecken

6. Plötzlich auftretende, starke Rückenschmerzen

Du hast Rückenschmerzen, als hättest du dich gerade am Kleiderschrank verhoben. Übliche Behandlungsmethoden (Wärme, Ruhe, Schmerzmittel) bringen keine Abilfe.

Diagnose: "Wenn sie nichts mit Verheben zu tun haben, können plötzlich auftretende Rückenschmerzen ein Hinweis auf ein Aneurysma sein", so Professor Kra. Am gefährlichsten sind die krankhaften Erweiterungen deiner Blutgefäße, wenn die Aorta betroffen ist. Aber keine Sorge, schließlich wird der Schmerz nachlassen – gleich nachdem die Hauptschlagader geplatzt ist.

Behandlung: Eine Computertomografie bringt an den Tag, wo das Aneurysma steckt und wie groß es ist. Dann gibt’s Medikamente oder eine Operation.

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7. Schmerzen beim Urinieren

Du stöhnst beim Pinkeln, allerdings nicht vor Lust. Außerdem könntest du schwören, dass dein Urinstrahl einen rostigen Farbton hat.

Diagnose: Der schlimmste Fall? "Blasenkrebs", sagt Dr. Joseph A. Smith, Chefarzt für Urologie an der Vanderbilt-Universität. Rauchen ist übrigens der gewichtigste Risikofaktor für diese vierthäufigste Krebserkrankung bei Männern. Aber vielleicht ist es auch nur eine Blasenentzündung.

Behandlung: Wenn in deinem Urin keine Entzündungsbakterien zu finden sind, wirft der Urologe einen Blick in die Blase. Einen Tumor behandelt der Arzt operativ oder er ordnet eine Chemotherapie und/oder Bestrahlungen an.

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Wir wollen dir keine Panik machen, indem wir hier die schlimmsten Szenarnien für deine Schmerzen aufzählen. Aber Schmerztabletten und Ignorieren können manchmal lebensgefährlich sein. Beobachte deine Körper wachsam und hol dir im Zweifelsfall Hilfe beim Arzt deines Vertrauens.

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