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Abnehmen mit Glückshormonen: So funktioniert die Diät mit Dopamin

Harper's BAZAAR-Logo Harper's BAZAAR 22.09.2019 Ann-Sophie Friedrich
Abnehmen: Glückshormon-Diät © Getty Images Abnehmen: Glückshormon-Diät

Diät zu halten ist nicht leicht, vor allem wenn die Motivation fehlt. Laut Experten kann man mit Glückshormonen kontrollierter abnehmen, wenn man die Grundregeln beachtet und sich mit den Effekten der verschiedenen Hormone und Botenstoffe auskennt. Eine Anleitung in mehreren Schritten.

Mit Hormonen abnehmen: Kurzer Glücksrausch oder anhaltendes Hochgefühl?

Dem Körper steht eine Vielzahl von Hormonen und Botenstoffen zur Verfügung, um auf bestimmte Reize und Situationen zu reagieren und den Organismus zu schützen. Entsprechend unterschiedlich sind die jeweiligen Effekte, die von dem vielzitierten Glücksrausch bis hin zu einem anhaltenden Hochgefühl und positiverer Lebenseinstellung reichen. Zu den bekanntesten Glückshormonen zählen Endorphin, Serotonin, Noroadrenalin sowie Dopamin.

Die Effekte der Glückshormone

Endorphine fungieren als körpereigenes Schmerzmittel, kaschieren Erschöpfungszustände, erhöhen die Konzentration und versetzen in einen kurzen, rauschartigen Zustand, etwa bei sportlichen Wettkämpfen. Serotonin nimmt Einfluss auf die Energie und das Schlafverhalten und wirkt stimmungsaufhellend, etwa als gute Laune im Frühjahr ("Frühlingsgefühle"); ein hoher Serotoninspiegel kann sich aber auch als erhöhte Nervosität bemerkbar machen. Noradrenalin wird vor allem in geistigen oder körperlichen Stresssituationen ausgeschüttet und pusht die Konzentration und Leistungfähigkeit, etwa bei Prüfungen, Vorträgen oder besonderen Ereignissen. Und Dopamin ist ein Botenstoff, der sich positiv auf Gefühle und Empfindungen auswirkt, sie weiterleitet, die Durchblutung der inneren Organe reguliert und entsprechende Impulse an die Muskeln gibt.

Glückshormone als Diät-Booster nutzen

Ernährungs- und Sportexperten fanden heraus, dass man den positiven Effekt von Glückshormonen gewinnbringend für die Figur zu nutzen kann, etwa um Heißhungerattacken vorzubeugen, motiviert zu bleiben und mehr und intensiver Sport zu treiben. Vor allem ein konstanter, relativ hoher Dopamin-Spiegel soll vor Motivationslöchern schützen und dabei helfen, die Diät durchzuhalten und effektiv abzunehmen. 

Die Basics der Dopamin-Diät

Anne Dufour, Ernährungsexpertin und Journalistin aus Paris, hat in ihrem aktuellen Bestseller die Grundregeln einer Diät formuliert, die sich den positiven Effekt von Dopamin zu Nutze macht und dauerhaft für mehr Wohlbefinden, Energie und – logisch – eine schlankere Figur sorgen soll. Wer die Dopamin-Diät ausprobieren will, sollte demnach diese Basics befolgen:

1. Mehr Proteine

Denn Proteine sind der Grundbaustein von Nervenbotenstoffen. Wer den Organismus ausreichend mit Aminosäuren (insbesondere Tyrosin und Phenylalanin) versorgt, sichert also die wichtigste Voraussetzung für einen guten Dopamin-Spiegel.

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2. Weniger Kohlenhydrate

Zucker pusht zwar die Serotoninausschüttung, hemmt jedoch die Dopaminproduktion. Egal ob Süßigkeit oder weißes Mehl, Kohlenhydrate wirken kontraproduktiv auf den Hormon- und Blutzuckerspiegel und können Heißhunger und Frust zur Folge haben. Im Zweifelsfall auf das berühmte Stückchen Glücksschokolade verzichten und stattdessen ein paar Nüsse knabbern.

3. Frische Zutaten, keine Fertigprodukte

Marktfrische Früchte und Gemüse stecken voller Vitamine und Spurenelemente, die für Leistungsstärke, Motivation und gute Stimmung unerlässlich sind. Ist der Akku leer, fühlt man sich antriebslos und matt. Insbesondere die B-Vitamine sowie Magnesium und Kalzium wirken sich positiv auf die Gehirn- und Nervenfunktionen aus, tragen eine zentrale Funktion bei der Umwandlung der Proteine in Neurotransmitter, wirken ausgleichend, angstlösend und mindern Stress. Im Zweifelsfall die Diät mit entsprechenden Nahrungsergänzungsmitteln unterstützen.

4. Essentielle Fettsäuren

Damit der Impuls des Dopamins von den Nervenzellen entschlüsselt und umgesetzt werden kann, ist eine gesunde Zellmembran Voraussetzung. Omega-3-Fettsäuren halten die Zellmembran elastisch und sorgen für einen reibungslosen Transport der Neurotransmitter. Ein Mangel wirkt sich entsprechend negativ auf die Zellmembran, den Dopamin-Spiegel und das allgemeine Wohlbefinden aus. Ein Mangel an Omega-3-Fettsäuren kann sogar entzündliche Veränderungen der Zellen zur Folge haben.

Dopamin-Diät © iStock Dopamin-Diät

5. Das Richtige trinken

Heißt konkret, auf gesüßte oder zuckerhaltige Säfte, Schorlen und Softdrinks (logisch) konsequent verzichten. Auch Cappuccino, Chai Tee-Latte und andere milchhaltige Getränke werden ersatzlos gestrichen. Stattdessen gelten Wasser (mit oder ohne Kohlensäure) und ungesüßte Tees als ideale Getränke bei einer Dopamin-Diät. Wasser mit Zusätzen aus frisch geschnittenen Kräutern, Zitronen- oder Ingwerstückchen sowie schwarzer Kaffee sind erlaubt.

6. Der Darmflora schmeicheln

Wissenschaftlich belegt ist, dass die Darmflora eine zentrale Funktion auf die Nervengesundheit hat. Heißt im Umkehrschluss: Eine gestörte Darmflora zieht Nervenfunktionsstörungen nach sich. Um entzündlichen Veränderungen vorzubeugen und die "guten" Bakterien zu fördern, sollten gesunde Ballaststoffe sowie prä- und probiotische Speisen regelmäßig auf dem Teller landen.

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