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Darum musst du beim Workout nicht immer nur Vollgas geben

FIT FOR FUN-Logo FIT FOR FUN 17.09.2019 Antonia Hagedorn
© iStockphoto

Möglichst lange, so oft wie möglich und immer an die eigenen Grenzen gehen – so stellen sich viele Fitnessbegeisterte ihr perfektes Training vor. Ein Fitnesscoach erklärt jetzt, warum das gar nicht gut ist – und wie du wirklich alles aus deinem Training rausholst.

Ausreichend Cardio -und Krafttraining, HIIT- und Homeworkouts – beim Fitness zählt für dich nur eins: Immer 100 Prozent geben. 

Nach dem Motto 'go hard or go home' trainierst du, was das Zeug hält und das ohne Rücksicht auf Verluste – wirklich bewundernswert!  

Ohne deinen Ehrgeiz bremsen zu wollen – diese Devise ist nicht alles.

Fitness -und Ernährungscoach Alex Pedley ist der Erfinder von 'The MVEMENT-Method' und erklärt gegenüber dem Online-Magazin 'EveningStandard', warum du beim Training nicht immer alles geben musst und worauf es wirklich ankommt. 

 

Viele Sportler sollten ihre Trainingseinstellung ändern

Das Ziel der MVEMENT-Method ist, die Leistungsfähigkeit des eigenen Körpers zu verbessern und das Bewusstsein für die Bedeutung des geistigen und körperlichen Wohlbefindens zu schärfen. 

Alex beschreibt in seinem Programm sechs Säulen, die den Rahmen des körperlichen Systems bilden – Mobilität, Bewegung, Ernährung, geistiges Wohlbefinden, Schlaf und Gewohnheiten. 

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Der Coach ist überzeugt davon, dass Sportler ihr Motto von ‘no pain – no gain' zu 'less can be more' ändern sollten. 

Der Gedanke, dass man immer besonders lange trainieren muss, um in Form zu kommen, ist für den Experten ein völlig falscher Ansatz. 

Darum sind HIIT-Workouts nicht so gut, wie du denkst

High Intensity Interval-Workouts sind dafür bekannt, möglichst viele Kalorien in kurzer Zeit zu verbrennen – und gerade bei Abnehmwilligen sehr beliebt, da sie die Fettverbrennung und den Stoffwechsel anregen.

Laut Alex können sich diese Trainingseinheiten aber auch negativ auf den Körper auswirken.

Der Körper besteht aus zwei Hauptenergiesystemen – aerob und anaerob. Das erste System verwendet hauptsächlich Sauerstoff zum Funktionieren und wird bei ermüdungsfreien und fettverbrennenden Aktivitäten wie Joggen oder Radfahren aktiv. 

Das zweite, anaerobe System benötigt weniger Sauerstoff und ist mit intensiven Aktivitäten wie Sprinten oder HIIT-Workouts verbunden.

Wenn du jetzt nur intensiv trainierst, ist dein aerobes System wahrscheinlich sehr geschwächt, was bedeutet, dass du dich hauptsächlich auf dein anaerobes System verlässt – du fühlst dich gestresster und verbrennst vorwiegend Glukose anstelle von Fett. 

 

So erreichst du dein Ziel – ganz ohne Stress

Einen Gang zurückschalten kann ebenso greifbare und schnelle Ergebnisse hervorrufen. Alex empfiehlt hierfür einige wichtige Tipps, mit denen du es schaffst, mit einem zufriedenen Körper an dein persönliches Ziel zu kommen. 

 

1. Setze ein genaues Ziel 

Um schneller Erfolge festmachen zu können, musst du dein Ziel genau definieren. 

Lege für dich ein definierbares, langfristiges Ziel fest und verschiedene Etappen bis dahin. Überlege dir in einem Rhythmus von zwei Wochen, wo du nach den nächsten 14 Tagen stehen möchtest. 

Du wirst so schnell einen Erfolg merken und motiviert bleiben. 

 

2. Schaffe eine Basis

Die von dir selbst zusammengestellte Basis sollte aus aerobem Training, einer Basis mit guter Beweglichkeit und einer Kraftbasis bestehen – die Mischung macht's. 

Auch HIIT wird einen Platz einnehmen, aber zuerst musst du für deinem Körper einen geeigneten Rahmen schaffen, um diese Form des intensiven Trainings tolerieren zu können.

3. Plane deine Workouts

Plane dein Training so, dass es zu deiner Lebenssituation und deinem Trainingsstand passt – vermeide Stress und überfordere deinen Körper nicht. 

Zwei der häufigsten Trainingsfehler sind laut Alex, der Versuch zu viele Trainingseinheiten in einen bereits vollen Zeitplan zu integrieren, und bei jedem Training zu intensiv alles geben zu wollen – der Schlüssel sei eine Lösung, die den eigenen Bedürfnissen entspreche. 

Diese Lösung macht das Training angenehm und ermöglicht es, eine nachhaltige Gewohnheit zu schaffen.

 

4. Ändere die Intensität deines Workouts

Regeneration ist für den Körper genauso wichtig wie härtere Workouts.

Wenn du dir ein härteres Training vorgenommen hast und du merkst, dass du dich müde oder schlapp fühlst, dann höre auf deinen Körper und mache ein etwas leichteres Training. 

Passe deine Trainingsintensität an deinen aktuellen Zustand und dein Wohlbefinden an.

 

5. Hole dir viel Erholung

Laut Alex wirst du vor allem dann Fortschritte machen, wenn du dich ausruhst – plane Erholungstage zwischen deinen Trainingstagen ein und schlafe reichlich.

Das Training sollte vor allem Spaß machen und deinen Bedürfnissen entsprechen – du musst nicht in jeder Sitzung intensiv trainieren, um besondere Ergebnisse zu erzielen.

Denke daran: Weniger kann mehr sein – 'work smarter not harder'.

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