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Neue Studie: Krafttraining ist besser für die Gesundheit als Cardio

FIT FOR FUN-Logo FIT FOR FUN 18.07.2019 Larissa Hellmund
© iStockphoto  

Krafttraining oder Cardio – was ist eigentlich besser? Das lässt sich nicht so leicht beantworten. Wenn es aber um die Herzgesundheit geht, hat Krafttraining laut einer neuen Studie die Nase vorn.

Egal wie gut man es eigentlich weiß, dass es auf einen gesunden Mix ankommt: Im Fitnessstudio hat wohl jeder seine offensichtlichen Präferenzen.

Während einige kaum vom Laufband wegzuholen sind, sind andere nur schwer aus der Gewichtsecke heraus zu bekommen.

Hinzu kommt, dass die Gewichtsstemmer meistens nicht besonders heiß auf Ausdauertraining sind und die Cardiobegeisterten sich anders herum gerne vor dem Krafttraining drücken.

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Und meistens haben beide Gruppen eine ganze Menge Gründe parat, wieso man entweder dem Kraft- oder dem Ausdauertraining zugeneigt sein sollte.

Eine neue Studie aus Dänemark, die im Fachmagazin 'JAMA Cardiology' veröffentlicht wurde, schlägt sich mit ihren Resultaten nun auf die Seite der auf Kraft Trainierenden.

Fett ist häufigster Verursacher von Herzerkrankungen

Natürlich ging es dem Forscherteam um Dr. Regitse Hojgaard Christensen vom Universitätsklinikum Kopenhagen nicht in erster Linie darum, zwischen Ausdauer- und Krafttraining einen Sieger zu bestimmen.

Stattdessen wollten die Wissenschaftler untersuchen, welche Effekte beide Sportarten auf das menschliche Herzfettgewebe haben.

Denn Fettansammlungen in den Arterien sind die häufigsten Verursacher von Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Herzrhythmusstörungen und Herzklappenproblemen.

Für ihre Studie rekrutierten die Wissenschaftler 32 Erwachsene mit Übergewicht und geringer Affinität zu Sport, die aber noch keine Herzkrankheiten oder Diabetes aufwiesen.

Nach dem Zufallsprinzip wurden die Teilnehmer einem dreimonatigen Programm für Ausdauer- oder Krafttraining zugeordnet, beziehungsweise einer dritten Kontrollgruppe zugeteilt, die keine Änderungen an ihrer körperlichen Aktivität vornehmen sollten.

Bei jeder Person wurde zu Beginn und am Ende der Studie eine MRT-Untersuchung des Herzens durchgeführt, um die Veränderung des Herzfettes über den Zeitraum zu messen.

Krafttraining reduziert Herzfette besser

Am Ende des Dreimonatszeitraums konnte bei beiden Sportgruppen gegenüber der inaktiven Kontrollgruppe ein deutlicher Rückgang des Fettgewebes um das Herz herum fettgestellt werden.

Allerdings unterschieden sich die Effekte auf die Fettarten je nach Sporttyp. So wurde das sogenannte epikardiale Fettgewebemasse durch Ausdauertraining um 32% und durch Krafttraining um 24% reduziert.

Jedoch nur Krafttraining wirkte sich auch auf das perikardiale Fettgewebe aus und konnte dieses risikoreiche Fett um 31 Prozent verringern.

"Wir waren von diesem Ergebnis selbst überrascht", erklärt die Hauptautorin der Studie, Dr. Regitse Hojgaard Christensen, Forscherin am Zentrum für Entzündungen und Stoffwechsel und am Zentrum für körperliche Aktivitätsforschung am Universitätsklinikum Kopenhagen.

Auch wenn die Studie nicht erklärt, warum Krafttraining einen anderen Effekt haben würde als Ausdauertraining, „wissen wir aus anderen Studien, dass Krafttraining im Vergleich zu Ausdauertraining einen stärkeren Anreiz für eine erhöhte Muskelmasse und einen erhöhten Grundstoffwechsel darstellt.“, heißt es laut 'Reuters' in einer E-Mail von Christensen.

Quellen

JAMA Cardiology: https://jamanetwork.com/journals/jamacardiology/article-abstract/2737412, abgerufen am 17.07.2019:, https://jamanetwork.com/journals/jamacardiology/article-abstract/2737412

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