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Adipositas-Paradox: Übergewicht macht wirklich krank – aber es gibt Hoffnung Übergewicht macht wirklich krank – aber es gibt Hoffnung

BUNTE.de-Logo BUNTE.de 14.08.2019 BUNTE.de Redaktion
istock-656948420.jpg © Bereitgestellt von Bunte Entertainment Verlag GmbH (bunte.de) istock-656948420.jpg

Hast du schon mal was von dem Adipositas-Paradoxon gehört? Es besagt, dass Übergewicht und sogar Fettleibigkeit unter Umständen vorteilhaft für die Gesundheit sein können. Eine große, aktuelle Studie aus Schottland widerlegt diese Auffassung, wie Forscher im „European Heart Journal“ betonen. Zumindest, was Herz-Kreislauf-Erkrankungen angeht.

Mehr Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Übergewicht

Die schottische Untersuchung zeigt ganz klar: Übermäßige Kilos erhöhen eindeutig das Risiko, einen Herzinfarkt, Herzschwäche oder Schlaganfall zu erleiden! Stamatina Iliodromiti von der Universität Glasgow bestätigt in einer Mitteilung: „Je weniger Fett, insbesondere um den Bauch, desto geringer das Risiko für spätere Herzerkrankungen.“ 300.000 Menschen im Alter zwischen 40 und 69 Jahren wurden für diese bisher größte Studie zum Thema „Risiko Übergewicht“ untersucht.

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Die Analyse des Teams rund um Iliodromiti fand zwischen 2006 und 2010 statt, wobei die Forscher bis Sommer 2015 das Schicksal der Teilnehmer verfolgten. Um die Ergebnisse so transparent wie möglich zu gestalten, berücksichtigten die Wissenschaftler bei der Auswertung der Daten auch andere Einflussfaktoren auf die Gesundheit wie Rauchen oder Bluthochdruck.

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BMI und Taillenumfang entscheiden über Gesundheitsrisiko

Zwei Faktoren sind es, die das Risiko für Erkrankungen in Folge von Übergewicht bestimmen: der BMI (Body-Mass-Index) und der Taillenumfang. Die Studie zeigt, dass es sichere Werte gibt, ab denen du dringend dein Gewicht um einige Kilos reduzieren solltest:

  • BMI-Werte für erhöhtes Risiko: Hast du einen BMI zwischen 22 und 23, dann kannst du dir selbst gratulieren. Menschen in diesem Bereich haben laut schottischer Studie das geringste Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) beginnt Übergewicht ab einem Wert von 25, Fettleibigkeit ab 30. Die Ergebnisse der Analyse zeigen: Das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen aufgrund von Übergewicht steigt linear. Bei Frauen erhöht sich das Risiko um 13 Prozent bei einem Anstieg des BMI-Werts um 5,2 Punkte, bei Männer reichen schon 4,3 Punkte dafür aus.

  • Ungesunder Taillenumfang: Übergewicht durch Bauchfett ist gefährlich. Laut Forscher ist ein Taillenumfang von 74 Zentimetern bei Frauen und 83 Zentimetern bei Männern besonders gesund. Pro 12,6 Zentimeter Zunahme des Umfangs bei Frauen erhöht sich das Risiko einer Erkrankung des Herz-Kreislaufsystems um 16 Prozent. Männern müssen ein um 10 Prozent erhöhtes Risiko bei jeweils 11,4 Zentimetern einkalkulieren. Der Grund liegt im Bauchfett, was besonders problematisch für die Gesundheit ist. Es setzt im Gegensatz zu Fett direkt unter der Haut entzündungsfördernde Botenstoffe frei, die die Blutgefäße schädigen.

Übergewicht reduzieren hilft

Die gute Nachricht: Hast du Übergewicht, musst du dich nicht gleich mit einer Fastenkur quälen. Für einen positiven Effekt auf die Gesundheit reicht es bereits, ein paar Kilos abzunehmen. Ein jedes Kilo weniger ist ein wertvolles Kilo. Gerade für ältere Menschen ist das wichtig, denn ihnen fällt es oft schwer, ihren BMI im Normalbereich zu halten.

Auch Nikolaus Marx, Leiter der Kardiologie am Uniklinikum Aachen, bestätigt die Wichtigkeit der schottischen Studie zum Übergewicht gegenüber dem Portal „gesund24.at“: „Die Studie greift einen Aspekt auf, der seit Jahren durch die Literatur geistert. Anhand dieser Daten kann man das Adipositas-Paradoxon so nicht mehr stehen lassen. Wer dicker ist, hat ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Wenn man dann ein bisschen abnimmt, kann das nur gut sein.“ Zumal Übergewicht auch das Risiko für Bluthochdruck, Stoffwechselstörungen wie Diabetes 2 und für Erkrankungen des Bewegungsapparates erhöht.

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