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Ein gesunder Lebensstil schützt vor Demenz – selbst bei genetischer Veranlagung

FIT FOR FUN-Logo FIT FOR FUN 18.07.2019 Cover Media
© iStockphoto  

Demenz ist nicht heilbar, dennoch kann man etwas gegen die Krankheit tun. Eine Studie unterstreicht jetzt die Wichtigkeit eines gesunden Lebensstils: Dieser minimiere selbst bei genetischer Veranlagung das Erkrankungsrisiko.

Für viele Menschen ist Demenz ein absoluter Angstbegriff.

Die Krankheit, deren häufigste Form Alzheimer ist, frisst bildlich gesprochen das Gehirn und verursacht eine häufig drastische Minderung der geistigen Fähigkeiten, einhergehend mit einem Verlust der Persönlichkeit und des Erinnerungsvermögens.

Demenz ist nicht heilbar, aber man kann ihr zumindest ein Stück vorbeugen.

In einer neuen Studie betonen Forscher jetzt einmal mehr, wie wichtig dabei ein gesunder Lebensstil ist. Die Studie geht aber noch einen Schritt weiter: Selbst Menschen, bei denen eine genetische Veranlagung zur Demenz besteht, können der Krankheit etwas entgegensetzen.

Dieser Ansatz ist neu und hochinteressant.

Demenz entgegentreten: Die Studienergebnisse

Forscher der University of Exeter Medical School und der University of Oxford gingen ihre aktuelle Studie mit folgender Frage an: Hilft ein gesunder Lebensstil auch den Menschen, deren Risiko an Demenz zu erkranken genetisch erhöht ist?

Die Studienergebnisse, die im Fachmagazin 'Journal of the American Medical Association' publizierten, liefern eine eindeutige Antwort.

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Unabhängig davon, ob ein genetisches Risiko vorlag oder nicht, sank das Demenz-Erkrankungsrisiko um 30 Prozent bei jenen Menschen, die einen gesunden Lebensstil verfolgten.

In Zahlen: Unter 1000 Menschen, die ungesund lebten, erkrankten im Laufe der Studie 18 Menschen an Demenz; bei den gesund Lebenden nur 11.

Im Fokus: 196.383 Menschen ab 64 Jahren

Für ihre Untersuchung begleiteten die Forscher 196.383 Menschen europäischer Abstammung im Alter ab 64 Jahren über einen Zeitraum von acht Jahren.

Basierend auf der Kombination von knapp 250.000 genetischen Varianten, die mit Demenz in Verbindung stehen, teilte man die Probanden in drei Risikokategorien ein: niedriges, mittleres und hohes Erkrankungsrisiko.

Als Schlüsselfaktoren legten die Wissenschaftler vier Angewohnheiten fest, die einen gesunden Lebensstil ausmachen:

  • Verzicht auf Tabak
  • Einschränkung alkoholischer Getränke (Frauen: max ein Glas/Tag; Männer: max. zwei Gläser/Tag)
  • gesunde Ernährung mit Fokus auf Obst, Gemüse und nicht verarbeitete Lebensmittel
  • ausreichende Ernährung

Es muss weiter geforscht werden

Der Kampf gegen Demenz ist mit den aktuellen Erkenntnissen noch lange nicht ausgefochten. Die Wissenschaftler selbst wiesen in ihren Ergebnissen darauf hin, dass ihre Studie nicht allgemeingültig sei.

So könne man zum Beispiel keine Rückschlüsse auf die Risikogruppen im Alter von 30, 40 oder auch 50 Jahren ziehen.

Außerdem sei es wichtig, Forschungen breiter aufzustellen und nicht nur Menschen europäischer Abstammung in den Fokus zu nehmen.

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